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Terroir al Limit

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Dominik Huber und Tatjana Peceric im Keller von Terroir al Limit

Ein Münchner im Priorat, der mit dem südafrikanischen Kultwinzer Eben Sadie ein Weingut gründet – und dann alles auf den Kopf stellt. Dominik Huber kam als Quereinsteiger, heute gehört Terroir al Limit zur absoluten Spitze einer der gefragtesten Weinregionen der Welt.

Mit der Önologin Tatjana Peceric, die als Head Winemaker Weinberg und Keller verantwortet, setzt er auf Infusion statt Extraktion, auf Eleganz statt Wucht. 15 Hektar, biologisch zertifiziert und biodynamisch bewirtschaftet, Ganztrauben-Vergärung seit 2009, kein Pigeage mehr. Das Ergebnis: Priorat-Weine, die tanzen statt zu poltern. 100 Punkte für den Les Manyes 2016 – der Rest ist Geschichte.

2001 gründete Dominik Huber gemeinsam mit dem südafrikanischen Önologen Eben Sadie ein kleines Weingut in Torroja, tief im Herzen des Priorats. Sadie verließ das Projekt 2012, um sich auf seine südafrikanischen Weine zu konzentrieren. Huber blieb – und machte weiter, konsequenter denn je.




Mehr über Terroir al Limit

Der Münchner, der das Priorat neu definiert

2001 gründete Dominik Huber gemeinsam mit dem südafrikanischen Önologen Eben Sadie ein kleines Weingut in Torroja, tief im Herzen des Priorats. Sadie verließ das Projekt 2012, um sich auf seine südafrikanischen Weine zu konzentrieren. Huber blieb – und machte weiter, konsequenter denn je.

Heute leitet er das Weingut gemeinsam mit der serbischstämmigen Önologin Tatjana Peceric, die nicht nur für Weinbereitung und Weinberge verantwortlich ist, sondern auch das internationale Gesicht von Terroir al Limit geworden ist. Im benachbarten Montsant betreiben beide das Schwesterprojekt Terroir Sense Fronteres – gleiche Philosophie, kein Holz im Keller.

Die steilen Schieferweinberge von Les Tosses im Priorat

Infusion statt Extraktion

Wo andere auf Kraft und Konzentration setzen, wählt Huber den entgegengesetzten Weg. Seit 2009 arbeitet er mit Ganztrauben-Infusion: Die ganzen Trauben werden nur leicht getreten und danach kaum bewegt; umgepumpt wird nur, wenn der Most zur Reduktion neigt. Nach acht bis zwölf Tagen wird abgepresst. „Am Anfang gab es noch etwas Pigeage“, sagt er, „heute rühren wir nicht mehr.“ Das Ergebnis sind Weine von einer Leichtigkeit und Trinkbarkeit, die im Priorat ihresgleichen suchen.

Die 15 Hektar sind biologisch zertifiziert (CCPAE) und werden biodynamisch bewirtschaftet. Huber gehört zu den frühesten Erntenden der Region – er kontert die heißen Sommer mit biodynamischen Präparaten im Weinberg und einer Lese, die andere als zu früh bezeichnen würden. Seine Grenache-Reben zeigen, dass Reife auch ohne Überreife möglich ist.

Flaschen von Terroir Sense Fronteres aus dem Montsant

Die burgundische Pyramide im Priorat

Die Weine sind in Anlehnung an Burgund in vier Stufen gegliedert, die man an der Farbe der Kapsel erkennt. Den Einstieg bildet der Històric aus zugekauften Bio-Trauben der neun Dörfer des historischen Priorat. Darüber steht der Terra de Cuques als Ortswein aus Torroja, saftig, direkt, sofort zugänglich. Premier Crus sind Arbossar, Dits del Terra und der weiße Pedra de Guix, Grand Crus Les Tosses und Les Manyes.

Les Manyes erhielt für den Jahrgang 2016 100 Punkte vom Wine Advocate, ein Wein von Finesse und Präzision. Die Garnacha Peluda wächst dort auf 800 Metern auf rotem Ton mit Kalk und Gips, ohne den Schiefer, der die Lagen um Torroja prägt.

Für Gefälligkeit ist Priorat der falsche Ort

Huber sagt es so: Man habe hier zu viel Kraft und zu viel Sonne, deshalb trenne man den Wein früh von den Schalen. Was hier wächst, muss sich dem Schiefer, der Hitze und den steilen Hängen anpassen. Seine Weine tun genau das – sie kämpfen nicht gegen das Terroir, sondern mit ihm.