Zum Inhalt springen

Huré Frères

François und Pierre Huré – Champagne Huré Frères

Invitation, Insouciance, Inattendue, Instantanée, Inspiration – die Cuvée-Namen bei Champagne Huré Frères verraten eine Vorliebe fürs I. Was sie nicht verraten: In den Kellern von Ludes schlummert eine Solera, die seit 1982 ununterbrochen gefüllt wird. Über 40 Jahrgänge fließen hier ineinander, gehütet von drei Generationen. François und Pierre, die beiden Brüder, haben das Familienweingut in der Montagne de Reims zu einem der spannendsten Adressen für Terroir-Champagner gemacht – ohne je die Bodenhaftung zu verlieren.




Mehr über Huré Frères

Die I-Dynastie

Was 1960 begann, als Georges Huré den hartnäckigen Träumen seiner Frau Jeanne nachgab und ein Weingut kaufte, ist heute ein Familienbetrieb der dritten Generation. 1971 übernahmen die drei Söhne – darunter Raoul – und gaben dem Haus seinen Namen: Huré Frères. Seit 2008 führt François, Raouls Sohn, die Geschicke. Er studierte in Dijon, arbeitete bei Jean-Pierre Fleury – dem Biodynamik-Pionier der Champagne – und sammelte Erfahrung in Australien und Neuseeland. 2012 holte er seinen Bruder Pierre ins Boot: Seitdem kümmert sich Pierre um die 10 Hektar Premier-Cru-Weinberge in Ludes und Villedommange, während François im Keller die Fäden zieht.

Champagnerkeller bei Huré Frères mit Rüttelpulten

40 Jahre in einem Glas

Die Cuvée Mémoire ist das flüssige Gedächtnis des Hauses. Seit 1982 wird die Solera Jahr für Jahr mit dem besten Wein ergänzt – nie geleert, immer erweitert. Das Ergebnis ist ein Champagner, der über 30 Jahrgänge in sich vereint: Brioche, getrocknete Früchte, eine fast sherryartige Tiefe, dabei immer lebendig. Es ist die Art von Komplexität, die man nicht planen kann – sie entsteht nur durch Geduld. Ein ähnliches Prinzip verfolgt Bonnet-Ponson mit seiner Cuvée Perpétuelle.

Vier Elemente, drei Rebsorten

Während die meisten Champagnerhäuser auf Assemblage setzen, geht die 4 Éléments-Serie den umgekehrten Weg: Jede Rebsorte wird von einer einzigen Parzelle geerntet und separat ausgebaut. Der 4 éléments Chardonnay stammt von Les Blanches Voies, der Pinot Noir von La Perthe, der Pinot Meunier von La Grosse Pierre. Drei Flaschen, drei Rebsorten, drei Terroirs – wer sie nebeneinander probiert, versteht plötzlich, was der Blend normalerweise verschleiert: Chardonnay bringt Kreide und Zitrus, Pinot Noir die Struktur, Meunier die saftige Frucht.

François und Pierre Huré in ihren Weinbergen in der Montagne de Reims

Von Ludes in die Welt

Die Weinberge verteilen sich auf verschiedene Terroirs: Ludes im Osten der Montagne de Reims mit seinen kalkig-tonigen Böden liefert elegante, lagerfähige Weine. Villedommange auf der Westseite bringt Fülle und Balance. Im Ardre-Tal – Brouillet, Serzy, Prin – sorgt das kühlere Klima für Frische. Die Invitation, der Einstiegschampagner, vereint all diese Lagen in einem Blend aus 40% Pinot Noir, 40% Pinot Meunier und 20% Chardonnay – drei Jahre auf der Hefe, ohne Dosage-Süße. So schmeckt Champagne, wenn sie von Menschen gemacht wird, die ihre Weinberge selbst bewirtschaften.

de_DEDE