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Terroir al Limit

Dominik Huber ist ein wahres Phänomen. Der gebürtige Münchner schaffte es als Quereinsteiger mit seinem Weingut Terroir al Limit an die Spitze einer der gefragtesten Weinregionen der Welt. Nach Praktika im Priorat und im Roussillon ging er eine Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Kultwinzer Eben Sadie ein und gründete in den Tiefen des Priorats, in Torroja, ein kleines Weingut.

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Kopf und Herz von Terroir al Limit: Dominik Huber und Tatjana Peceric

Mit vielen gut überlegten Schritten gelangen beste Parzellen in seine Hände. Hubers Weine treffen den Nerv der Zeit: Elegante Terroirweine voller Finesse und Trinkfluss. Das Sortiment ist in Anlehnung an die burgundische Qualitätspyramide nach Villages, Premier Cru und Grand Cru aufgebaut.


Mehr über Terroir al Limit

Mit dem Terra de Cuques Blanc und Negre bietet er zwei sehr gute Weine an, die im Stile eines Ortsweines den Charakter von Torroja und den heimischen Rebsorten darstellen. Bei dem Weißen ist er aus Muscat und Pedro Ximénez gemacht und blüht vor Frische, Mineralität und mediterranen Aromen. Bei dem Roten sind Cariñena und Garnacha das Traumpaar für einen dunkelwürzigen Mittelmeerwein. In der nächsten Stufe folgen zwei sehr gute Einzellagenweine auf Basis würzigen Cariñena. Dits del Terra lebt von einer kühlen, dunkeln Eleganz mit seidiger Mineralität . Das Pendant Arbossar zeigt sich kraftvoller und intensiver. Seine beiden Grand Cru Lagen Les Tosses und Les Manyes sorgen seit einigen Jahren für Furore. Jahr für Jahr übersäen Journalisten diese Weine mit Superlativen und Höchstbewertungen. Les Tosses von alten Cariñena-Reben ist filigran, offenbart pure Schiefermineralität und ist schlicht weg ein Gedicht von Wein. Les Manyes ist Hubers einziger Lagenwein aus Garnacha von einem atemberaubenden Weinberg hoch im Montsant-Gebirge. Tiefdunkel, voller Kraft und gleichzeitig straff wie Seide. Ein wahres Monument.

Damals und heute

Dominik ist auch ein Phänomen, weil er sich den Gegebenheiten wunderbar anpassen kann. Sein Stil hat sich mit der Zeit weiterentwickelt. Den heißen Sommertagen und der damit verbundenen hohen Reife wirkt er durch biodynamische Maßnahmen im Weinberg und einer sehr frühen Ernte entgegen. Kaum einer baut in der Region so schonend aus wie er. Anfangs arbeitete das Weingut mit viel neuen Holzfässern und füllte konzentriert-intensive Weine ab. Heute sind die Weine deutlich schlanker und filigraner. Holz tritt nur verhalten in Form von gebrauchten Fudern auf. Die Umstellung von der Bordeaux- auf die Burgunderflasche ist ein klares Symbol dieses Richtungswandels. Huber zählt mit Terroir al Limit absolut zur ersten Garde des Priorats. Nachdem die großen Pioniere dieser Region in den 1980er Jahren den Anfang machten, ist Huber neben Sara Perez, Ester Nin, und René Barbier jr. die Riege der Gegenwart.

Spannend ist auch sein neues Projekt im benachbarten Montsant. Unter dem Namen Terroir Sense Fronteres verfolgt Dominik mit seiner versierten Partnerin Tatjana Peceric ein ähnliches Konzept, verzichtet jedoch auf Holzfässer im Keller. Im Montsant zeigen sich die Weine mit einem klaren Fruchtprofil, zugänglich und offenherzig. Die Weine im Priorat wirken deutlich seriöser und erhabener.

Geschrieben von Marian Henß
© LebendigeWeine.de