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Cottá Barbaresco DOCG 2020

Cottá, Barbaresco DOCG 2020

Ein kraftvoller, reifungsbedürftiger Nebbiolo aus der Heimat-Parzelle des Weinguts in Neive – fruchtbetont, tiefgründig und auf lange Entwicklung angelegt.

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Rebsorte
Nebbiolo
Herkunft
Piemont, Italien
Jahrgang
2020
Alkohol
14,5 % Vol.
Restsüße
trocken
Servieren
16–18 °C
Inhalt
0,75 l · enthält Sulfite
Artikelnummer
9911400083
Abfüller und Zutaten

Abfüller: Az. Agr. Sottimano, Loc.Cotta 21, 12052 Neive / Italy

Im Glas

  1. Farbe

    Recht transparentes Rubinrot, typisch für jungen Nebbiolo.

  2. Aroma

    Zunächst zurückhaltend, mit Luft schwarze und saure Kirschen, Bittermandel, Hagebutte, Granatapfel und Schlehe; dazu schwarzer Tabak, Erde, Laub, Mokka und eine Spur Jod.

  3. Geschmack

    Festes, reifes Tannin-Gerüst trifft auf lebhafte, klare Säure; dunkle Beeren, Kirschen und Sanddorn, salzige Anklänge sowie Noten von Wald und Unterholz.

  4. Charakter

    Ein geduldiger Long-Distance-Runner mit Tiefe und Spannung – aktuell noch verschlossen, aber mit exzellentem Potenzial für die Flaschenreife.

  5. Dazu

    Ossobuco milanese, Kaninchenrouladen mit Salbei und Peperoncino oder braune Raslinge mit Kürbis und Polentagnocchi.

  6. Besonder­heiten

    Trauben von Reben aus den 1970er-Jahren, seit Jahrzehnten bio-zertifiziert bewirtschaftet; spontan vergoren, bis zu 60 Tage auf der Maische, 24 Monate Ausbau in großen Botti, ungefiltert abgefüllt.

Verkostungsnotiz


Farbe & Aussehen
Recht transparentes Rubinrot — typisch Nebbiolo, keine dunkle Maske, dahinter steckt dennoch beträchtliche Substanz.
Nase
Der Cottá ist der Verschlossene im Sottimano-Quintett und braucht Luft. Dann zeigt er schwarze und saure Kirschen, Bittermandel, Hagebutte und Granatapfel, dazu Schlehe und Pflaume. Darunter liegen schwarzer Tabak, Erde, Laub, Mokka und eine jodige, fast salzige Spur. Noch leicht reduktiv — ein Wein, der sich Zeit nimmt und Zeit verlangt.
Gaumen
Festes, reifes, spürbares Tannin, dazu eine lebhafte, klare Säure — das Gerüst eines Langstreckenläufers. Dunkle Beeren, Kirschen und Sanddorn, ein Hauch Salz, dazu der Geschmack von Wald und Unterholz. Kraftvoll bei 14,5 % Vol., aber kühl gezeichnet.
Abgang
Lang, straff und von feiner salziger Mineralität getragen; das Tannin bleibt präsent, ohne zu beißen.
Terroir & Herkunft
Die Lage Cottá in Neive ist der Heimat-Cru des Hauses — hier erwarb Rino Sottimano Ende der 1960er das Hofgut. Unter den fünf Einzellagen-Barbareschi des Guts liefert Cottá die fruchtbetontesten Weine mit Noten roter und schwarzer Frucht. Viele Rebstöcke stehen seit den 1970er- und 80er-Jahren im Boden; der durchschnittliche Ertrag liegt bei niedrigen 15 hl/ha.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Nebbiolo, entrappt und bis zu 60 Tage auf der Maische belassen — wo andere längst abpressen, wartet Andrea Sottimano. Vergoren in offenen Edelstahlständen mit regelmäßig untergestoßenem Tresterhut, danach rund 24 Monate Reife in großen, leicht konisch zulaufenden Botti. Biologisch bewirtschaftet seit den 1970ern, spontan vergoren, ungefiltert.
Speiseempfehlungen
Ossobuco milanese all’autunno ist die klassische Wahl. Ebenso stimmig: Kaninchenrouladen mit Salbei und Peperoncino oder braune Raslinge mit Kürbis und Polentagnocchi — Gerichte mit Tiefe, die dem Tannin etwas entgegensetzen.
Besonderheiten
Geduld als Stil: Bis zu sechzig Tage Mazeration geben diesem Barbaresco eine Tiefe, die sich erst über Jahre öffnet. Der 2020er ist kein Wein für den schnellen Abend, sondern einer, den man in den Keller legt — oder großzügig karaffiert. Wer ihm diese Zeit gibt, wird mit einem der charaktervollsten Barbareschi aus Neive belohnt.

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