
Ungeschwefelte
Weine
Kein Schwefel im Keller, keiner bei der Füllung: Weine, die ohne das wichtigste Werkzeug der Önologie auskommen und deshalb nichts verzeihen. Wir führen 112 lieferbare Flaschen – vom Pét-Nat bis zum Burgunder – und haben für jede einzelne den Erzeugertext geprüft, statt uns auf ein Häkchen im Lieferantenkatalog zu verlassen.
Unsere ungeschwefelten Weine
Was „ungeschwefelt“ heißt – und was nicht
Schwefeldioxid ist seit Jahrhunderten das Universalwerkzeug im Keller: Es bindet Sauerstoff, bremst unerwünschte Hefen und Bakterien und hält einen Wein über Jahre stabil. Ein Wein ohne jeden Zusatz hat diesen Schutz nicht – und muss ihn sich anderswo holen: kerngesundes, meist von Hand gelesenes Lesegut, kompromisslose Kellerhygiene, Gärung unter der eigenen Kohlensäure, langes Lager auf der Vollhefe, keine Filtration. Gelingt das, entsteht ein Wein von auffallender Direktheit: mehr Frucht, mehr Textur, oft eine leichte Trübung. Gelingt es nicht, schmeckt man das sofort. Deshalb steht hinter fast jeder dieser Flaschen ein Betrieb, der biologisch oder biodynamisch arbeitet.
Der Begriff wird im Handel großzügig verwendet, und dabei verschwimmt eine wichtige Grenze. Sehr viele Weine werden im Ausbau nicht geschwefelt und bekommen erst vor der Abfüllung eine kleine Gabe von 15 bis 25 Milligramm – eine ehrliche, zurückhaltende Machart, aber eben nicht schwefelfrei. Auf dieser Seite steht nur, was zu keinem Zeitpunkt Schwefel gesehen hat. Wir haben dafür die Erzeugerangaben jeder Flasche einzeln gelesen; Weine, bei denen der Text nur das Gut beschreibt oder nur den Ausbau abdeckt, sind draußen geblieben. Wer das größere Feld sucht – wilde Hefen, minimaler Eingriff, wenig bis kein Schwefel –, ist bei unseren Naturweinen richtig.
Kriterium
Kein SO₂ bei Gärung, Ausbau und Füllung – belegt durch die Angaben des Erzeugers.
Trotzdem Sulfite
„Enthält Sulfite“ steht ab 10 mg/l auf dem Etikett; ein Teil davon entsteht bei jeder Gärung von selbst.
Lagerung
Kühl und dunkel, 8–14 °C. Diese Weine reagieren empfindlicher auf Wärme als geschwefelte.
Im Glas
Oft leicht trüb, häufig mit etwas Kohlensäure. Karaffieren beruhigt junge Flaschen.
Champagner ohne Schwefelzusatz

Die schwierigste Disziplin: Zweite Gärung, Jahre auf der Hefe, dann das Degorgieren – drei Momente, in denen praktisch jedes Haus zum Schwefel greift. Wer darauf verzichtet, hat keine zweite Chance. Drappier hat den Weg als erstes großes Haus gegangen, dazu kommen die kleinen Winzer der neuen Generation: Solemme, Bonnet-Ponson, de Bichery, Horiot, Pertois-Lebrun.

Brut Nature, Sans Ajout de Soufre
Reife Äpfel, Quitte und ein Rauchschleier – die Nase ist offen und vielschichtig. Am Gaumen fügt sich mürbe Frucht mit präziser Säure und einer wachsigen Textur zu echtem Rückgrat. Ohne Schwefelzusatz, ungefiltert, drei Jahre auf der Hefe: puristisch, aber niemals karg.

Esprit de Solemme, 1er Cru Brut Nature, Millésimé 2019
Haselnuss, eingelegte Zitronenschale und die salzige Würze eines Fino-Sherry – die Nase ist leise und fesselnd zugleich. Am Gaumen trägt eine kalkig-kreidige Textur den Wein mit trockener Strenge. Der Abgang: lang, mineralisch, ohne Konzession.

Les Terres Mêlées Brut Nature 2022
Reife Äpfel, Zitrus und ein Hauch Croissant – vielschichtig und dabei von klarer Energie. Am Gaumen zieht eine vibrierende Säure durch eine fast cremige Textur, ohne die mineralische Spannung je aufzugeben. Das Finale: Praliné und Salzkristalle, lang und präzise.

Nature de Solemme Blanc de Blancs Brut Nature Millésimé 2017
Ätherische Frische trifft auf herbe Zitrusschale und einen Hauch Autolyse. Nach über sechs Jahren Reife auf der Hefe ist das Mousseux seidig, der Gaumen von knisternder Energie und Mineralität durchzogen. Der lange, salzig-mineralische Abgang wirkt unbestechlich – ohne Kompromisse.

Ambre de Solemme Blanc de Noirs Brut Nature Millésimé 2016
Kühl, präzise, kupferfarben schimmernd: Berberitze und Pomelo setzen straffe Akzente, dahinter schimmern Mandelgebäck und Nougat diskret auf. Die kreidige, salzige Textur trägt die Frucht weit – mineralisch und trocken bis in den langen Nachhall. Kein Zucker, keine Ablenkung.

Le Jour LJ20, Non Dosé Premier Cru
Haselnuss, Nougat und salzige Mineralität – der Antrunk ist kernig, sämig, ohne Kompromisse. Tabak, Muskatblüte und gedörrter Apfel geben Tiefe, die Perlage wirkt selbstbewusst im Hintergrund. Kein Gramm Dosage – und es fehlt nichts. Der Abgang bleibt trocken, lang und von stiller Würde.

Seconde Nature SN22 Chamery Premier Cru Non Dosé
Marzipan und Kumquat, Grafit und kühler Kalk – die Nase ist komplex und dennoch präzise. Am Gaumen vereinen sich cremige Textur, dezente Oxidation und Extraktsüße zu etwas Eigenständigem. Der Abgang ist lang, salzig, mineralisch – und fordert leise das nächste Glas.

Seconde Nature SN20, Chamery Premier Cru, Non Dosé
Grapefruits, Kumquats und ein Hauch Grafite – die Nase ist feinsinnig und einladend. Am Gaumen verbindet sich eine geschmeidige Textur mit würzigen Zestentönen und einem charmanten Oxidationsakzent. Salzige Frische zieht durch den langen Nachhall.

Trop m'en faut
Apfel, Mirabelle und Austernschale – die Nase ist unverwechselbar und fesselnd. Am Gaumen dann Energie und Großzügigkeit: würzig, salzig, mit mundwässernder Säure und runder Textur. Der Abgang ist seidig, lang und rein.

