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Peter Jakob Kühn

1786 gründete Jacobus Kühn ein Weingut in Oestrich-Winkel – sein Vorname ziert bis heute den Einstiegswein. Das Weingut Peter Jakob Kühn wird heute in zwölfter Generation von Peter Bernhard und Viktoria geführt. Auf 21 Hektar wachsen hier fast ausschließlich Rieslingreben, die nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet werden. Was im konservativen Rheingau einst als Spinnerei galt, zeigt sich heute als Stärke: Rieslinge von kristalliner Klarheit, getragen von Schiefer und Quarzit, ohne schweren Holzeinsatz oder Lagerausbau. Die Großen Gewächse aus Doosberg, Jungfer und St. Nikolaus gehören zum Feinsten, was deutscher Riesling zu bieten hat.
Mehr über Peter Jakob Kühn
Von Jacobus bis Peter Bernhard: Zwölf Generationen Riesling
Der Name des Einstiegsweins verrät es: Jacobus hieß der Mann, der 1786 das Weingut in Oestrich-Winkel gründete. Seitdem hat die Familie Kühn den Besitz nie aus der Hand gegeben. 1978 übernahmen Angela und Peter Jakob in neunter Generation – und begannen einen radikalen Wandel. Weg vom Massenertrag, hin zu Qualität. Weg von der Chemie, hin zur Riesling-Traube als Ausdruck ihres Terroirs.

Demeter im konservativen Rheingau
Als Peter Jakob Kühn Anfang der 2000er auf biodynamische Bewirtschaftung umstellte, erntete er im traditionsbewussten Rheingau vor allem Kopfschütteln. Schafe zwischen den Rebzeilen? Hornmist und Baldrian? Für viele Nachbarn war das Esoterik. Seit 2009 trägt das Weingut das Demeter-Siegel – und die Kritiker sind verstummt. Die 21 Hektar in den Lagen Doosberg, Klosterberg, Lenchen, St. Nikolaus, Hendelberg und Jungfer liefern Jahr für Jahr den Beweis: Biodynamie und Spitzenqualität schließen sich nicht aus, sie bedingen einander.
Im Keller regiert die gleiche Philosophie der Zurückhaltung. Spontanvergärung, keine Schönung, minimaler Schwefeleinsatz. Die Weine finden ihren Weg, der Winzer begleitet nur. Was dabei herauskommt, schmeckt nicht nach Methode, sondern nach Ort: Doosberg mit seiner kühlen Mineralität, Jungfer mit zarter Würze.

Elsässische Schule, rheingauer Handschrift
Mit dem Einstieg von Peter Bernhard und seiner Frau Viktoria begann 2012 ein neues Kapitel. Der Sohn hatte zuvor bei Zind-Humbrecht im Elsass und bei verschiedenen Burgunderproduzenten gearbeitet. Was er mitbrachte: ein noch feineres Gespür für Säurestruktur und Extraktion. Die Weine wurden präziser, die Konturen schärfer. Der VDP klassifizierte mehrere Lagen als Große Gewächse – eine Bestätigung dessen, was Kenner längst wussten.
Vom Jacobus bis zur Trockenbeerenauslese
Die Einstiegsweine – Jacobus, Rheinschiefer, Quarzit – setzen bereits Maßstäbe in ihrer Kategorie. Wer hier beginnt, bekommt eine Ahnung davon, was in den Ersten Lagen und Großen Gewächsen folgt. Die edelsüßen Auslesen und Beerenauslesen aus der Lage Lenchen zeigen eine andere Seite: konzentriert, aber nie schwer, mit einer Säure, die selbst hohe Restzuckerwerte elegant trägt. Die Familie Kühn beherrscht das gesamte Spektrum des Rieslings – von knochentrocken bis üppig süß, immer mit der gleichen Handschrift: transparent, mineralisch, lebendig.





















