Zum Inhalt springen

Zeigt alle 19 Ergebnisse

Domaine de l'Enclos

Obwohl der erste Jahrgang der Domaine de L’Enclos mit 2016 noch gar nicht so 
lange zurückliegt, muß man Romain und Damien Bouchard schon als sehr erfahren bezeichnen. Die beiden Brüder wuchsen quasi in den Weinbergen ihres Vaters auf und machten auch schon 2005 ihre ersten eigenen Weinexperimente in einer Ecke des Kellers. Als der Vater beschloß, sich zur Ruhe zu setzen, ergriffen sie die Gelegenheit beim Schopf und nahmen sich zwei Jahre Auszeit um das Weingut vollkommen neu so aufzubauen, wie es Ihren Idealvorstellungen entsprach. Das Jahr 2018 war dann das Geburtsjahr der neuen Domaine de L’Enclos.

Die 29 Hektar Reben werden organisch bewirtschaftet und die Brüder erzeugen alle vier Appellationen der Region vom Petit Chablis bis hin zum Grand Cru. Die meisten Pflanzen wurden noch vom Vater, oder im Fall des Grand Crus Les Clos sogar vom Großvater im Jahr 1964 gepflanzt. So entsteht also eine Verbindung zwischen der alten und der jetzigen Generation, und zeigt, wie sehr sich die beiden Brüder Ihrer Herkunft verpflichtet fühlen.

Den leidenschaftlichen Perfektionismus von Romain und Damien erkennt man auch ziemlich gut an Ihrer Arbeit im Keller. Um nur das allerbeste Lesegut zu erhalten, haben sie ein zwölf Personen zählendes Team, das sich das das ganze Jahr mit den Pflanzen beschäftigt: vom vorsichtigem Pflanzenschnitt bis zur minutiösen Handlese.
Da sie Chapitalisierung, also die Anreicherung mit Zucker, strikt ablehnen, werden nur vollständig ausgereifte Trauben im Keller weiterverarbeitet. Die Weine vergären spontan mit ihren eigenen Hefen und es erfolgt auch keine Schwefelgabe. Nur so kann man ihrer Ansicht nach alle Nuancen des Chablis-Chardonnays herausarbeiten.

Chablis: von Mönchen begründeter Weltruhm

Die Verbindung der Weinregionen mit den religiösen Orden ist in Europa allgegenwärtig und das Chablis ist sicherlich eines der besten Beispiele für diesen historischen Umstand.
Herzstück des Weinguts ist nämlich ein großes Anwesen aus dem 19. Jahrhundert mitten im Chablis, in dem früher die Mönche des Klosters Pontigny wohnten. Bereits im Jahr 897 hatte Karl der Kahle einigen Benediktinermönchen, die vor den Wikingern geflohen waren, das Dorf Chablis geschenkt. Diese begannen in der Folge Spenden zu sammeln, darunter waren zum Teil eben auch Weinberge. Im Jahr 1114 waren es dann die Zisterziensermönche, die unter der Führung von Hugues de Macon das besagte Pontignykloster gründeten. Auch hier wieder waren es Schenkungen in Form von Weinbergen (die von von der Steuer ausgenommen waren), die das Chablis als Weinregion letztendlich begründeten.