Petit Melange, 7 Cépages, Non Dosé
Kreide, Austernschale und lebendige Kräuterwürze – die Montagne de Reims spricht hier klar und direkt. Am Gaumen straff und mineralisch, mit knackiger Frucht und eingebundener Säure. Der Abgang hallt lang nach – nussig, kräutrig, zum Nachdenken.

Cuvée "Envol" Brut Nature Sans Soufre Ajouté 2019
Aus Les Riceys, auf kimmeridgischem Kalkmergel gewachsen, trägt dieser Pinot Noir die erdige Tiefe der Côte des Bar in sich. Keine Dosage, kein Schwefel – nur Jahrgang und Terroir in ihrer reinsten Form. Ein Champagner, der durch Stille überzeugt.

Derrière le Mont Aigu N°18 Sans Sulfites Ajouté Chouilly Grand Cru Blanc de Blancs Brut Nature 2018
Kein Dosage, kein Schwefel, kein Kompromiss – Brut Nature als konsequentes Programm. Reiner Chardonnay aus Choulilly Grand Cru, wo Kreideboden und kühle Präzision zusammenfinden. Der Jahrgang 2018 fügt natürliche Tiefe hinzu. Stille Handwerkskunst, die allein durch Reinheit überzeugt.
Pét-Nat & Méthode ancestrale

Der älteste Schaumwein der Welt und zugleich der ehrlichste: Der Wein kommt vor dem Ende der ersten Gärung in die Flasche und bringt seine Kohlensäure selbst mit – kein Zucker, keine Hefe, kein Schwefel. Trüb, direkt, oft mit einem Rest Fruchtsüße.

AUS Puput Pét-Nat ungeschwefelt 2025
Xarel·lo von der wilden Seite: naturbelassen, spontan vergoren, ohne Schwefel – direkt aus den granitischen Küstenhügeln nordöstlich von Barcelonas. Feine Perlage, lebendige Säure und die frische Mineralität des Meeresklimas. Ein leichter, trinkfreudiger Pét-Nat, der die Xarel·lo neu denkt.

AUS Puput Rosé Pét-Nat ungeschwefelt 2025
Mourvèdre, ungeschwefelt, in der Flasche vergoren – ein Pét-Nat, der die Küstenregion Alella in seiner leichtesten Form zeigt. Maritimes Klima, Granit und Meeresbrisen prägen seinen Charakter. Trocken, lebendig, minimalistisch – Naturwein in seiner ursprünglichsten Gestalt.

El Carner Rouge VdF 2023
Reife Kirsche, roter Pfirsich, ein zarter Hauch von Kräutern. Am Gaumen belebt eine feine Perlage, während griffige Textur und lebendige Säure für Spannung sorgen. Leicht, direkt, unprätentiös – ein Wein, der einfach funktioniert.
Cava, Sekt & Spumante ohne Schwefelzusatz

Flaschengärung außerhalb der Champagne, mit demselben Verzicht: Recaredos Bufadors aus dem Penedès reift Jahre unter Kork statt Kronkorken, Alta Alellas AUS-Linie kommt ganz ohne Schwefel aus, und Odinstal keltert auf 350 Metern über Wachenheim einen Riesling-Sekt, der die Pfalz kühl und aufrecht zeigt.

AUS Bruant Brut Nature, ungeschwefelt
Hefegebäck, Mirabelle und Aprikose, eingerahmt von Salbei und weißem Pfeffer – die Nase ist reif, vielschichtig, still. Am Gaumen zeigt sich kreidige Mineralik, schlanke Säure und zarte Nussigkeit in tadelloser Balance. Ein Schaumwein, der nie drängt, aber lang und klar nachklingt.

Bufadors, Les Voranes Brut Nature, ungeschwefelt 2020
Kühl und introvertiert öffnet sich die Nase – Bitterapfel, Quitte, ein Hauch Cidre, darunter ein kreidiger Grundton. Am Gaumen überrascht Fülle: Pfirsich und Aprikose, gewärmt von orientalischen Gewürzakzenten, gehalten von lebendiger Säure. Der Abgang klingt kräuterwürzig nach – animierend, pointiert, unaufdringlich präzise.

MFPC VSQ Brut Pas Operé 2018
Goldgelb, lebendig, von reifer Charakterstärke. Wärme und Kühle begegnen sich: goldene Äpfel und Vanille auf Blätterteig, dazu mineralische Töne von Grafit und Zitronenzesten. 56 Monate Hefelager schenken eine cremige Textur und feine Brotigkeit. Der Abgang bleibt lang, mineralisch, delikat.

Bufadors Vinya del Rascarà ungeschwefelt 2018
Gegrillte Ananas, reife Birne und bittere Orange – expressiv, fast roh. Am Gaumen trägt eine cremige Basis aus Butterbrioche die kühle Mineralität von feuchtem Stein und Meeresluft. Zimt, Kardamom und getrocknete Kräuter schimmern durch. Der Abgang: lang, salzig, asketisch präzise.
Magnum · 1,5 LAUS Bruant Brut Nature ungeschwefelt 2022
Kein Schwefel, keine Dosage, keine Kompromisse. Xarello vom Granitsandboden zwischen Meer und Serra de Marina – mineralisch, lebendig, in sich ruhend. Die Magnumflasche gibt ihm Zeit, sich zu entfalten: langsam, präzise, in aller Stille.
Magnum · 1,5 LRiesling Sekt Brut MMXXII 2022
Geradlinig und ohne Kompromisse: ein Riesling-Sekt, der durch natürliche Säure und Mineralität überzeugt. Das pfälzische Terroir verleiht ihm Tiefe und Substanz, der Jahrgang 2022 sorgt für Konzentration. In der Magnumflasche reift er langsamer – ein Schaumwein für Momente, die Gewicht verdienen.
Weißwein ohne Schwefelzusatz

Weiß ohne Schutz ist Präzisionsarbeit: Ohne Schalen und Tannin fehlt dem Wein das eigene Polster gegen Sauerstoff. Die Antwort der Erzeuger ist reduktiver Ausbau – volles Hefelager, kaum Abzüge, oft ein Flor wie bei Schätzels Riesling.

Into the light, White Blaufränkisch 2023
Blaufränkisch, blanc de noirs vinifiziert – ein Konzept, das neugierig macht. Trübes Goldgelb im Glas, am Gaumen cremig und pikant zugleich, mit Grapefruit, Orangenzeste und feiner Gerbstoffstruktur. Kalk und Schiefer geben den Ton an: salzig, präzise, lang.

!st einer Gutedel 2021
Haselnuss, Mandel und Zitrone in Salz – die Nase ist vielschichtig und lebendig. Am Gaumen trägt ihn eine kalkige Mineralität, klar und frisch bei nur 11,5 %. Ein Gutedel, der zeigt, wozu diese Rebsorte fähig ist.

