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Clos Troteligotte

Inmitten von Eichenwäldern und Wildwiesen liegt das Clos Troteligotte – 19 Hektar Rebfläche wie eine Insel im Grünen. Emmanuel Rybinski kam aus der Normandie nach Cahors und fand hier einen Ort, an dem Malbec Finesse zeigen darf.
Seit 2017 arbeitet das Weingut nach Demeter-Richtlinien. Die Weine tragen Namen wie K-nom oder K-or – ein Alphabet, das Emmanuel für seine verschiedenen Cuvées erdacht hat. Viele davon entstehen ohne Schwefelzusatz.
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Eine Lichtung im Wald
Die Lage von Clos Troteligotte ist ungewöhnlich für Cahors: Die 18 Hektar Rebflächen sind von Wald umgeben, ein natürlicher Schutzgürtel aus Eichen und Wildwiesen. Schafe weiden zwischen den Zeilen, Wildblumen locken Insekten an. Emmanuel Rybinski nutzt diese Isolation – hier braucht es weniger Eingriffe, die Natur reguliert sich selbst. Der Malbec, hier Côt genannt, wurzelt tief in den Kalkböden des Lot-Tals. Die Böden aus Kimmeridge-Kalk sind geologisch mit Chablis verwandt und verleihen den Weinen eine ungewöhnliche Mineralität für Cahors.

Ein eigenes Alphabet
K-nom, K-or, K-lys, K-barré – Emmanuel hat für seine Weine ein eigenes Benennungssystem entwickelt, das mit dem französischen Wort „Cahors“ spielt. Jeder Buchstabe steht für eine Cuvée mit eigenem Charakter: K-nom ist der klassische Cahors, K-or bringt mehr Körper mit, K-lys zeigt die florale Seite des Malbec. Das Wortspiel ist Absicht – hier spricht jemand, der seinen Weinen gern einen Tick Humor mitgibt. Die Etiketten, gestaltet von lokalen Künstlern, sind ebenso individuell wie die Weine selbst.
Demeter im Südwesten
2017 erhielt Clos Troteligotte die Demeter-Zertifizierung. Die biodynamische Arbeit zeigt sich im Detail: Hornmist und Hornkiesel, Komposttees, Präparate aus eigener Herstellung, Spontangärung im Keller. Emmanuel kam über Umwege zum Wein: Nach Jahren als Ingenieur übernahm er 2007 das Weingut seiner Schwiegereltern und stellte sofort auf biologische Bewirtschaftung um. Viele Weine entstehen ohne Schwefelzusatz – der Waz-K Pétillant Naturel aus Chenin Blanc etwa, ein spritziger Gegenentwurf zum dunklen Malbec.

Malbec mit Trinkfluss
Cahors steht oft für wuchtige, tanninbetonte Rotweine – die historischen „schwarzen Weine“, die einst in Bordeaux zum Verschneiden geschätzt wurden. Emmanuel Rybinski geht einen anderen Weg: Seine Malbecs sind dunkel in der Farbe, zeigen aber Frische und Trinkfluss. Die Vergärung erfolgt mit Ganztrauben, der Ausbau in gebrauchten Barriques und Betontanks. Wer ähnlich konsequente Biodynamie sucht, findet sie etwa bei La Soufrandière im Burgund. Hier wie dort gilt: Der Aufwand im Weinberg macht den Unterschied im Glas.





