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Rosso di Montalcino DOC 2017

Rosso di Montalcino DOC 2017

Rosso di Montalcino DOC 2017 von Pian Dell’Orino: kühler, rassiger Sangiovese aus biodynamischem Anbau, mit dunkler Frucht, feinen Gewürznoten und einem nahezu endlosen, tanninbestimmten Finale.

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Vorrätig

Rebsorte
Sangiovese
Herkunft
Toskana, Italien
Jahrgang
2017
Alkohol
14,0 % Vol.
Restsüße
trocken
Servieren
16–18 °C
Inhalt
0,75 l · enthält Sulfite
Artikelnummer
9911071064
Abfüller und Zutaten

Abfüller: Az. Ag. Pian dell' Orino, Loc. Piandellorino 189, 53024 Montalcino / Italy

Im Glas

  1. Farbe

    Klares Rubinrot.

  2. Aroma

    Brombeere, Pflaume, Cassis und Holunder, dazu dunkle Schokolade, Zimt, Wacholder und zartes Süßholz; untermalt von Leder und feiner Röstnote.

  3. Geschmack

    Kühl und rassig mit mineralischem Zug; reife, zupackende Gerbstoffe, fleischig, von Lakritz begleitet, mit scheinbar unendlichem Nachhall.

  4. Charakter

    Nobler, kraftvoller Rosso mit Tiefe und Präzision – dicht und mundfüllend, dabei erstaunlich kühl und geradlinig.

  5. Dazu

    Lammkarée mit grünen Bohnen und Süßkartoffeln, Flanksteak mit Kartoffel-Kürbisstampf oder karamellisierte Petersilienwurzel.

  6. Besonder­heiten

    Stammt aus dem biodynamisch zertifizierten Weingut Pian Dell’Orino – direkt neben Biondi-Santi, wo ein Rebstock lediglich eine Flasche Wein ergibt. Perfekt eingebundenes Holz und spontane Gärung prägen diesen puristischen Montalcino.

Verkostungsnotiz


Antonio Galloni nannte Pian Dell’Orino eines der absoluten Top-Weingüter in Montalcino – und dieser Rosso zeigt warum. Caroline Pobitzer aus Südtirol und der deutsche Önologe Jan Erbach bewirtschaften streng biodynamisch sechs Hektar Sangiovese direkt neben Biondi-Santi, bio-zertifiziert durch ICEA und laut Weingut biodynamisch zertifiziert durch AgriBio. Ihr Rosso ist kein Abfallprodukt des Brunello, sondern ein eigenständiger, präziser Wein: sortenrein, unverschnitten, transparent.

Farbe & Aussehen
Klares Rubinrot mit feinem Glanz – sauber, leuchtend, ohne jede Trübung.
Nase
Erhaben und dunkel: Brombeere und Pflaume, dazu Cassis und Holunderbeere. Eine schokoladige Note rundet ab, Zimt, Wacholder und zartes Süßholz treten hinzu, fein dahinter Leder und eine dezente Röstaromatik. Das Holz ist vorbildlich eingebunden.
Gaumen
Kühl, rassig, mineralisch geprägt. Das Tannin ist zupackend, aber reif und weich, mundfüllend und dennoch nie schwer. Fleischig im Ausdruck, von einem feinen Lakritz-Ton flankiert – ein Wein, der Appetit macht.
Abgang
Die Gerbstoffe greifen fest zu und lassen den Gaumen lange nicht los: ein schier unendliches Finale, in dem das gesamte Aromenspiel der Nase noch einmal aufblüht.
Terroir & Herkunft
Die Trauben stammen 2017 aus drei Weinbergen: Scopeta auf 320 Metern, dem mittleren Teil von Pian Bassolino auf 370 Metern und Pian dell’Orino auf 500 Metern. Die Böden sind stark kalkhaltige Tone und Mergel, blaugraue Tone aus dem Pliozän, Alberese und Flysch; die Reben waren 14 bis 19 Jahre alt. Erbach und Pobitzer erstellten für ihre Weinberge eigene geologische Karten, eine Bodenforschung, die in Montalcino ihresgleichen sucht.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Sangiovese Grosso. Die Ertragsreduktion folgt dem Credo: ein Rebstock ergibt höchstens eine Flasche. Im Dürrejahr 2017 fiel der letzte Regen am 28. April, gelesen wurde vom 28. bis 31. August, bei 20 Hektolitern je Hektar. Der Most gärte spontan bis 30 °C in Eichenholz-Gärbottichen und blieb über drei Wochen auf der Maische; danach reifte der Wein 28 Monate in einem 30-Hektoliter-Eichenfass. Am 19. März 2020 wurden 3.992 Flaschen unfiltriert abgefüllt.
Speiseempfehlungen
Lammkarée mit grünen Bohnen und Süßkartoffeln, Flanksteak mit Kartoffel-Kürbisstampf und cremigem Spinat oder als vegetarische Richtung karamellisierte Petersilienwurzel mit Rote-Bete-Feldsalat.
Besonderheiten
Nach dem Brunellopoli-Skandal 2008 veröffentlichten Erbach und Pobitzer die Analysedaten ihrer Ernten – Transparenz statt Verschleierung. Mit der Gruppe Sangiovese Per Amico bleiben sie der offiziellen Messe fern. Dieser Rosso trägt dieselbe kompromisslose Handschrift: kühl, präzise, von fossiler Herkunft geprägt – ein Montalcino, der seinen Preis im Glas rechtfertigt.

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