Olla Blanc VdF 2025
Aus alten Reben auf Schiefer und Kalk, geformt von der Tramontane: ein Weißwein, der Leichtigkeit als Haltung versteht. Macabeu gibt Struktur, Muskateller florale Finesse – spontan vergoren, ohne Korrekturen. Ruhig, lebendig, präzise.

Steiner Riesling 17-22
Florhefen und geröstetes Mandelgebäck, Kamille und grüner Apfel – komplex, aber nie laut. Am Gaumen seidig und saftig, durchzogen von heller, präziser Säure. Der Abgang ist ätherisch kühl, mineralisch, lang. Roter Schiefer vom Roten Hang, biodynamisch kultiviert – Herkunft, die man spürt.

Natural Gemischter Satz 2023
Wiens urbane Weinseele, ungekünstelt in die Flasche gebannt. Verschiedene Rebsorten reifen gemeinsam auf kalkhaltigen, lössreichen Böden und werden als lebendiges Archiv gelesen. Minimaler Kellereinsatz, spontane Gärung – ein Wein, der seinen Ursprung feiert. Schlank, frisch, für den Moment.

Chablis "à l'ouest" AOC sans sulfite ajouté 2023
Reife Pfirsiche und Mango treffen auf kühle Limette – für einen Chablis ungewohnt üppig, doch darunter pulsiert die kristalline Mineralität des Kimmeridge-Kalks. Sechzehn Monate auf der Hefe legen elegante Tiefe an. Am Gaumen spannen Salzigkeit und vibrierende Säure einen langen, kreidefeinen Bogen.

Sa va 2024
Gelber Traminer aus dem sonnenverwöhnten Burgenland – trocken, direkt, ohne Umschweife. Rosenblüte, Litschi und Gewürz, gehalten von frischer Säure und straffer Struktur. Kein Holz, keine Schwere – nur sortentypische Ausdruckskraft, die schlicht Freude macht.

Rufo blanc VdF 2023
Goldgelb, ungefiltert, nichts verborgen. Anis, Kamille, Kräuterwürze und eine zarte Quittenfrucht öffnen sich mit Geduld. Am Gaumen saftig und lebendig, getragen von frischen Gerbstoffen. Der Abgang: salzig, würzig, lang – und herzlich unberechenbar.

La Dulce Quietud 2016-2020
Goldgelb mit Bernstein, dicht und würzig: Akazienblütenhonig, Safran, Kardamom und kandierte Früchte aus alten Reben im rauen Herzen Toros. Die Süße bleibt gezügelt – aktive Säure verleiht seltene Frische und Struktur. Ein Süßwein mit echtem Rückgrat.

Saint-Véran Climat "La Bonnode" Zen AOC 2021
Helles Goldgelb, seidig und geschmeidig in der Nase – Zitrus, Frühlingsblüten und ein kalkiges Fundament. Am Gaumen cremige Gelassenheit, getragen von klarer Frucht und kühler Frische. Das Finale spielt mit sauren Drops, Gelbfrucht und pikanter Salzigkeit – lebendig und präzise zugleich.

Rully "Les Maizières" blanc Sans Sulfites Ajouté AC 2020
Weißer Pfirsich, Akazienblüte und ein Hauch Brioche – die Nase ist frisch und unmittelbar. Am Gaumen cremig und doch präzise: Zitrusschale und grüner Apfel tragen einen lebendigen Säurebogen. Kalkstein und kühle Burgunder Erde ziehen sich bis in den langen, mineralischen Abgang.

Bourgogne Côte d'Or "La Monatine" Sans Sulfite Ajouté AOC 2022
Ungeschminkt und lebendig, mit jenem leicht unberechenbaren Zug echter Handwerksarbeit. Kein Schwefelzusatz – nur das Vertrauen in Weinberg, Keller und das kalksteinreiche Terroir der Côte d'Or. Der warme Jahrgang 2022 hält Kraft und Finesse in Spannung. Authentizität über Perfektion.

Bourgogne Côte d'Or "Les Grandes Gouttes" Sans Sulfite Ajouté AOC 2021
Kristalline Klarheit und lebendige Energie, ohne kaschierende Eingriffe. Spontan vergoren, ungeklärt, unfiltriert – und ganz ohne Schwefel ausgebaut. Am Gaumen entfaltet sich salziger Druck mit verblüffender Transparenz. Purheit als Programm.

Bourgogne Côte d'Or "Les Grandes Gouttes" Sans Sulfite Ajouté AOC 2022
Vom goldenen Hang der Côte d'Or, auf Kalkstein und Mergel gewachsen. Ohne zugesetzten Schwefel vinifiziert – ein Bekenntnis, das absolute Sorgfalt verlangt. Rougeot setzt auf Transparenz statt Technik: mineralische Spannung, strukturelle Tiefe, reife Konzentration aus dem warmen Jahrgang 2022.

Côtes de Beaune "La Grande Chatelaine" blanc Sans Sulfites Ajouté AC 2021
Nobler Chardonnay aus einer dicht bepflanzten Einzelparzelle an der Côte de Beaune. Apfel, Quitte und Zitrus, zart unterlegt von Lindenblüte und eingebundenem Holz. Am Gaumen schlank, leichtfüßig, mit lebendiger Säure und delikater Salzigkeit. Ein präziser, animierender Wein.

Ladoix "Sur Les Vris" blanc, Sans Sulfites Ajouté AC 2020
Reife Birne, weißer Pfirsich und kalkige Mineralität – komplex, aber nie überladen. Am Gaumen cremig und präzise, mit Zitrusschale und feiner Kreide, getragen von lebendiger Säure. Der Verzicht auf Sulfite gibt ihm natürliche Direktheit. Lang, salinisch, mit echtem Rückgrat.

Savigny-Les-Beaune blanc "Les Saucours" Sans Sulfites Ajouté AOC 2020
Geduld lohnt sich: Die Nase öffnet sich langsam zu cremiger Birne, reifer Zitrone und einem Hauch Verbene. Am Gaumen saftig und präzise, mit seidiger Textur und salzig-kalkiger Tiefe, die den Mergelboden der Lage spürbar macht. Der Abgang klingt mineralisch und frisch aus – klar und von stiller Dichte.

Pouilly-Vinzelles Climat "Les Quarts" Zen AOC 2023
Mürbe Äpfel, Muskatblüte und heller Tabak – die Nase trägt unverkennbar die Handschrift naturnaher Kelterung. Am Gaumen griffig und würzig, mit reifer Säure, die lebendige Spannung erzeugt. Rotlehm und Kalkstein geben dem Wein seine mineralische Tiefe. Puristisch und konsequent.

