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Loire

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Bei Nantes riecht die Luft nach Atlantik, und der Melon de Bourgogne wurzelt in Gneis und Granit; flussaufwärts folgen die Schiefer des Anjou, der weiße Tuffeau um Saumur, Chinon und Vouvray und schließlich Kalk und Feuerstein in Sancerre und Pouilly. Loire Wein heißt darum vor allem kühle Frische: Chenin Blanc vom knochentrockenen bis zum edelsüßen Stil, Cabernet Franc mit Duft nach Veilchen und Graphit, Sauvignon Blanc mit Zitrus und Rauch. Unser Bio-Wein von der Loire kommt von Gütern, die biologisch oder biodynamisch arbeiten, von Huet in Vouvray über Charles Joguet in Chinon bis Luneau-Papin im Muscadet, dazu Naturwein von der Loire aus dem Anjou und aus Pouilly.




Mehr über Loire

Muscadet und Anjou: Granit, Schiefer und Chenin Blanc

An der Mündung wächst fast nur eine Sorte, der Melon de Bourgogne. Auf Gneis, Granit und Gabbro rund um die Sèvre und die Maine ergibt er schlanke, salzige Weiße mit Noten von grünem Apfel, Zitrone und nassem Stein, die durch den Ausbau sur lie, also lange auf der Feinhefe, an Schmelz und Tiefe gewinnen. Luneau-Papin zeigt, wie verschieden Muscadet je nach Parzelle und Hefelager schmeckt, vom frischen Le Verger bis zu Cuvées, die Jahre auf der Hefe verbringen. Weiter östlich beginnt das Anjou noir, wo dunkler Schiefer den Chenin Blanc prägt: in Savennières trocken, straff und langlebig, an den Hängen des Layon edelsüß mit Aromen von Quitte, Honig und Aprikose. Clau de Nell keltert hier biodynamisch Cabernet Franc und die alte Landsorte Grolleau.

Tuffeau an Loire und Vienne: Vouvray, Chinon und Saumur

Zwischen Saumur und Tours liegt der Tuffeau, ein weicher, heller Kalkstein. Er speichert Wasser und hält die Reben auch in heißen Sommern frisch. In Vouvray und gegenüber in Montlouis ist er die Heimat des Chenin Blanc. Huet bewirtschaftet seine drei Lagen Le Haut-Lieu, Le Mont und Clos du Bourg seit Jahrzehnten biodynamisch und entscheidet jedes Jahr neu, ob ein Wein sec, demi-sec oder moelleux wird; gereifte Moelleux aus der ersten Lese, der Première Trie, halten sich über Generationen. Im Westen der Touraine gehört das Land dem Cabernet Franc: in Chinon, Bourgueil und Saumur-Champigny wird er zu Rotweinen mit Kirsche, Cassis, Veilchen und feinem Tannin. Der Clos de la Dioterie Monopole AOC 2020 von Charles Joguet stammt von alten Reben an der Vienne, Château de Coulaine arbeitet im selben Tal, und Guiberteau holt vom Kalkhügel in Brézé einige der präzisesten trockenen Chenins der Loire.

Sancerre und Pouilly-Fumé: Sauvignon Blanc auf Kalk und Silex

Weit vom Meer, im kontinentaleren Zentrum, bestimmen drei Böden den Sancerre: Terres blanches aus Kimmeridge-Mergel, steinige Caillottes aus Kalk und der Silex, ein Feuerstein, der dem Sauvignon Blanc seinen rauchigen Ton gibt. Die Domaine Vacheron arbeitet biodynamisch, Matthias Planchon baut einen Teil seiner Weißen in Amphoren aus, und aus Pinot Noir entstehen rote Sancerres und Rosés von kühler, roter Frucht. Gegenüber am rechten Ufer liegt Pouilly-Fumé, wo du Bouchot auf Mergel mit fossilen Austernschalen biodynamisch Sauvignon Blanc erzeugt.

Bio-Wein von der Loire und die Wurzeln des Naturweins

Kaum eine französische Region hat so früh auf Biodynamie und ungeschönten Wein gesetzt. Im Anjou und in der Touraine keltern Winzer seit Jahrzehnten ohne Reinzuchthefen und mit wenig oder ohne Schwefel, und viel von dem, was man heute als französischer Naturwein kennt, hat hier mit Chenin Blanc und Cabernet Franc begonnen. Die gleiche Säure, die diese Weine lebendig hält, macht die Loire auch zur Heimat großer Schaumweine: Der Crémant de Loire reift in traditioneller Flaschengärung, meist aus Chenin Blanc, und Liv Vincendeau lässt ihn extra brut und lange auf der Hefe liegen. Wer die Loire kennenlernen will, findet hier Weine für jeden Tag und für viele Jahre im Keller.

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