Alle 9 Ergebnisse werden angezeigt
Olivier Horiot

Les Riceys ist das einzige Dorf der Champagne, das drei Appellationen produzieren darf: Champagner, Stillwein und den legendären Rosé des Riceys. Mittendrin: Olivier Horiot, dessen Familie hier seit dem 17. Jahrhundert Reben kultiviert. Als er 1999 das Weingut seines Vaters Serge übernahm, stellte er sofort auf biologische Bewirtschaftung um – heute arbeitet das Gut biodynamisch.
Was Horiot von anderen unterscheidet: Er keltert alle sieben zugelassenen Champagner-Rebsorten, darunter die fast ausgestorbene Arbane. Zusammen mit seiner Frau Marie, die den Keller leitet, entstehen auf rund 8 Hektar etwa 25.000 Flaschen jährlich – alle ohne Dosage, alle Brut Nature.
-
Contrées 4x750ml BdN Brut Nature: Fragnoy, Val Bazot, Escharère, Val du Clos 2010
285,01 €Inkl. MwSt. wo zutreffend -
-
-
-
Mehr über Olivier Horiot
Sieben Rebsorten, ein Terroir
Neben den klassischen Dreien – Pinot Noir (75%), Chardonnay (10%) und Pinot Meunier – pflegt Olivier Horiot vier seltene Varietäten: Arbane, Petit Meslier, Pinot Blanc und Pinot Gris. Zusammen machen diese weniger als ein Prozent aller Champagner-Rebflächen aus. Die Cuvée 5 Sens vereint alle sieben in einer Flasche – ein Manifest für die Vielfalt der Region. Manche dieser alten Sorten drohten ganz zu verschwinden, bevor Winzer wie Horiot sie wiederbelebten.

Pferde statt Traktoren
Seit 2010 wirtschaftet das Weingut biodynamisch. Die Böden werden mit Pferden gepflügt, synthetische Zusätze sind tabu. Die Kimmeridge-Kreide unter Les Riceys – geologisch verwandt mit Chablis – gibt den Weinen ihre ausgeprägte Mineralität. Jede Parzelle wird einzeln gelesen und vinifiziert, die Vergärung erfolgt spontan mit wilden Hefen in gebrauchten Barriques. Kein Filtrieren, kein Schönen, minimaler Schwefel. Auch Louise Brison, Nachbarin in der Côte des Bar, teilt diese Philosophie lebendiger Böden.
Die Solera aus der Champagne

Eine Besonderheit ist die Cuvée Soléra: Nach andalusischem Vorbild verschneidet Horiot hier alte und junge Jahrgänge aller sieben Rebsorten. Das älteste Fass im System stammt aus dem Jahr 2007. Das Ergebnis ist ein Champagner von bemerkenswerter Komplexität und Patina – eine Hommage an die Sherry-Tradition, übertragen auf die Kreideböden der Aube.
Knochentrocken und kompromisslos
Alle Champagner werden ohne Dosage abgefüllt – 0 Gramm Restzucker, kompromisslos trocken. Die Weine sind präzise, kreidig, mineralisch. Als Mitglied der Winzervereinigung Terres et Vins steht Olivier Horiot für den Aufbruch der Champagne: weg vom Massenprodukt der großen Häuser, hin zu herkunftsbezogenen Weinen mit Charakter. Die Jahresproduktion liegt bei rund 40.000 Flaschen – handwerklich, überschaubar, persönlich. Der Sève Blanc de Noir aus alten Reben der Lage En Barmont zeigt diesen Stil exemplarisch.