Saint-Romain "La Combe Bazin" Sans Sulfite Ajouté AOC 2022
Aus einem kühlen Kalksteintal der Côte de Beaune, abseits jedes Glamours. Jurassische Böden prägen diesen Chardonnay mit mineralischer Spannung und frischer Säure. Ohne zugesetzten Schwefel, ohne oenologische Stützen – nur Terroir in seiner ehrlichsten Form.

Riesling "Fuchs" 2019
Quitten, Grapefruit und ein Hauch Lakritze – vielschichtig, aber nie überladen. Am Gaumen trägt geschliffene Säure eine klare Mineralität, Salzigkeit und seidigen Trinkfluss. Die Flor-Hefen hinterlassen ihre stille Handschrift. Ein Rheinhessen, das an die großen Naturweine des Anjou erinnert.

Mercurey "Les Montelons" blanc Sans Sulfites Ajouté AC 2021
Würzig, wild, unverwechselbar: Kurkuma, Kräuter und Nuss treffen auf kalkige Tiefe der Côte Chalonnaise. Am Gaumen straff und seidig, mit belebender Säure und ätherischer Länge. Ein ungeschweftelter Chardonnay, der Eleganz und aromatische Exotik in seltener Ruhe vereint.

Saint-Romain blanc Sous La Velle "ABSULO" AOC 2022
Gelbe Frucht, reife Zitrus und ein Hauch Patisserie – offen und saftig, doch nie schwer. Eine belebende Säurespannung trägt das gelbfleischige Spiel, unterlegt von cremigem Hefelager und vibrierender Mineralität. Der kalkhaltige Untergrund von Saint-Romain klingt lange nach.

Vignes Dieu Blanc, Coteaux Champenois 2022
Stille Intensität aus Kalk und Ton: Grapefruit, Limone und nussige Tiefe verweben sich mit Sauerteigkruste und orientalischer Würze. Am Gaumen griffig, salzig, von fast greifbarer Mineralität – die Frucht hält sich zurück, die Struktur spricht. Ein Wein, der nicht loslässt, gerade weil er sich nie aufdrängt.

Savigny-Les-Beaune blanc "Les Saucours" Sans Sulfites Ajouté AOC 2021
Austernschale, nasse Kreide, Meeresgischt – die Nase ist saliner Sog, kein Ornament. Am Gaumen dominiert kreidige Mineralität, kühl und linear, die Kräuter tragen sich lang in den Nachhall. Kein Holz, nur pure Herkunft.

Pernand 1er Cru "Île des Vergelesses" La vie est Belle ungeschwefelt, Sans Sulfites Ajoutes AOC 2020
Reife Birne, weißer Pfirsich und ein Hauch Brioche – die Nase ist einladend und vielschichtig. Am Gaumen verbinden sich cremige Fülle und lebendige Frische zu einer bemerkenswerten Spannung. Quitte, Mandel und Ingwer geben Tiefe; der lange, mineralische Abgang endet mit einer dezenten Salznote.

Meursault-Charmes Premier Cru, Sans Sulfite Ajouté AOC 2022
Kein Schwefelzusatz, kein Kompromiss: Rougeot vertraut dem Terroir der Lage Les Charmes vollständig. Jurakalkstein und tonreiche Böden formen einen Chardonnay von mineralischer Tiefe und innerer Spannung. Ungefiltert und ungeschminkt – Meursault in seiner ehrlichsten Form.
Magnum · 1,5 LBourgogne Côte d'Or "La Monatine" Sans Sulfite Ajouté AOC 2022
Kein Schwefelzusatz, nur Vertrauen in Kalkstein und Können. Die Magnum atmet langsamer, entwickelt sich tiefer – ein Chardonnay, der Zeit in Qualität verwandelt. Der Jahrgang 2022 brachte Reife und Konzentration; Rougeot formt daraus klare Herkunft.
Magnum · 1,5 LBourgogne Côte d'Or "Les Grandes Gouttes" Sans Sulfite Ajouté AOC 2021
Kalkstein und kühle Präzision: der Chardonnay der Côte d'Or in seiner reinsten Form. Ohne Schwefelzusatz, dafür mit vollem Vertrauen ins Terroir. Der schwierige Jahrgang 2021 schenkte dem Wein Frische und nervige Säurestruktur. Die Magnum lässt ihn reifen – langsam, harmonisch, ungestört.
Magnum · 1,5 LBourgogne Côte d'Or "Les Grandes Gouttes" Sans Sulfite Ajouté AOC 2022
Handwerk aus dem goldenen Herz Burgunds: kalksteinreiche Böden, kein zugesetzter Schwefel. Der warme Jahrgang 2022 brachte Reife und Gewicht – die Magnum bewahrt Frische und Struktur. Ein Chardonnay, der Terroir spricht, lebendig und präzise zugleich.
Doppelmagnum · 3 LBourgogne Côte d'Or "Les Grandes Gouttes" Sans Sulfite Ajouté AOC 2022
Ganz ohne Schwefelzusatz zeigt dieser Côte-d'Or-Chardonnay, was konsequente Kellersorgfalt leistet: Burgunds Kalkstein, die Wärme des Jahrgangs 2022 und natürliche Hefen formen ihn unverfälscht. Die Doppel-Magnum verspricht Tiefe und Reifezeit. Ein Wein, der Haltung zeigt.
Orange & Maischevergoren

Maischegärung ist der älteste Schwefelersatz: Wochen auf den Schalen geben dem Wein Tannin und Phenole, die ihn von innen stabilisieren. Deshalb kommen so viele ungeschwefelte Weine aus dieser Ecke – siehe auch unsere Orange Wines.

Miranius 2021
Platingelb mit kupfernen Reflexen, eine verlängerte Maischestandzeit formt seinen Charakter. Mirabelle, Quitte und Gesteinsmineralik in der Nase, darunter feine Würze. Am Gaumen seidig, dann pulsierend: Salzspiel, lebendige Säure, Struktur. Lang, mineralisch, präzise.

Materia Prima XXII 2022
Strahlendes Orange, das seine Natur offen trägt. Anis, Orangenzesten und getrocknete Blütenblätter entfalten sich in stetem, leisem Wandel – kühl und präzise. Am Gaumen seidene Gerbstoffe, filigrane Säure, ein langer, frischer Abgang. Leichtigkeit und Tiefe in einem.

Gemischter Satz mit ACHTUNG 2021
Tiefes Bronze, das bereits ahnen lässt, was folgt: Cidre, Propolis, wildes Heu und blonder Tabak. Am Gaumen greift eine keramisch-griffige Textur, straff und mit feinem Tannin. Der Abgang ist lang, die Salzigkeit animierend – ein Wein, der Eigensinn mit Präzision verbindet.

