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de Bichery

Raphaël und Hannah Piconnet, Domaine de Bichery

Als Raphaël Piconnet und seine Frau Hannah 2015 den Familienbetrieb in Neuville-sur-Seine übernahmen, stellten sie sofort auf biologischen Anbau um. Vorbild: Vouette & Sorbée, wo auch Drappier beheimatet. Heute gehört Domaine de Bichery zu den gesuchtesten Adressen der Region.

Acht Hektar Pinot Noir, Chardonnay und Meunier werden mit wilden Hefen vergoren, im Fass ausgebaut, ohne Dosage und mit minimalem Schwefel gefüllt. Nur 5.000–15.000 Flaschen pro Jahr.




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Von Bichery nach Bichery

Domaine de Bichery Champagne

Domaine de Bichery Champagne

Raphaël Piconnet wuchs auf dem Lieu-dit Bichery in Neuville-sur-Seine auf. Sein Großvater Charles bewirtschaftete jahrzehntelang die Weinberge an den Hängen oberhalb der mäandernden Seine. Nach Lehrjahren in verschiedenen französischen Weinregionen – mit einem Zwischenstopp in der Schweiz – kehrte Raphaël 2013 zurück. Er hatte in Burgund, dem Elsass und im Jura gearbeitet und brachte diese vielfältigen Erfahrungen mit. Bei der Ernte 2012 traf er Hannah aus Ostfriesland. Was als Erntehilfe begann, wurde zur Lebensgemeinschaft: 2015 vinifizierten sie ihren ersten Champagner.

Eine Parzelle, ein Wein

Das Prinzip ist radikal einfach: Jede der 8 Hektar in Neuville-sur-Seine und Gyé-sur-Seine erzählt ihre eigene Geschichte. Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier wachsen auf den kalkreichen Böden der Côte des Bar – jener südlichen Champagne-Region, die lange im Schatten der Montagne de Reims stand. Seit Februar 2019 trägt das Weingut die Ecocert-Zertifizierung. Spontanvergärung, Ausbau im gebrauchten Holzfass, weder Schönung noch Filtration – Raphaël und Hannah lassen den Weinen Zeit.

Die Côte des Bar Renaissance

Mit maximal 12.500 Flaschen jährlich gehört de Bichery zu den kleinsten Erzeugern der Region. Doch was hier entsteht, hat Strahlkraft weit über die Champagne hinaus. In der Côte des Bar arbeiten auch Olivier Horiot und andere Pioniere an einem neuen Champagne-Verständnis: Weine, die nicht Stil, sondern Herkunft transportieren. Der Les Terres Mêlées verwebt buchstäblich die verschiedenen Böden zu einem Cuvée, das den Namen trägt: Gemischte Erden.

Brut Nature als Bekenntnis

Alle Champagner von de Bichery werden als Brut Nature gefüllt – ohne Dosage, ohne Korrekturen. Was bleibt, ist pure Traube, pures Terroir. Die La Source entspringt dem Quellweinberg oberhalb des Dorfes, der Les Fontaines Rosé zeigt Pinot Meunier in seiner feinsten Ausprägung. Jede Flasche reift mindestens 24 Monate auf der Hefe. Hannah und Raphaël haben bewiesen: Auch von Ostfriesland aus lässt sich die Champagne neu denken.

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