Abfüller: Weingut Peter Jakob Kühn, Mühlstraße 70, 65375 Oestrich-Winkel / Germany
Im Glas
Farbe
Funkelndes Goldgelb mit lebendiger, breitgestreuter Perlage.
Aroma
Rote Früchte und reifer Apfel treffen auf Zedernholz, nussige Noten und deutliche Hefewürze – dazu Anklänge von Steinpilzen und Sojasauce, pures Umami.
Geschmack
Anregend trocken und präzise, mit saftiger Frucht, belebendem Gerüst und zarter Phenolik, die Grip und Spannung verleiht.
Charakter
Ein ernsthafter, tiefgründiger Sekt ohne Dosage – kühles Terroir der höher gelegenen Weinberge trifft auf lange Hefereife, das ergibt Komplexität statt bloßer Frische.
Dazu
Pilzgerichte wie Steinpilz-Risotto, gebratene Entenbrust mit Röstaromen oder gereifter Hartkäse.
Besonderheiten
52 Monate Hefelager verleihen dem Brut Nature seine ausgeprägte Umami-Tiefe; die Trauben stammen aus kühlen, höher gelegenen Parzellen des Demeter-zertifizierten Weinguts.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Funkelndes Goldgelb, dazu eine lebendige, breitgestreute Perlage – ein Bild, das die lange Hefelagerung bereits erahnen lässt.
Nase
Ein Duft von ungewohnter Tiefe für einen deutschen Sekt: rote Früchte und reifer Apfel treffen auf Zedernholz und nussige Anklänge. Darunter liegen deutliche Hefenoten, Steinpilze und ein Hauch Sojasauce – pures Umami, das neugierig macht.
Gaumen
Anregend trocken und präzise, mit saftiger Frucht und belebendem Zug. Eine zarte Phenolik verleiht dem Schäumenden Griff und Ernsthaftigkeit – fernab jeder Süße, wie es Brut Nature verlangt.
Abgang
Lang und klar, mit würzig-nussigem Nachhall und einer feinen Bitternote, die den Mund wässrig macht.
Terroir & Herkunft
Die Trauben stammen aus höher gelegenen, kühleren Weinbergen rund um Oestrich-Winkel im Rheingau – dort, wo die Familie Kühn seit 1786 Reben kultiviert und heute in zwölfter Generation von Peter Bernhard und Viktoria Kühn geführt wird. Das Gut bewirtschaftet seine 21 Hektar nach Demeter-Richtlinien, im Rheingau einst belächelt, heute längst anerkannt.
Rebsorte & Vinifikation
Spätburgunder als Blanc de Noirs – weiß gekeltert aus roten Trauben. Nach der Ernte erfolgt die traditionelle Flaschengärung, anschließend reift der Sekt beeindruckende 52 Monate auf der Hefe, ehe er degorgiert wird. Ohne Dosage abgefüllt, bleibt er kompromisslos trocken.
Speiseempfehlungen
Ein Sekt für den Tisch, nicht nur für den Empfang: Pilzgerichte und Risotto mit Steinpilzen greifen die Umami-Aromatik auf, ebenso Gerichte mit Röstnoten wie gerösteter Blumenkohl, knusprige Entenbrust oder Ofengemüse mit Miso. Auch zu hartem, gereiftem Käse eine spannende Wahl.
Besonderheiten
Riesling-Denken auf Spätburgunder angewandt: Ein Haus, das für kristalline, terroirgeprägte Weine steht, überträgt dieselbe Handschrift auf die Flaschengärung. Das Ergebnis ist ein Brut Nature von seltener aromatischer Komplexität – mehr Wein als Aperitif, mit einer erdig-hefigen Dimension, die man im Rheingau sonst vergeblich sucht.