Cuvée Marguerite VdF 2024
Trübes Orange, aromatisch aufgeladen: Holunderblüte, Grapefruit und Bergamotte, die mit Luft in Quitte und weißen Tee gleiten. Feines Tannin und lebhafte Säure formen eine samtige, kräuterige Textur. Der Abgang ist salzig, saftig und überraschend lang.

Cuvée Alexandria Blanc VdF 2024
Holunderblüten, Muskat und ein Hauch Rose – die Nase ist betörend, fast meditativ. Am Gaumen saftig und schwebend leicht, mit feiner Frucht und dezenten Gerbstoffen aus 35 Tagen Maischestandzeit. Klar und präzise, von fragiler Delikatesse, mit langem Nachhall aus Rosen und reifem Pfirsich.

Rufo blanc VdF 2024
Bernstein im Glas, trüb und unverfroren. Wilde Kräuter, Zitrusschale, ein Hauch Mango – lebendig und ohne Eile. Am Gaumen leichtfüßig, mit feinem Grip und belebender Spannung. Ein Macabeu, der Appetit macht, nicht satt.

Brutal Orange VdF 2024
Pfirsich, Aprikose, Grapefruitschale – und darunter Jod und Meersalz. Die Maischegärung gibt Struktur, ohne zu beschweren; lebhafte Säure und salzige Mineralität halten den Gaumen in Spannung. Mit nur 10 Vol.% wirkt dieser ungefilterte Macabeu leise und elektrisierend zugleich.

Matassa Blanc VdF 2023
Leuchtendes Orange, das seine Natur nicht versteckt. Mandelblüte, eingelegte Kirschen und mediterrane Kräuter entfalten sich erst mit Geduld. Am Gaumen stoffig und druckvoll, dabei leichtfüßig – mit phenolischen Kanten und einer spitzen, lebendigen Säure. Ehrlich, wild, zum Nachdenken.

Bourgogne Côte d'Or "Les Grandes Gouttes" l'Orange Sans Sulfite Ajouté AOC 2022
Chardonnay, maischevergoren und schwefellos: eine ungewöhnliche, lebendige Interpretation der Côte d'Or. Hefig-würzige Struktur trifft auf kristalline Klarheit, ein dezentes Gerbstoffgerüst verleiht Griffigkeit. Minimale Intervention, maximale Ehrlichkeit – Burgund, neu gedacht.

"La Carbonnode" Zen VdF 2023
Bitterorange, Tabak und Bienenwabe – die Nase entfaltet sich in steter Bewegung. Am Gaumen überrascht eine fast tannische Textur, teeähnlich herb, mit klarer, würziger Frische. Der Abgang zieht kühl und lang – nachdenklich stimmend, trocken, von eigener Ruhe.

Pernand 1er Cru "Île des Vergelesses" La vie est Belle ungeschwefelt sans soufre ajoute 2018
Helles Orange, seidig-trüb: ein Wein, der nichts verbirgt. Hefezopf, Orangenmarmelade und gesalzene Butter in der Nase, kräuterig unterlegt von Salbei und Bitterorangen. Seidene Tannine führen den Gaumen mit Haltung. Der Abgang klingt lang und würzig nach.
Magnum · 1,5 LBrutal Orange VdF 2024
Aus alten Macabeu-Reben auf Schiefer und Gneis rund um Calce – karg, winddurchpfifffen, unnachgiebig. Der Schalenkontakt gibt Farbe und Tiefe, die Tramontane bewahrt die Frische. Mit nur 10 % Alkohol wirkt er durch Zurückhaltung. Ein Wein zum langsamen Entfalten – am besten zu zweit.
Rotwein & Rosé ohne Schwefelzusatz

Rot hat es am leichtesten: Tannin wirkt selbst als Antioxidans. Häufig kommt die Kohlensäuremaischung dazu, bei der die ganze Traube unter CO₂ vergärt – Sauerstoff kommt gar nicht erst an den Most.

Terre Nature "Sans Soufre Ajouté" AOC 2021
Sauerkirsche, Heidelbeere und mediterrane Kräuter – dicht und dabei nie schwer. Seidiges Tannin gibt Halt, die Frucht bleibt frisch und präzise. Ein langer, klarer Abgang, der aus nordseitigen Höhenlagen zwischen Rasteau und Cairanne spricht.

Terre Nature Sans Soufre Ajouté AOC 2023
Grenache und Syrah, die klassische Seele der südlichen Rhône – ungekünstelt und lebendig. Kein zugesetzter Schwefel, dafür direkte, frische Frucht und mineralische Spannung aus kalkhaltigen Böden. Mistral und Sonne formen, was im Keller unberührt bleibt: ein ehrlicher Wein, der Frische über Gewicht stellt.

K-barré Rosé VdF 2023
Rubinrot, zu dunkel für einen Rosé, zu hell für einen Roten – genau da will er stehen. Kirschen, Beeren und ein Hauch Granatapfel drängen sich lebhaft vor, unterlegt von Mineralität und feiner Hefe. Am Gaumen saftig, offen, ohne Verkrampfung. Ein Wein, der nicht philosophiert werden will – er will getrunken werden.

In Quietud By Nature 2023
Toro, neu gedacht: Tinta de Toro aus kargem Kies und Sand, vinifiziert mit minimalen Eingriffen und ohne schweres Holz. Lebendige Frucht statt Muskelspiel – dieser Wein setzt auf Leichtigkeit, wo die Region oft auf Kraft setzt. Frisch, direkt, zugänglich.

K-or AOC Sans Sulfite Ajouté 2021
Veilchen, Brombeere und Teer – kühl und präzise. Am Gaumen straffe Frucht, mundwässernde Säure und ein leichter Salzschmelz, getragen von griffigem Tannin. Kein zugesetzter Schwefel, dafür echte Offenheit. Lang, mineralisch, lebendig.

Out of the dark Blaufränkisch 2023
Helles Rubinrot, dezent rauchig, dann rote Johannisbeere, Berberitze und Sauerkirsche. Am Gaumen fließt er kühl und saftig – leichtes Gerbstoffgerüst, lebendiger Kern, unkomplizierter Trinkfluss. Kalk und Glimmerschiefer des Leithagebirges geben ihm steinige Spannung. Ein Rotwein, der Leichtigkeit als Tugend begreift.

K-lys AOC Sans Sulfite Ajouté 2022
Cahors in seiner ureigenen Form: Kalkstein, Ton und ein Malbec, der auf Lebendigkeit statt Kraft setzt. Ohne Schwefelzusatz vinifiziert, zeigt er dunkle Beerenfrucht, florale Noten und eine klare Tanninstruktur. Leicht, präzise und unverfälscht – handwerkliche Integrität in jedem Schluck.

