Abfüller: Clos Troteligotte, Le Cap Blanc, 46090 Villesèque / France
Im Glas
Farbe
Tiefes Purpurrot.
Aroma
Cassis und Brombeeren, Gojibeeren und Sauerkirsche, dazu Blutorangenabrieb, Preiselbeeren, Wacholder, Anis, Pfeffer, Veilchen und schwarze Oliven.
Geschmack
Straffe, perfekt geschliffene Tannine und eine feine Salzigkeit, geprägt von einer subtilen, eisenartigen Mineralität; muskulös und schlank mit viel Energie.
Charakter
Eine kühle Schönheit mit Tiefgang, die zurückhaltend beginnt und mit Luft in der Karaffe zunehmend an Komplexität gewinnt.
Dazu
Lammkarree mit Kräuterkruste, Entenbrust mit Cassisjus, gereifter Hartkäse.
Besonderheiten
Schwefelfreie Vinifikation mit spontaner Gärung und 24-monatiger Reifung in 20- und 30-Hektoliter-Eichenfässern; ungeklärt und unfiltriert abgefüllt.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Tiefes, dichtes Purpurrot – dunkel und konzentriert im Glas.
Nase
Kühle Eleganz und Zurückhaltung, darunter spürbare Tiefe. Cassis und Brombeeren treffen auf Sauerkirsche, Preiselbeeren und einen Hauch Blutorangenabrieb. Dazu würzige Noten von Wacholder, Anis, Pfeffer, florale Anklänge an Veilchen und eine dunkle Spur schwarzer Oliven.
Gaumen
Straff, muskulös und schlank zugleich. Die perfekt geschliffenen Tannine tragen eine subtile, eisenartige Mineralität – fast blutig, fast rostig, unverwechselbar. Eine feine Salzigkeit zieht sich durch den Gaumen. Der Wein bleibt vorerst verschlossen, öffnet sich aber mit Luft in der Karaffe Schicht für Schicht. Eine kühle Schönheit mit viel Energie.
Abgang
Lang, präzise und geprägt von tiefer Mineralik – die salzige, eisenhaltige Spur bleibt.
Terroir & Herkunft
Die Trauben stammen aus Mikroparzellen auf 350 Metern Höhe im Clos Troteligotte – einem Weingut, das wie eine Insel inmitten von Eichenwäldern und Wildwiesen liegt. Der siderolithische Lehm-Kalkboden aus der Tertiärzeit ist reich an Eisen und prägt die ungewöhnliche Mineralität dieses Cahors. Geologisch verwandt mit dem Kimmeridge-Kalk, der auch Chablis prägt.
Rebsorte & Vinifikation
100 % Malbec – hier Côt genannt – aus Handlese, entrappt und spontan vergoren. Sanfte Extraktion, lange Mazeration, dann 24 Monate Reifung auf der Feinhefe in Eichenfässern von 20 und 30 Hektolitern. Keine Klärung, keine Filtration, kein Schwefelzusatz – der Name „Sans Sulfite Ajouté“ ist wörtlich zu nehmen.
Speiseempfehlungen
Die straffe Struktur und eisenhaltige Tiefe suchen nach Substanz: Lammkeule mit Kräuterkruste, Entenbrust mit Pfefferrand, Rindertatar oder gegrillte Aubergine mit schwarzen Oliven. Auch zu Wildgerichten oder hartem Bergkäse eine ernsthafte Option.
Besonderheiten
Emmanuel Rybinski arbeitet seit 2017 nach Demeter-Richtlinien – biodynamisch, mit Hornmist, Komposttees und Spontangärung. Der K-lys ist Teil seines eigenen Alphabets: K-nom, K-or, K-lys – jeder Buchstabe eine Cuvée, jede mit eigenem Charakter. Dieser hier zeigt die florale, mineralische Seite des Malbec – ein Cahors, der Frische und Trinkfluss beweist statt schwerer Tanninwucht. Karaffieren empfohlen.