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M. Schädler - Steffen Mugler

Steffen und Daniela Mugler

Präzision trifft auf Pfälzer Leichtigkeit – diese Weine verbinden burgundischen Schliff mit der Fruchtfülle ihrer Herkunft. Das Weingut M. Schädler – Steffen Mugler entstand aus der Zusammenarbeit zweier Winzerfamilien in Maikammer, die ihre Rebflächen und ihr Können bündelten. Steffen Mugler, zuvor bei namhaften Betrieben tätig, bringt internationales Knowhow mit, während die Schädlers ihre tiefe Verwurzelung im Terroir einbringen. Gemeinsam vinifizieren sie Burgundersorten und Riesling mit besonderem Feingefühl: spontan vergoren, lange auf der Hefe gereift, minimal geschönt. Das Ergebnis sind Weine, die Substanz besitzen ohne Schwere, Eleganz zeigen ohne Blässe – ehrliche Gewächse mit Charakter und Trinkfluss.




Mehr über M. Schädler - Steffen Mugler

Zwei Visionen, ein Weingut

Die Geschichte von M. Schädler – Steffen Mugler beginnt nicht mit einer Gründung, sondern mit einer Verschmelzung. Als Steffen Mugler nach Stationen bei renommierten Betrieben wie Christmann in die Pfalz zurückkehrte, fand er in der Familie Schädler Partner, die seine Philosophie teilten. Die Schädlers bewirtschafteten bereits seit Generationen Rebflächen rund um Maikammer, doch fehlte ihnen die Kapazität für den Ausbau nach höchsten Qualitätsmaßstäben. Was folgte, war eine symbiotische Verbindung: traditionelle Weinbergspflege trifft auf moderne Kellertechnik, Familientradition auf internationale Erfahrung.

Das Weingut bewirtschaftet heute rund zehn Hektar in den besten Lagen der Südpfalz. Die Kalkmergel- und Buntsandsteinböden von Maikammer prägen den Charakter der Weine fundamental. Hier, wo das Klima mediterrane Züge trägt und die Haardt als Schutzwall gegen Westwinde fungiert, reifen die Trauben bei optimaler Temperaturamplitude. Die Weinberge werden nach ökologischen Prinzipien gepflegt, auch wenn keine Zertifizierung angestrebt wird – für Mugler zählt das Ergebnis im Glas, nicht das Label.

Burgundische Finesse aus pfälzischem Terroir

Der Fokus liegt klar auf den Burgundersorten und dem Riesling. Während letzterer das traditionelle Aushängeschild der Pfalz bildet, zeigen die Pinots und der Chardonnay, wie vielfältig die Region sein kann. Der Weissburgunder Reserve 2024 etwa verbringt Monate im Barrique und auf der Feinhefe, entwickelt dabei eine Textur, die an cremige Burgunderweine erinnert, ohne die pfälzische Fruchtklarheit zu verlieren. Mugler versteht es, dem Holz seinen Platz zuzuweisen – als Strukturgeber, nie als Geschmacksdominator.

Wer die unkomplizierte Seite des Sortiments kennenlernen möchte, greift zum Simply White 2024. Diese Cuvée beweist, dass Einstiegsweine nicht simpel sein müssen. Spontangärung und der Verzicht auf Schönung sorgen für Lebendigkeit und Trinkfluss – ein Wein, der zum zweiten Glas einlädt, ohne zu ermüden.

Beim Riesling zeigt sich die Bandbreite des Könnens besonders deutlich. Der Riesling Maikammer Kirchenstück 2023 stammt aus einer der historischen Toplagen der Gemeinde. Die Buntsandsteinverwitterung verleiht diesem Gewächs eine feine Mineralität, während die spontane Vergärung für komplexe Hefenoten und Tiefe sorgt. Hier wird nicht auf griffige Frucht und Säurespiel reduziert – dieser Riesling besitzt Substanz und Entwicklungspotenzial.

M. Schädler Steffen Mugler Weinberg

Vielfalt im Glas

Besonders interessant wird es bei den Cuvées und Spezialitäten. Die Mugler Cuvée „R“ 2023 vereint mehrere Rebsorten zu einem Wein, der mehr ist als die Summe seiner Teile. Hier zeigt sich Muglers Gespür für Balance und Harmonie – jede Komponente findet ihren Platz, ohne die anderen zu dominieren.

Das Sortiment reicht bis zum Sekt, wo Schwarzriesling nach traditioneller Methode versektet wird. Diese Breite ist kein Zufall, sondern Programm: Mugler und die Schädlers wollen keine Spezialisten für eine einzige Rebsorte sein, sondern die Möglichkeiten ihres Terroirs ausschöpfen. Dabei bleibt der Stil stets erkennbar – reduzierter Schwefel, spontane Vergärung, lange Hefelager, minimale Intervention.

M. Schädler Steffen Mugler Weinkeller

Handwerk statt Hochglanz

Was die Weine von M. Schädler – Steffen Mugler auszeichnet, ist ihre Authentizität. Hier wird nicht nach Punkten oder Bewertungen gearbeitet, sondern nach Überzeugung. Die Etiketten sind schlicht, die Präsentation unprätentiös – der Fokus liegt kompromisslos auf dem Inhalt. Diese Haltung teilt das Weingut mit anderen progressiven Betrieben der Region wie Michael Andres, die ebenfalls handwerkliche Qualität über Marketing stellen.

Die Weine wirken niemals konstruiert oder übertrieben. Sie besitzen jene Trinkfreude, die entsteht, wenn Winzer ihrem Terroir und ihren Trauben vertrauen, statt ihnen einen Stil überzustülpen. Das macht sie zu perfekten Essensbegleitern, aber auch zu Weinen, die solo Freude bereiten – ehrlich, lebendig und mit jenem Spannungsbogen, der zum nächsten Schluck animiert.

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