Natural Zweigelt 2021
Holunderbeere, Veilchen und ein waldartig-balsamischer Hauch – die Nase zeigt Tiefe ohne Schwere. Am Gaumen seidig und rassig, die Säure trägt ihn mit kühler Präzision. Frisch, ungeschminkt, animierend – ein Wein, der tanzt.

Olla Rouge VdF 2024
Leichtigkeit als Prinzip, nicht als Kompromiss. Mit nur 10 % Alkohol und drei tief verwurzelten Roussillon-Sorten entsteht hier ein Wein, der trinkt statt analysiert werden will. Stille innere Spannung, minimaler Eingriff – das Terroir aus Schiefer und Gneis spricht für sich.

Quinta Quietud Reserva 2020
Schwarzkirschrot, dicht und kompromisslos. Dunkle Frucht, Würze und Graphit formen ein eng verzahntes Gerüst – saftig, strukturiert, mit kalkiger Mineralität. Das Tannin gleitet weich, ehe die Säure übernimmt: präzise, belebend, lang.

Tommy Ferriol VdF 2024
Rote Beeren, Rosen und Muskat – unterlegt von Schieferstaub und wilden Kräutern. Am Gaumen saftig und beschwingt, mit agiler Säure und feinkörnigem Tannin. Federleicht und doch präzise: ein tonischer Rotwein, der seine Energie aus kargen Böden und kühler Mineralität schöpft.

K-2 AOC Sans Sulfite Ajouté 2020
Kühl, herb, lebendig – rote Beeren, Sauerkirsche, Erde und ein Hauch Teer schichten sich in der Nase. Am Gaumen trägt lebendige Säure die dunkle Frucht, eingehüllt in Gesteinsstaub und Mineralik. Die pudrigen Tannine klingen salzig nach – frisch und klar bis zuletzt.

Coteaux de Champlitte rouge Sans Sulfites Ajouté AC 2020
Dunkles Kirschrot, Hagebutte, rote Erde – die Nase zeigt Tiefe ohne Eile. Am Gaumen tritt die Frucht zurück und überlässt dem Wein seine eigentliche Stärke: samtige Tannine, ein eisenjodig-mineralischer Zug. Der Abgang bleibt lang und würzig – präzise wie ein roter Faden.

Pinot Noir VdF 2021
Walderdbeeren und Himbeeren, unterlegt von kühlem Unterholz und einem Hauch feuchter Erde. Am Gaumen saftig und frisch, das Tannin erst seidig, dann angenehm griffig – Charakter statt Makel. Ungefiltert, ungeschwefelt, konsequent. Ein Burgunder, der Durst macht.

Cuvée Romanissa VdF rouge 2024
Saftige Brombeere, Schlehe und Garrigue-Kräuter – Rosmarin, Thymian – steigen aus dem Glas, ungezähmt und frisch. Am Gaumen leichtfüßig, mit lebendiger Säure und samtigen Tanninen, gerade einmal 11 % Alkohol. Ein Roter, der keine Schwere kennt, nur pures Trinken. Kräuter und rote Beeren klingen leise nach.

Cuvée Romanissa VdF 2023
Helles Rubinrot, ungefiltert und lebendig. Wilde Beerenfrucht trifft auf Ziegenstall, getrocknetes Gras und die ätherische Frische der Macchia – ein forderndes Aromenspiel. Am Gaumen: federleicht, straff, mit vibrierender Säure und würzigen Kräuterakzenten. Karg wie die Schieferhügel von Calce.

Cuvée Romanissa VdF 2022
Zimtkirschen, Preiselbeeren und zarte Kräuter – die Nase ist betörend süß, fast unschuldig. Am Gaumen seidig und saftig, mit einem flüsternden Tannin, das sich sanft um den Gaumen legt. Blutorange und Kräuterwürze tragen den Abgang. Ein Wein, der nicht laut sein muss, um zu überzeugen.

Planals Rouge VdF 2023
Hagebutte, Sauerkirsche, Garrigue – wild und ungezähmt wie die Macchia selbst. Am Gaumen federleicht, doch mit kerniger Substanz und organisch eingebundener Säure. Der Nachhall ist herb, trocken, kräuterwürzig – maskulin und lang. Kein Wein für Konsens, sondern für Neugier.

Bourgogne Passetoutgrain "Les Vercherres" Sans Sulfite Ajouté AOC 2022
Lebendige Leichtigkeit aus einer der bescheidensten Appellationen Burgunds – ehrlich und ohne Schwefelzusatz ausgebaut. Pinot Noir gibt Struktur und Tiefe, Gamay bringt Saftigkeit und Spielfreude. Ein ungekünstelter Burgunder, der handwerkliches Vertrauen in die Traube atmet.

El Carner VdF rouge 2024
Leichtfüßig und ungeschminkt: ein lebendiges Pink-Grapefruit-Rosa, offen wie das Roussillon selbst. Sauerkirsche, rote Beeren und zarte Blüten – verspielt, unmittelbar einladend. Am Gaumen federleicht, mit knackiger Säure und seidigem Gerbstoff. Er hinterlässt kein Gewicht, nur ein angenehmes Kribbeln.

Matassa Rouge VdF 2024
Sauerkirsche, Cassis und ein Hauch Wacholder – wild und ursprünglich, doch von unwahrscheinlichem Charme. Am Gaumen federt er leicht, erdige Mineralität trägt die Frucht. Kein Gramm Überfluss: nur Präzision, Frische und ein langer, würziger Nachhall.

Tattouine VdF rouge 2024
Zerstoßene Himbeeren, Sauerkirsche und eine ganze Kräuterwiese – unbeschwert und dabei vielschichtig. Am Gaumen leichtfüßig, mit belebender Säure, reifen Tanninen und ausgeprägter Salzigkeit. Matassas raues Roussillon-Terroir spricht hier klar und direkt – ein Wein mit Haltung.

Le Bois des Ormes 2023
Feingliedrig, klar, ungeschminkt – ein Pinot Noir, der auf Frische und vibrierende Lebendigkeit setzt statt auf Gewicht. Tiefverwurzelte Reben im jurassischen Kalkstein-Mergel von Zellenberg prägen seine kühle Energie. Straffe Säure, laserartige Klarheit – Stille als Stärke.

Matassa Rouge VdF 2023
Feuchter Waldboden, Moos und ein Hauch kalten Rauchs – die Nase verlangt Geduld und gibt sie reich zurück. Am Gaumen erwachen Preiselbeeren und Hagebutten, getragen von lebendiger Säure und schlankem Körper. Im Nachhall: Salbei, Wacholder, seidiges Tannin.

Tattouine Rouge VdF 2023
Transparentes Kirschrot, fast durchsichtig – kein Gramm Schwere. Rote Waldbeeren, Garrigue und ein herber Hauch Amaro in der Nase, pur und ungeschminkt. Am Gaumen tänzerisch leicht, doch mit salziger Mineralität und feinkörnigem Tannin. Roussillon, wie er atmet.

