Corton-Bressandes Grand Cru rouge Sans Sulfites Ajouté AOC 2021
Ein biodynamischer Pinot Noir aus dem Burgund, der mit seidigen Tanninen, floralen Noten und mineralischer Tiefe den neo-klassischen Hausstil ohne Schwefelzusatz zeigt.
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Leuchtendes Rubinrot mit granatroten Reflexen, typisch für einen eleganten Burgunder-Pinot Noir.
Aroma
Florale Noten von Veilchen und Rosen, dazu reife rote Beeren wie Kirsche und Himbeere, unterlegt von einer feinen mineralischen Würze.
Geschmack
Seidige Tannine und präzise Frucht mit mineralischer Tiefe, trocken und zurückhaltend im Holz, mit einem langen, eleganten Abgang.
Charakter
Neo-klassischer Burgunder-Stil mit Lagerpotenzial für Jahrzehnte, komplex und strukturiert, ohne Dominanz von Holz oder Schwefel.
Dazu
Passt zu gebratener Entenbrust, Rinderfilet in Rotweinjus oder Pilzgerichten wie Steinpilzrisotto.
Besonderheiten
Als einziger Betrieb in Burgund wird das Weingut komplett mit Pferden bearbeitet; der Wein stammt aus Demeter-zertifizierten, biodynamischen Parzellen am Corton und wird ohne Schwefelzusatz, Schönung und Filtration vinifiziert.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Grand Cru von ungewöhnlicher Kühle und Transparenz. Der 2021er zeigt die klassische Handschrift des Hauses: seidige Tannine, florale Noten, mineralische Tiefe – ganz ohne Holzdominanz. François de Nicolay nennt diesen Stil „neo-klassisch“: zurückhaltend im Fass, klar in der Frucht, gebaut für Jahrzehnte. Die schwefelfreie Abfüllung verstärkt den Eindruck von Unmittelbarkeit und purer Herkunftstreue.
Terroir & Herkunft
Die Lage Bressandes zählt zu den legendären Klimata am Corton, dem großen Pinot-Noir-Hügel der Côte de Beaune. Hier besitzt die Domaine Parzellen, bearbeitet von vier Pferden – Diva, Epi, Farandole und Gipsy. Chandon de Briailles ist das einzige Weingut Burgunds, das knapp 14 Hektar vollständig mit Pferden pflügt. Seit 1834 in Familienhand, seit 2011 Demeter-zertifiziert, steht der Betrieb für eine biodynamische Radikalität, die in der Region ihresgleichen sucht.
Rebsorte & Vinifikation
Pinot Noir in seiner burgundischen Urform. Claude de Nicolay, Kellermeisterin seit 1988, arbeitet ohne Schönung und Filtration; seit 2011 ist Ganztraubenvergärung Standard. Diese Cuvée kommt komplett ohne Schwefelzusatz aus – dokumentierte Hauspraxis für ausgewählte Abfüllungen. Der Ausbau erfolgt mit maximal 15 bis 20 Prozent neuem Holz über 14 bis 20 Monate im Fass, gereift in einem Zisterzienser-Keller aus dem 12. Jahrhundert.
Speiseempfehlungen
Die feine Struktur und moderate 12,5 Prozent Alkohol prädestinieren diesen Wein für Rebhuhn mit Trüffeljus, Entenbrust rosa gebraten oder junger Comté. Auch zu gebeiztem Lachs mit Rote Bete zeigt er seine vielschichtige Seite. Wer ihn heute öffnet, schenkt weit um – wer ihn liegen lässt, wird mit wachsender Komplexität belohnt.