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Boris Champy

Boris Champy, Winzer der Domaine Boris Champy

Vom kalifornischen Napa Valley über eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg landete der Önologe auf Burgunds erstem Demeter-zertifiziertem Weingut. Die Domaine Boris Champy in den Hautes-Côtes de Beaune praktiziert seit 1984 biodynamischen Weinbau und beweist, dass Höhenlagen im Zeitalter des Klimawandels zum entscheidenden Trumpf werden. Hier reifen die Trauben eine Woche später als an der berühmten Côte de Beaune, während seltene Sélections massales von Vor-Phylloxera-Reben für außergewöhnliche Komplexität sorgen. Die zwölf Hektar umfassen neben Lagen in Nantoux auch prestigeträchtige Parzellen in Pommard und zwei Beaune Premier Crus.




Mehr über Boris Champy

Der Pilgerweg zu Burgunds ältestem Demeter-Weingut

Der Weg zur Domaine gleicht einer modernen Odyssee: Nach zehn Jahren bei Dominus Estate im Napa Valley unter Christian Mouëix folgten Stationen als technischer Direktor bei einem Beauner Négociant und als Domänenleiter bei Clos des Lambrays. Eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela führte zur persönlichen Neuausrichtung – und 2019 zur Übernahme des traditionsreichen Weinguts von Didier Montchovet. Dieses war bereits 1984 als erstes im Burgund Demeter-zertifiziert worden und praktiziert seither kompromisslos biodynamischen Weinbau.

Weinberge in den Hautes-Côtes de Beaune

Höhenlagen als Klimawandel-Versicherung

Die Weinberge erstrecken sich über verschiedene Höhenlagen, von 377 Metern am Clou bis zu 421 Metern am Bignon. Diese Höhenlagen erweisen sich als entscheidender Vorteil in Zeiten des Klimawandels: Die Trauben reifen hier eine Woche später als an der prestigeträchteren Côte de Beaune und bewahren dadurch natürliche Frische und Eleganz. Die Rebsorten umfassen Chardonnay, Pinot Noir, Aligoté und Gamay, wobei besonders die seltenen Sélections massales von Vor-Phylloxera-Reben für außergewöhnliche Komplexität sorgen.

Arbeit im Weinberg

Biodynamische Pionierarbeit seit vier Jahrzehnten

Als Burgunds erstes Demeter-zertifiziertes Weingut wird hier seit 1984 konsequent biodynamisch gearbeitet. Eine selbstgebaute Tisanière (Teebrauer) liefert die Präparate, Hecken, Steinmauern, Obstgärten und Schafe prägen das Landschaftsbild rund um Nantoux. Diese ganzheitliche Herangehensweise zeigt Parallelen zu anderen biodynamischen Pionieren wie La Soufrandière im Mâconnais. Die minimalinterventionistische Vinifikation setzt auf Spontangärung mit natürlichen Hefen, schonende Extraktion und dezenten Holzeinsatz.

Vom Crémant bis zur Fine de Bourgogne „Ultreîa“

Das Portfolio reicht weit über klassische Burgunderweine hinaus: Der Crémant „Élévation 424“ spielt mit der Höhenlage der Weinberge, während die Fine de Bourgogne „Ultreîa“ eine direkte Hommage an die Jakobsweg-Erfahrung darstellt – „Ultreîa“ war der traditionelle Pilgergruß auf dem Camino. Die Zweitlinie „Petit Aigle“ unter Ecocert-Zertifizierung macht biodynamische Burgunderweine einem breiteren Publikum zugänglich.

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