Offene, duftige Nase mit Walderdbeeren, Himbeeren und Kirschen, dazu florale Pfingstrosen-Noten und dezent zurückhaltende braune Gewürze.
Geschmack
Frisch, lebendig und saftig mit zunehmender Tiefe und Würze am Gaumen; feine Textur, Anklänge von Teer und Traubenhäuten, elegante Präsenz.
Charakter
Jung, aber bereits zugänglich – ernsthafter als ein einfacher Bourgogne, mit der Finesse und dem Stil eines kleinen Vosne-Romanée.
Dazu
Passt wunderbar zu Entenbrust, Pilzgerichten wie Risotto mit Steinpilzen oder zu mildem Weichkäse.
Besonderheiten
Cuvée aus drei Lagen rund um Vosne-Romanée, Clos de Vougeot und Chambolle-Musigny; rund 30 % Ganztrauben und Ausbau über 12 bis 15 Monate in mehrfach gebrauchten pièces mit sehr geringem Neuholzanteil sorgen für Frische und feine Tannine.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Transparentes Rubinrot, klar und leuchtend im Glas – ganz im Sinne der Finesse, die Sophie Noëllat als Credo des Hauses formuliert.
Nase
Duftig und offen von Anfang an: Walderdbeeren, Himbeeren und ein paar Kirschen, dazu die florale Note von Pfingstrosen. Die würzige Seite, die man von Vosne-Romanée erwartet, klingt mit braunen Gewürzen dezent an, ohne die Frucht zu überlagern.
Gaumen
Hier gewinnt der Wein an Ernsthaftigkeit – wie ein kleiner Vosne-Romanée mit Anklängen von Teer und Traubenhäuten. Frisch, lebendig, saftig, mit feiner, durchaus eleganter Textur und schöner Präsenz. Jung, aber bereits trinkfreudig.
Abgang
Die Würze der Vosne-Parzellen trägt den Ausklang, fein und länger, als man es von einem Bourgogne erwartet. Was bleibt, ist der Wunsch, die Flasche mit jemandem zu teilen, der Burgund versteht.
Terroir & Herkunft
Die Trauben stammen aus drei Lagen: eine südlich von Vosne-Romanée, eine unweit des Clos de Vougeot und eine bei Chambolle-Musigny. Arnaud Sirugue und Sophie Noëllat führen seit 2023 zwölf Hektar rund um Vosne-Romanée – bis hinauf zum Grand Cru Grands Échézeaux. Ihre Parzelle Les Barreaux grenzt direkt an den mythischen Cros Parantoux von Henri Jayer, mit dem die Familie durch Heirat verbunden ist.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Pinot Noir, trocken, 13 % Vol. Der Anteil an Ganztrauben lag bei etwa 30 % – eine Technik, die in warmen Jahren Frische bewahrt und die Tannine verfeinert. Der Ausbau erfolgte über 12 bis 15 Monate in vorwiegend gebrauchten pièces; der Neuholzanteil ist sehr gering.
Speiseempfehlungen
Seine lebendige Art passt zu Coq au vin, Lachsforelle mit Linsen, Entenbrust oder einfach Pilztarte. Auch leicht gekühlt zum Charcuterie-Brett eine Freude.
Besonderheiten
Ein Bourgogne, der mehr ist als sein Etikett verspricht: Wenn zwei burgundische Dynastien – Noëllat und Sirugue – ihr Erbe zusammenlegen, entsteht selbst im Einstiegswein jene Tiefe und seidige Art, für die Vosne-Romanée berühmt ist. Mehr Stoff und Eleganz als ein einfacher Passetoutgrains, aber genauso zugänglich.