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Alois Lageder

Clemens Lageder - Alois Lageder

Seit 1823 schreibt die Familie Lageder Weingeschichte in Südtirol. Was als Weinhandlung in Bozen begann, ist heute mit Alois Lageder eines der renommiertesten biodynamischen Weingüter Italiens. Clemens Lageder führt das Erbe in sechster Generation fort – gemeinsam mit seinen Schwestern Helena und Anna. 2004 stellte das Weingut auf biodynamische Bewirtschaftung um, heute tragen alle 55 Hektar Eigenbesitz das Demeter-Siegel. Seit 2024 arbeiten auch sämtliche 60 Vertragswinzer biologisch oder biodynamisch. Mit der experimentellen Komet-Linie hinterfragt Clemens konventionelle Weinmacher-Dogmen.




Mehr über Alois Lageder

Sechs Generationen Weinkultur

Die Geschichte beginnt 1823, als Johann Lageder in Bozen mit dem Weinhandel startete. Sein Urenkel Alois III erkannte das Potenzial des wärmeren Südens und erwarb 1934 den Ansitz Löwengang in Margreid – noch heute das Herzstück des Weinguts. Nach seinem Tod übernahmen seine Tochter Wendelgard und ihr Mann Luis von Dellemann gemeinsam mit Alois IV die Leitung. Heute steht Clemens Lageder (Jahrgang 1987) an der Spitze, unterstützt von seinen Schwestern Helena und Anna.

Biodynamische Weinberge mit Blumen bei Alois Lageder

Pioniere der Biodynamie

Schon in den 1970er Jahren experimentierte Alois Lageder mit biologischem Anbau – inspiriert von seiner Mutter, die den Familiengarten biodynamisch bewirtschaftete. 2004 folgte die offizielle Umstellung aller Eigenlagen auf Demeter-zertifizierten Weinbau. „Heute stehen der Betriebskreislauf, die Bodenfruchtbarkeit und das Soziale im Fokus“, erklärt Clemens Lageder die Philosophie. Die Blumenwiesen zwischen den Rebzeilen sind keine Dekoration, sondern Teil eines ganzheitlichen Ökosystems. Seit 2024 arbeiten auch alle rund 60 Vertragswinzer ausschließlich biologisch oder biodynamisch – ein Meilenstein für die gesamte Region. Am anderen Ende der Skala steht Pranzegg: Martin Gojer bewirtschaftet gerade einmal vier Hektar Steillagen oberhalb von Bozen, wo Ouessant-Schafe das Gras zwischen den Pergola-Reben kurz halten.

Luftaufnahme Margreid mit Weinbergen

Die Komet-Revolution

Mit der Komet-Linie bricht Clemens Lageder bewusst mit Konventionen. Die Weine tragen keine Jahrgangszahlen im klassischen Sinn, sondern römische Ziffern wie „XXI“ oder „XXIII“. Der LUI XXI Komet Bianco ist ein Sauvignon Blanc mit natürlicher Vinifikation und Spontangärung. Der PRE CHA XXIII überrascht mit spektakulär niedrigem Alkoholgehalt. Und der LIL‘ KRA XXIII zeigt, wie elegant ein Rotwein sein kann.

Terroir zwischen Dolomiten und Gardasee

Margreid liegt im südlichsten Teil Südtirols, wo mediterrane Einflüsse auf alpine Kühle treffen. Die 55 Hektar Eigenbesitz plus 85 Hektar der Vertragswinzer erstrecken sich über verschiedene Lagen und Höhenstufen. Pinot Grigio, Gewürztraminer, Lagrein und Chardonnay bilden das klassische Portfolio. Der Misto Mare vereint mehrere Rebsorten zu einem lebendigen Weißwein, der die Vielfalt des Terroirs in einem Glas einfängt. Wer Lageder trinkt, schmeckt nicht nur exzellenten Wein, sondern auch die Überzeugung, dass Qualität nur aus gesunden Böden entstehen kann.

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