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Régis Poissinet

Irizée – der Name klingt wie ein Versprechen. Schillernd, vielschichtig, leuchtend. Champagne Régis Poissinet aus Cuchery im Marne-Tal macht aus Pinot Meunier keine Notlösung, sondern eine Liebeserklärung. Wo andere diese Rebsorte als rustikalen Lückenfüller behandeln, zeigt Régis Poissinet, dass Meunier zu den elegantesten und langlebigsten Champagnern reifen kann.
Seit 2011 arbeitet das Familienweingut biodynamisch. 7 Hektar, verteilt auf 35 Parzellen mit durchschnittlich 33 Jahre alten Reben. Kein Herbizid, kein Insektizid – dafür eigener Kompost und ein Weinberg, in dem Fauna und Flora ihr eigenes Gleichgewicht finden. Die Dosage? Minimal. Zwischen 1,7 und 3,5 Gramm pro Liter. Wer hier nach Süße sucht, wird sie nicht finden. Wer nach Präzision, Spannung und reinem Terroir-Ausdruck sucht, ist am richtigen Ort.
Mehr über Régis Poissinet
Meunier als Hauptdarsteller
In der Champagne gilt oft eine unausgesprochene Hierarchie: Chardonnay für Finesse, Pinot Noir für Struktur, Pinot Meunier für… den Rest. Régis Poissinet kehrt diese Ordnung um. Der Cuvée Irizée Meunier beweist, dass diese unterschätzte Rebsorte zu Champagnern von außergewöhnlicher Tiefe und Alterungspotential fähig ist. Fruchtig, aber niemals plump. Strukturiert, aber niemals schwer. Nach Jahren auf der Hefe entwickeln sich Noten von Brioche, weißem Pfeffer und kandierten Zitrusfrüchten.

35 Parzellen, ein Terroir-Mosaik
Die 7 Hektar verteilen sich auf 35 Parzellen rund um die Dörfer Cuchery, Baslieux, Leuvrigny, Troissy und Mareuil-le-Port. Kalkton und Alluvialkalkmergel prägen die Böden – ideal für Weine mit mineralischem Rückgrat. Die Assemblage Terre d’Irizée vereint alle drei Champagner-Rebsorten und zeigt, wie komplex ein Non-Vintage-Champagner schmecken kann, wenn jede Parzelle einzeln vinifiziert und erst dann komponiert wird.
Anders als beim benachbarten Tarlant in Oeuilly liegt der Fokus bei Poissinet weniger auf historischen Einzellagen als auf dem biodynamischen Gesamtkonzept: Die Reben sollen im Gleichgewicht mit ihrer Umgebung wachsen, unterstützt durch selbst hergestellten Kompost aus tierischen und pflanzlichen Rückständen.
Biodynamie seit 2011
Als Régis die Leitung übernahm, begann eine stille Revolution. Zuerst verschwanden die Herbizide, dann alle anderen synthetischen Eingriffe. Heute summen Bienen zwischen den Rebzeilen, Gräser und Wildblumen bilden eine lebendige Mulchschicht, Mikroorganismen im Boden fördern den Austausch zwischen Wurzeln und Terroir. Das Ergebnis schmeckt man: Die Champagner haben eine vibrierende Energie, eine schneidende Linearität, die sich mit cremiger Hefenote verbindet.

Extra Brut: Purismus im Glas
Die Dosage liegt zwischen 1,7 und 3,5 Gramm Zucker pro Liter – weit unter dem, was die meisten Champagnerhäuser verwenden. Diese Zurückhaltung erfordert makellose Grundweine. Beim Cuvée Irizée Chardonnay zeigt sich, wozu ein reinsortiger Blanc de Blancs aus der Marne fähig ist: Kreide, grüner Apfel, Zitronenabrieb, unterlegt von einer fast salzigen Mineralität. Kein Zucker, der ablenkt. Nur Wein, Hefe, Zeit.
Die nächste Generation steht bereit: Sohn Maxime arbeitet bereits im Weinberg mit. Die Irizée-Geschichte geht weiter – schillernd wie eh und je.








