Ergebnisse 1 – 24 von 28 werden angezeigt
Domaine Albert Mann

Die Domaine Albert Mann in Wettolsheim gehört zu den Weingütern, die man nicht vergisst. Maurice und Jacky Barthelmé – Schwäger, die sich die Arbeit teilen – bewirtschaften 25 Hektar in sechs Grand Cru Lagen, seit 1997 biodynamisch und Demeter-zertifiziert. Der Riesling vom Schlossberg hat diese Granitigkeit, die im Mund fast knistert. Der Pinot Noir aus dem Clos de la Faille könnte aus dem Burgund stammen. 2012 wurden sie „Winzer des Jahres“ – aber das erfährt man hier eher beiläufig.
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Pinot Gris Altenbourg, Le Tri, Sélection de Grains Nobles 2001 375ml
69,00 €Inkl. MwSt. wo zutreffend -
Pinot Gris Altenbourg, Le Tri, Sélection de Grains Nobles 2008 375ml
52,00 €Inkl. MwSt. wo zutreffend -
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Mehr über Domaine Albert Mann
Zwei Schwäger und knapp hundert Parzellen
Maurice kümmert sich um den Keller, Jacky um die Weinberge – so haben sie das aufgeteilt, als sie 1997 auf Biodynamie umstellten. Damals hielten viele das für Spinnerei. Heute stehen die beiden Schwäger mit ihren 25 Hektar in einer Liga mit den besten Elsässer Erzeugern. Sie bewirtschaften Reben in sechs Grand Cru Lagen: Schlossberg, Hengst, Furstentum, Steingrubler, Pfersigberg und Wineck-Schlossberg. Das klingt nach viel, aber die Flächen sind auf knapp hundert Parzellen verstreut – jede mit eigenem Charakter.
In den steilsten Lagen arbeiten sie mit Pferden statt Traktoren. Der Boden wird nicht verdichtet, das Wurzelwerk kann tiefer greifen. Mit Olivier Humbrecht von der benachbarten Domaine tauschen sie sich regelmäßig aus – beide sind Demeter-zertifiziert, beide überzeugt davon, dass lebendige Böden bessere Weine hervorbringen.

Der Schlossberg und seine Granitweine
Der Riesling ist hier die Leitrebsorte. Was vom Schlossberg kommt, schmeckt nach dem Granit, auf dem die Reben stehen – diese fast salzige Mineralität, dazu Zitrus und eine Spannung, die den Wein am Gaumen vibrieren lässt. Der Riesling Schlossberg Grand Cru 2021 zeigt das besonders gut.
Im Furstentum wächst Gewürztraminer auf Kalk, im Hengst steht Pinot Gris. Die Barthelmés haben über die Jahre gelernt, welche Rebsorte wohin gehört. Kein Schema, sondern Beobachtung über Jahrzehnte. Antoine, der Sohn, arbeitet inzwischen mit – die nächste Generation ist da.
Rotwein im Elsass
Elsass und Rotwein, das klingt erstmal ungewöhnlich. Aber der Pinot Noir Clos de la Faille räumt mit Vorurteilen auf. Die Monopollage gehört den Barthelmés allein. Sie behandeln sie wie einen Burgunder-Weinberg: Handlese, offene Gärung, Ausbau im kleinen Holz. Das Ergebnis hat Finesse, seidige Tannine, nichts Schweres.
Daneben experimentiert Maurice mit Amphoren. Der Outrevin, ein Pinot Noir fast ohne Schwefel, reift in Tongefäßen. Ein Nebenprojekt, das er seit Jahren weiterführt.

Crémant und Süßweine
Der Crémant d’Alsace Extra Brut gehört zu den besten der Region. Feine Perlage, trocken, mit einem Preis, der Champagner alt aussehen lässt.
Wenn das Jahr es zulässt, entstehen auch Vendanges Tardives und Sélection de Grains Nobles – Süßweine, die Jahrzehnte reifen können. Die Barthelmés machen das nicht jedes Jahr. Nur wenn die Trauben es hergeben. Diese Haltung zieht sich durch alles hier: nichts erzwingen, beobachten, reagieren.
























