Pét-Nat
Der Pétillant Naturel entsteht nach der Méthode ancestrale, bei der eine einzige Gärung in der Flasche zu Ende geht, meist unter Kronkorken und oft mit feinem Hefetrub. Die Auswahl reicht vom Burgenland über Katalonien bis ins Vinho Verde und stammt von Weingütern, die biologisch oder biodynamisch arbeiten und so wenig wie möglich eingreifen.
Die Méthode ancestrale ist die älteste Art, Wein zum Schäumen zu bringen
Der Wein gärt bei der Abfüllung noch, und eine einzige Gärung geht unter dem Kronkorken in der Flasche zu Ende. 1531 entstand so in der Abtei Saint-Hilaire die Blanquette de Limoux, der früheste dokumentierte Schaumwein. Der Name Pétillant Naturel wurde erst in den neunziger Jahren an der Loire geprägt. Meist bleibt der Hefetrub in der Flasche, der Druck liegt unter dem eines Champagners. Mehr dazu erläutert Pét-Nat erklärt.
Fast jeder Pét-Nat dieser Auswahl ist ein Naturwein
Allen gemeinsam ist eine Arbeitsweise, die so wenig wie möglich eingreift, fast alle sind Naturweine. Vergoren wird mit heimischen Hefen, oft ohne Schwefelzusatz, durchweg trocken. Meinklang im Burgenland keltert Pét-Nat aus biodynamischen Lagen. Aphros Wine im Vinho Verde keltert aus der dunklen Vinhão einen rötlichen Schäumer, Alta Alella in Katalonien aus Xarello, der Traube des Cava. Die Handschrift bleibt ähnlich, frische Säure, moderate Perlage, eine nussige Note vom Trub.
Am Tisch ist Pét-Nat der unkomplizierteste Schaumwein
Er schmeckt gut gekühlt, bei acht bis zehn Grad. Wer ihn klar mag, lässt den Hefetrub absinken, wer ihn nussiger will, schwenkt die Flasche kurz. Zu Fett und Salz passt die frische Säure, bei Tapas ebenso wie bei Pizza, zu der Wein zu Pizza eigene Vorschläge macht. Sein moderater Druck trägt durch ein ganzes Menü, und das zweite Glas folgt von selbst.