Bourgogne Côte d'Or "Les Vaux" Sans Sulfite Ajouté AOC 2022
Aus dem Kalksteinherz der Côte d'Or, vinifiziert ohne zugesetzten Schwefel – ein Pinot Noir, der ungefiltert sein Terroir sprechen darf. Der warme Jahrgang 2022 brachte konzentrierte, reife Trauben mit natürlicher Tiefe. Lebendigkeit und Unmittelbarkeit statt Kalkül.

Closerie Saint Roc 2019
Dunkles Granatrot, bezaubernd mit Süßkirsche, Heidelbeere und einem Hauch Mokka. Am Gaumen trägt pudriches Tannin saftige Frucht, durchzogen von einem kühl-mineralischen Strang. Eleganz statt Extraktion – Opulenz und Frische in stiller Balance.

French Disko VdF rouge 2024
Sauerkirsche und rote Beeren, Rosenblätter, Garrigue-Würze – die Nase ist ausgelassen und doch präzise. Am Gaumen federleicht, saftig, von floraler Frische durchzogen. Tom Lubbe vinifiziert diesen Cinsault ohne Filtration und ohne Kompromisse – ungefiltert, ehrlich, unwiderstehlich lebendig.

French Disko rouge VdF 2023
Dunkel, wild und eigenwillig: Kardamom, schwarze Frucht, warmes Leder. Am Gaumen kühl und meditativ, mit Grip, Salzmandeln und Garrigue. Die Bitterstoffe wirken still im Hintergrund – strukturgebend, nie aufdringlich. Ein langer, leicht rosiniger Abgang, der nachhallt.

Les Furieuses Coteaux Champenois Rouge AOC
Leuchtendes Rubinrot, klar und durchscheinend. Saftige Kirsche, rote Johannisbeere und ein Hauch Granatapfel – konturiert, nie überladen. Feines Rappen-Tannin gibt Struktur, die lebendige Säure Spannung. Der Abgang klingt frisch und mineralisch aus – animierend, sauber, mit stiller Trinkfreude.

Chamery Rouge, Coteaux Champenois 2022
Kirschrot, transparent und lebendig. Die Nase öffnet sich mit Süßkirsche, Zwetschge und Himbeere, unterlegt von einem Hauch Hefe und einer zarten laktischen Note. Am Gaumen saftig und direkt – feinkörnige Textur, dezente Tanninstruktur, ein mineralischer Nachhall aus Chamerys Kalkböden.

Closerie Saint Roc 2016
Reife Brombeeren, dunkle Kirschen und ein Hauch Veilchen – klassisch bordelaisisch, doch mit naturnahem Charakter. Seidiger Einstieg, mittelschwerer Körper, festes Tannin. Der Abgang hallt würzig nach, getragen von einer feinen mineralischen Präsenz des Kalkgesteins.

Savigny-Les-Beaune "Aux Fourneaux" rouge Sans Sulfites Ajouté AOC 2021
Frische, mineralische Spannung und klare Frucht – geprägt vom kühlen Jahrgang 2021 und der nördlichen Exposition der Lage „Aux Fourneaux". Chandon de Briailles arbeitet biodynamisch und verzichtet auf Schwefelzusätze, um das Terroir unverfälscht sprechen zu lassen. Eleganz über Opulenz – ein Pinot Noir für Geduldige.

Savigny-Les-Beaune 1er Cru "Les Lavières" rouge, Sans Sulfites Ajouté AOC 2020
Kalkstein und mineralische Tiefe prägen diese Premier-Cru-Lage am nördlichen Hang Savignys. Chandon de Briailles vertraut auf minimale Intervention – kein zugesetzter Schwefel, nur die Kraft makelloser Trauben. Der Jahrgang 2020 bringt Fülle, die Präzision im Keller bewahrt die Frische.

La Mula de la Quietud 2020
Dunkle Kirsche, Brombeere und Holunder, durchzogen von Eukalyptus und schwarzem Pfeffer. Am Gaumen seidig und dicht, doch erstaunlich feingliedrig – die Kraft ruht in sich. Der lange Nachhall schwingt mit Umami und schwebender Frische weit nach.

Savigny-Les-Beaune 1er Cru "Les Lavières" rouge Sans Sulfites Ajouté AOC 2021
Kalkhaltiger Ton mit eisenreichen Einschlüssen gibt diesem Premier Cru seine mineralische Prägung. Ein kühles Jahr, sorgfältig selektiert – das Ergebnis ist Frische und Präzision statt Fülle. Ohne zugesetzte Sulfite, mit nur 12,5 % Vol.: Vertrauen in den Boden, destilliert in die Flasche.

Pernand-Vergelesses 1er Cru "Île des Vergelesses" ungeschwefelt, Sans Sulfites Ajoutés 2021
Rote Waldbeeren, Veilchen und feuchte Erde – die Nase ist von bestechender Reinheit. Am Gaumen schwebend leicht, mit seidigen Tanninen und einer mineralisch-salzigen Spannung. Der lange Abgang klingt mit feiner Würze nach, nie aufdringlich. Stille Präzision aus einer der besten Lagen Pernand-Vergelesses.

Côte Rôtie "Les Binardes" AOC 2023
Dunkle Beerenfrucht – Brombeere, Cassis, Veilchen – trifft auf eine kühle, ätherische Würze und feines Süßholz. Am Gaumen vibriert eine salzige Ader durch die saftige, holzfreie Textur. Granit und Quarz der Côte Blonde sprechen klar: ein Wein aus dem Hang, nicht aus dem Keller.

Volnay-Santenots Premier Cru Sans Sulfite Ajouté AOC 2021
Seidig, präzise, von meditativer Eleganz – wie es nur die großen Lagen der Côte de Beaune vermögen. Tonreicher Kalksteinboden der Santenots gibt Struktur und fleischige Tiefe. Der kühle Jahrgang 2021 schenkt Finesse. Kein Schwefelzusatz – ein Bekenntnis zur Reinheit.

Volnay-Santenots Premier Cru, Sans Sulfite Ajouté AOC 2018
Unterholz, Lorbeer-Kirsche und roter Pfeffer, durchzogen von einem Anflug Rauch. Feinkörnige Tannine und ein glockenklarer Säurenerv treiben den Wein mit Energie und Eleganz. Der Abgang hallt lang nach – leuchtend klare Kirsche als letztes Wort. Ein Wein, der Zeit braucht und sie zurückgibt.

