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Clos du Moulin aux Moines

Willy Roulendes von Clos du Moulin aux Moines

Im Jahr 962 von Mönchen der Abtei Cluny gegründet, ist Clos du Moulin aux Moines eines der ältesten Weingüter Burgunds. Seit 2008 führt Willy Roulendes die Domaine in Auxey-Duresses – zwischen Meursault und Pommard gelegen – zu neuer Größe. 16 Hektar biodynamisch bewirtschaftete Weinberge, davon vier Monopol-Lagen. Klassische burgundische Weinbereitung in jahrhundertealten Kellern.




Mehr über Clos du Moulin aux Moines

Ein Jahrtausend Geschichte

Historisches Anwesen Clos du Moulin aux Moines in Auxey-Duresses

Im Herzen der Côte de Beaune, zwischen den berühmten Dörfern Meursault und Pommard, liegt das Clos du Moulin aux Moines. Die Geschichte beginnt im Jahr 962, als Mönche der Abtei Cluny hier ein Kloster gründeten. Über sechs Jahrhunderte gehörte das Anwesen der Zisterzienserabtei Cîteaux, bevor es nach der Revolution in private Hände überging. Das imposante Hauptgebäude überblickt drei Hektar ummauerte Weinberge – ein klassisches burgundisches „Clos“, das dem Weingut seinen Namen gab. Die Keller stammen aus dem 11. und 15. Jahrhundert; hier reifen die Weine wie seit Generationen.

Biodynamie und Tradition

Seit 2008 ist das Weingut unter neuer Führung und so qualitätsorientiert wie nie zuvor. Willy Roulendes hat die gesamten 16 Hektar auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt. Die Arbeit im Weinberg erfolgt per Hand oder mit Hilfe von Pferden – Chemie und schwere Maschinen haben hier keinen Platz. Diese behutsame Pflege zeigt sich in der Vitalität der Reben und der Komplexität der Weine. 2020 stieß Michael Schwab hinzu, um bei der täglichen Arbeit zu unterstützen. Ähnlich konsequent arbeitet Boris Champy in den Hautes-Côtes de Beaune.

Weinberge von Clos du Moulin aux Moines in Burgund

Vier Monopol-Lagen

Besonders hervorzuheben sind die vier Monopol-Lagen der Domaine – Weinberge, die ausschließlich diesem Weingut gehören. Der Pommard Clos de Orgelot umfasst gerade einen Hektar und bringt würzige, fleischige Pinot Noir hervor. Der Clos du Moulin aux Moines selbst, mit Reben aus den 1950er Jahren, läuft gerade zur Höchstform auf. Aus derselben Lage entsteht auch ein Chardonnay, der stilistisch an den benachbarten Meursault erinnert. Die Nähe zu den großen weißen Appellationen prägt diese Weine unverkennbar.

Klassische burgundische Vinifikation

Im Keller arbeitet man streng traditionell. Rote Trauben vergären in großen Holzbottichen oder Beton; die Weißen im kleinen Holzfass. Für den Ausbau kommen neben klassischen Barriques zunehmend größere Fässer um 1000 Liter zum Einsatz. Neue Eiche findet nur noch selten Verwendung – Willy möchte den klaren, floralen und fruchtigen Aromen eine Bühne bieten, nicht sie mit Röstaromen überlagern. Je nach Appellation und Jahrgang reifen die Weine 12 bis 18 Monate. Die Stellschrauben, an denen er dreht, sind nicht groß, aber sie hinterlassen deutliche Spuren in der Qualität. Vergleichbare Eleganz findet man bei Rémi Jobard in Meursault.

Ein Geheimtipp mit Potenzial

Trotz der historischen Bedeutung und der herausragenden Qualität bleibt Clos du Moulin aux Moines paradoxerweise ein Geheimtipp. Die Weine haben etwas Zeitloses: burgundische Eleganz ohne Pomp, Tiefe ohne Schwere. Wer hier kauft, bekommt Burgund, wie es sein sollte – ehrlich, handwerklich und voller Geschichte.

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