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Bonnet-Ponson

Seine Großeltern gruben die Keller noch selbst – mit Schaufel und Spitzhacke durch den sandigen Boden von Chamery. Heute füllt Cyril Bonnet diese Gewölbe mit Champagnern, die trockener kaum sein könnten: null bis fünf Gramm Dosage, Spontangärung, minimaler Schwefel. Champagne Bonnet-Ponson steht für den radikalen Bruch mit der barocken Tradition des Vaters – und für die Rückbesinnung auf das, was 1862 begann, als Grégoire Bonnet eines der ersten Récoltant-Manipulant-Häuser der Region gründete.
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Jules Bonnet Blanc de Noirs Premier Cru Extra Brut 2007 1500ml Magnum
155,00 €Inkl. MwSt. wo zutreffend -
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Mehr über Bonnet-Ponson
Vom Barock zur Brut Nature
Die Weine seines Vaters waren opulent: hohe Dosage, viel Körper, klassischer Champagnerstil. Als Cyril 2013 nach Ausbildung im Süden Frankreichs nach Chamery zurückkehrte, stellte er alles auf den Kopf. Die Umstellung auf biologischen Anbau begann sofort, 2016 kam die Zertifizierung. Aber der eigentliche Wandel geschah im Keller: Spontangärung mit wilden Hefen, keine Filtration, Schwefel nur in absolut homöopathischen Dosen. Die Dosage? Am liebsten exakt null. Das Familienweingut existiert seit 1862, doch unter Cyril erfindet es sich völlig neu. Die Montagne de Reims bietet ideale Bedingungen für diesen Stil.

50 Parzellen, fünf Dörfer
Die gut zehn Hektar verteilen sich auf rund 50 Parzellen in Chamery, Vrigny, Coulommes-la-Montagne und den Grand-Cru-Lagen von Verzenay und Verzy. Die Reben sind zwischen 35 und 80 Jahre alt. Im Fokus steht Pinot Meunier und Pinot Noir, ergänzt durch Chardonnay. Ein Drittel der Grundweine reift in alten Eichenfässern, der Rest in Stahl – Cyril sucht Präzision, keine Holznoten. Die Jahresproduktion liegt bei rund 60.000 Flaschen. Jede Parzelle wird einzeln vinifiziert, um ihren Charakter zu bewahren.
Die ewige Cuvée
Die Cuvée Perpétuelle funktioniert wie eine andalusische Solera: Jahrgang für Jahrgang wird entnommen und nachgefüllt, nie komplett geleert. Das älteste Element im Fass stammt aus dem Jahr 2004. Das Ergebnis ist ein Champagner aus vielen Jahrgängen, der Zeit hatte, sich zu finden. Huré Frères in Ludes arbeitet seit 1982 nach demselben Prinzip – beide Häuser zeigen, wie viel Komplexität entsteht, wenn man dem Wein Geduld schenkt.

Naturwein mit Schaumkrone
Die Seconde Nature ist Cyrils Bekenntnis zum Naturwein: völlig ohne Schwefelzusatz, mit eigenem Charakter und Ecken und Kanten. Wer es klassischer mag, greift zur Jules Bonnet – eine Hommage an den Großvater, der mit Monique Ponson 1956 dem Haus seinen heutigen Namen gab. Und wer neugierig ist: Der Chamery Rouge zeigt, was Pinot Noir aus dieser Ecke der Champagne als Stillwein kann.