Corton-Bressandes Grand Cru rouge Sans Sulfites Ajouté AOC 2021
Stille Überzeugungskraft aus dem Corton-Massiv: kalksteinreiche, eisenhaltige Böden verleihen diesem Pinot Noir Struktur und mineralische Spannung. Kein zugesetzter Sulfit, kein Eingriff – nur tiefes Vertrauen ins Terroir. Schlank, frisch, präzise: ein Burgund, das durch Zurückhaltung wirkt.
Magnum · 1,5 LEl Carner Rouge VdF 2023
Reife Kirsche, roter Pfirsich und ein leicht herbaler Atem – direkt und unverblümt. Am Gaumen griffig, fast prickelnd lebendig, mit animierender Säure und leichtfüßigen 10,5 %. Ungeschwefelt, unfiltriert, aus Keramikeiern: ein Wein in seiner ehrlichsten Form.
Magnum · 1,5 LBourgogne Passetoutgrain "Les Vercherres" Sans Sulfite Ajouté AOC 2022
Burgundische Bescheidenheit, in Flaschenform: lebhaft, fließend, ohne Allüren. Pinot Noir gibt Struktur, Gamay bringt saftige Leichtigkeit – eine klassische Assemblage, ehrlich vinifiziert, ganz ohne Schwefelzusatz. Der warme Jahrgang 2022 schenkt Fülle, ohne die Frische zu opfern.
Magnum · 1,5 LMatassa Rouge VdF 2024
Wild und urtümlich, doch von mitreißendem Charme: Sauerkirsche, Cassis und würzige Olive, getragen von kühler Schiefer-Mineralität. Am Gaumen schwebend, fast tänzerisch – schlanke 11 % und ein enormer Zug. Carignan, der Wucht gegen Spannung tauscht.
Magnum · 1,5 LBourgogne Côte d'Or "Les Lameroses" Sans Sulfite Ajouté AOC 2022
Kalkstein, Wärme und stille Handwerkskunst – so spricht dieser Pinot Noir aus dem Herzen der Côte d'Or. Ohne Schwefelzusatz ausgebaut, vertraut Rougeot Père & Fils ganz dem Jahrgang 2022 und dem Boden. Die Magnumflasche gibt diesem Wein den Raum, den er verdient.
Magnum · 1,5 LFrench Disko VdF rouge 2024
Sauerkirsche, Rosenblätter und mediterrane Kräuter – tänzerisch, verspielt, unverblümt. Am Gaumen federleicht, mit spritziger Frucht, die beflügelt statt zu beschweren. Ein Cinsault aus dem wilden Roussillon, der sich leichtfüßig verabschiedet – und mit einem Lächeln.
Magnum · 1,5 LFrench Disko rouge VdF 2023
Leichtfüßig, lebendig, unbeschwert – und dennoch von echtem Ausdruck. Cinsault aus rauem Roussillon-Schiefer, spontan vergoren, mit minimalem Eingriff. Nur 10 % Alkohol, doch kein bisschen weniger. Ein Wein zum Teilen.
Magnum · 1,5 LLa Mula de la Quietud 2018
Archaische Kraft, gebändigt durch sublime Stille. Uralte, ungepfropfte Buschreben auf phylloxera-freien Sandböden von Toro geben diesem Tempranillo seine stolze Konzentration. Feinkörnige Tannine, majestätische Dichte – ein Wein, der durch Präsenz wirkt, nie durch Lautstärke.
Magnum · 1,5 LVolnay-Santenots Premier Cru, Sans Sulfite Ajouté AOC 2021
Tonreiche Tiefe und kalksteingetragene Eleganz – Les Santenots trägt beide Seelen: Meursaults Substanz, Volnays Anmut. Rougeot verzichtet bewusst auf Schwefel und vertraut Frucht und Terroir. Der kühle Jahrgang 2021 schenkt Frische und Präzision. In Magnum reift er langsam, in seiner eigenen Zeit.
Häufige Fragen
Was bedeutet „ungeschwefelt“ bei Wein?
Dass dem Wein zu keinem Zeitpunkt Schwefeldioxid zugesetzt wurde – weder bei der Gärung noch im Ausbau noch bei der Abfüllung. Nicht gemeint ist die verbreitete Machart, bei der erst kurz vor dem Füllen eine kleine Menge dazukommt.
Warum steht auf ungeschwefeltem Wein „enthält Sulfite“?
Weil bei jeder alkoholischen Gärung von Natur aus Sulfite entstehen. Überschreitet ein Wein 10 Milligramm je Liter Gesamtschwefel, muss der Hinweis aufs Etikett – auch wenn der Winzer nichts zugesetzt hat.
Ist ungeschwefelter Wein dasselbe wie Naturwein?
Nein. Naturwein beschreibt eine Machart mit spontaner Gärung und minimalem Eingriff, die eine kleine Schwefelgabe ausdrücklich zulässt. Ungeschwefelt ist das engere, härtere Kriterium: gar keine Zugabe. Jeder ungeschwefelte Wein ist ein Naturwein, umgekehrt gilt das nicht.
Gibt es ungeschwefelten Schaumwein?
Ja, und er ist die Königsdisziplin: Zweite Gärung und Degorgieren belasten den Wein, weshalb hier fast immer geschwefelt wird. Wer darauf verzichtet, arbeitet stattdessen mit sehr langem Hefelager. Pét-Nats nach Méthode ancestrale, Brut Natures ohne Dosage und einzelne Champagner schaffen es.
Wie lagert man ungeschwefelte Weine?
Kühl, dunkel und ruhig, idealerweise bei 8 bis 14 Grad. Ohne den Schutz durch Schwefel reagieren sie empfindlicher auf Wärme und starke Temperaturwechsel; im Sommer lohnt sich die Lieferung an einen kühlen Ort.
Wie lange halten ungeschwefelte Weine?
Deutlich länger als ihr Ruf. Was auf vollem Hefelager, unfiltriert und reduktiv ausgebaut wurde, kann viele Jahre reifen – Kai Schätzels Riesling lag 35 Monate unter Flor, bevor er gefüllt wurde. Leichte, fruchtige Füllungen trinkt man dagegen besser jung.
Woran erkennt man ungeschwefelten Wein auf dem Etikett?
An Formulierungen wie „sans soufre ajouté“, „sans sulfites ajoutés“, „senza solfiti aggiunti“, „no added sulfites“ oder schlicht „ungeschwefelt“. Ohne solche Angabe hilft nur der Blick in die Erzeugerinformation – genau die haben wir für diese Auswahl durchgesehen.
In welchem Alkohol sind keine Sulfite?
Hefen erzeugen bei jeder Gärung von Natur aus kleine Mengen Sulfite – völlig sulfitfrei ist deshalb kein Wein, auch kein ungeschwefelter. Der Unterschied liegt im Verzicht auf jede Zugabe: Unsere ungeschwefelten Weine kommen allein mit dem aus, was die Gärung selbst mitbringt.
