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Trapet Alsace

Pierre und Louis Trapet in den Weinbergen des Domaine Trapet Alsace

Zwischen Holzpfählen und Vogesenhängen: Domaine Trapet Alsace in Riquewihr verbindet elsässische Tradition mit burgundischer Präzision. Andrée Trapet übernahm 2002 das elterliche Weingut und führt es heute gemeinsam mit ihrem Mann Jean-Louis – der in Gevrey-Chambertin legendäre Pinot Noirs vinifiziert – nach biodynamischen Prinzipien.

15 Hektar verteilen sich auf vier Grand Crus: Schlossberg, Schoenenbourg, Sonnenglanz und Sporen. Riesling, Gewürztraminer, Pinot Gris und Auxerrois wachsen auf Böden, die von Granit bis Muschelkalk reichen. Die Söhne Pierre und Louis haben die tägliche Arbeit übernommen – mit experimentierfreudiger Handschrift, etwa bei den mazerierten Ambre-Weinen. Demeter-zertifiziert, trocken ausgebaut, mit lebendiger Säure.




Mehr über Trapet Alsace

Zwei Regionen, eine Familie

Als Andrée Trapet Jean-Louis heiratete, verband sich Burgund mit dem Elsass. Er, der Pinot-Noir-Virtuose aus Gevrey-Chambertin. Sie, Tochter einer Winzerfamilie aus Riquewihr. 2002 übernahm Andrée das elterliche Weingut – nicht um es zu verkaufen, sondern um es zu transformieren. Ihr Credo: „Die Ausdrucksstärke und Diversität der Weinberge für zukünftige Generationen bewahren.“

Heute pendelt die Familie zwischen Trapet Père & Fils im Burgund und dem Elsass. Beide Weingüter arbeiten Demeter-zertifiziert biodynamisch – Pioniere in ihren jeweiligen Regionen. Die Söhne Pierre (32) und Louis (30) haben seit 2018 die tägliche Arbeit in Riquewihr übernommen und bringen frischen Wind in die Keller.

Das Weindorf Riquewihr mit Weinbergen im Elsass

Vier Grand Crus, vier Terroirs

Die Kronjuwelen des Weinguts: Schlossberg (Granit, der straffste Riesling), Schoenenbourg (Mergel, komplex und langlebig), Sonnenglanz (Lehm-Kalk, für opulenten Gewürztraminer und Pinot Gris) und Sporen (schwere Tonböden, kraftvoll). Jede Lage ein eigener Charakter.

Der Riesling Schlossberg Grand Cru verkörpert das Trapet-Ideal: trocken, mineralisch, präzise. Die Weine des Elsass tragen hier nicht die typische Restsüße vieler Nachbarn, sondern zeigen burgundische Straffheit mit elsässischer Aromatik. Kein Wunder bei der Familiengeschichte.

Die Ambre-Revolution

Pierre und Louis haben eigene Akzente gesetzt. Ihre Ambre-Serie – mazerierte Weißweine – schlägt Brücken zur Orange-Wine-Bewegung. Der Ambre Rouge (mazerierter Pinot Noir und Pinot Gris), der Ambre Blanc (Muscat), der Ambre Jaune (Riesling): Jeder Wein eine Farbstudie, jeder eine geschmackliche Entdeckung.

Dazu die Chapelle 1441 – benannt nach dem Jahr, in dem die Kapelle in Riquewihr erbaut wurde. Der Chapelle 1441 rouge ist ein seltener elsässischer Rotwein aus Pinot Noir, der zeigt, was diese Rebsorte hier kann, wenn man ihr Raum gibt.

Weinberge des Domaine Trapet Alsace im Winter

Tradition der Holzpfähle

Ein Blick in die Weinberge zeigt: Hier wird noch mit Échalas gearbeitet – den traditionellen Holzpfählen, die jeden Rebstock einzeln stützen. Aufwändiger als Drahtrahmen, aber schonender für die Rebe. Die Böden werden begrünt, Kupfer und Schwefel auf ein Minimum reduziert. Biodynamische Präparate stärken die Vitalität.

Das Ergebnis? Weine von seltener Lebendigkeit. Der A Minima blanc – Pendant zum burgundischen A Minima – zeigt, was möglich ist, wenn man dem Wein vertraut: ungeschwefelt, spontan vergoren, voller Energie. Elsass, wie es authentischer nicht sein könnte.

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