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Pinot Noir (Spätburgunder)

Als eine der ältesten Kulturreben der Welt spiegelt Pinot Noir, im deutschsprachigen Raum als Spätburgunder verwurzelt, das Terroir mit fast seismografischer Präzision wider. Die ursprünglich im Burgund beheimatete Sorte verlangt nach kühlen Lagen und kalkreichen Böden. Im Glas zeigt sie sich meist mit transparenter Farbe, getragen von feiner Säure und Aromen, die von frischen Walderdbeeren über Sauerkirschen bis zu feuchtem Waldboden reichen. Diese feingliedrige Komplexität passt hervorragend zu gebratenem Geflügel oder herbstlichen Pilzgerichten.

Wie wandelbar die Sorte ist, zeigt sich auch im Schaumwein. Auf den kalkhaltigen Böden der Champagne verleiht sie Struktur und mineralischen Zug, was Adrien Renoir in seinen präzisen Grand-Cru-Champagnern nutzt. An der Loire wiederum übersetzt sie die kargen Kreideböden in dichte Rotweine von kühler Klarheit, wie sie die Domaine Vacheron auf die Flasche bringt.

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