Schaumwein
Schaumwein entsteht durch eine zweite Gärung, die Kohlensäure im Wein bindet. Diese Auswahl versammelt Winzerchampagner, Cava, Sekt und Crémant aus Frankreich, Spanien und Deutschland, allesamt von kleinen Weingütern, die biologisch oder biodynamisch arbeiten und ihre Weine selbst ausbauen.
Winzerchampagner trägt die Handschrift seines Weinguts
In der Champagne wachsen Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier auf Kreide, die dem Wein Spannung verleiht. Kleine Güter vinifizieren ihre Trauben selbst, oft nach biodynamischen Grundsätzen, und lassen den Wein in der Flasche jahrelang auf der Hefe reifen. Daraus entstehen feine Perlage, Körnung und Tiefe, wie sie Tarlant an der Vallée de la Marne und De Sousa in der Côte des Blancs belegen.
Cava und Corpinnat reifen im Penedès zur eigenen Stärke
Der spanische Verwandte des Champagners heißt Cava und wird ebenfalls in der Flasche vergoren. Aus den einheimischen Rebsorten Xarello, Macabeu und Parellada entstehen Schaumweine mit kräftigem Körper und feinem Bitterzug, die von langem Hefelager profitieren. Seit 2019 arbeiten Weingüter unter dem Namen Corpinnat außerhalb der Herkunftsbezeichnung, mit festen Regeln zu Anbau und Reifezeit; Gramona gehört zu ihren prägenden Stimmen.
Die Dosage entscheidet über Stil und Einsatz
Den klarsten Hinweis auf dem Etikett liefert die Dosage, jene Gabe aus Wein und Zucker nach dem Degorgieren. Brut nature verzichtet ganz auf Zugabe und schmeckt straff und präzise, brut rundet mit wenigen Gramm die Säure. Zum Aperitif und zu Austern passt ein karger Blanc de Blancs aus Chardonnay, zu Geflügel oder Pilzen trägt ein gereifter Blanc de Noirs Gewicht und Würze. Wer unsicher ist, wählt nach dem Essen und lässt sich von der Reifezeit auf der Hefe leiten.














































