Mittleres Strohgelb mit einem frischen, leicht grünen Reflex
Aroma
Pur und präzise – Muschelkalk-Mineralität, Kräuter, Zitronenschale und -kerne, zerriebenes Gestein, Apfel und Reineclaude
Geschmack
Helle, klare Frucht mit seidiger Textur, feiner durchdringender Säure, einem Hauch Phenol, Extraktsüße, Salz und großer Länge
Charakter
Elegant und tiefgründig – ohne Holzeinsatz entfaltet dieser Weißburgunder eine seltene Kombination aus Reinheit, Komplexität und charmanter Seidigkeit
Dazu
Gegrillter Steinbutt mit Kräuterbutter, Jakobsmuscheln mit Zitronenschaum, reifer Comté oder Ziegenkäse
Besonderheiten
Rund 40 Jahre alte Reben auf purem Muschelkalkboden im Triassystem, südlich exponiert im Siebeldinger Queichtal; spontane Vergärung im Edelstahl ohne Holzeinsatz – ein Weißburgunder GG von außergewöhnlicher Seltenheit in Deutschland
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Mittleres Strohgelb mit einem zarten grünen Reflex – klar, leuchtend und von feiner Brillanz.
Nase
Die Nase ist von bestechender Reinheit: Muschelkalk und zerriebenes Gestein dominieren das Bild, eingebettet in Zitronenschale, Zitronenkerne und frische Kräuter. Dazu gesellen sich ein Hauch Apfel und die zarte Würze von Reineclaude. Pur, präzise, unverfälscht – der Boden spricht direkt ins Glas.
Gaumen
Am Gaumen entfaltet sich eine helle, kühle, kristalline Frucht, die von einer seidigen, fast schwebenden Textur getragen wird. Die feine, durchdringende Säure gibt dem Wein Spannung und Rückgrat, während ein Hauch Phenol, feinste Extraktsüße und ein deutliches Salzelement für Vielschichtigkeit sorgen. Kein Holz lenkt ab – die Komplexität entsteht aus sich selbst heraus.
Abgang
Lang, mineralisch, salzig. Der Abgang zeigt Grip und Tiefe, hinterlässt ein anhaltendes Kribbeln von Kalkstein und Zitrus und lässt den Trinker schlicht staunen. Herausragend.
Terroir & Herkunft
Die Lage „Im Sonnenschein“ liegt in der Siebeldinger Sommerseite im Queichtal – ungewöhnlich südlich exponiert im Vergleich zur sonst östlich ausgerichteten Haardtrand-Topographie. Auf 160 bis 250 Metern Höhe und mit einer Hangneigung von bis zu 20 % wachsen die Reben auf reinem Muschelkalkboden aus dem Trias – einem der edelsten geologischen Substrate der Pfalz.
Rebsorte & Vinifikation
Rund 40 Jahre alte Weißburgundeurreben (Pinot Blanc) liefern das Ausgangsmaterial für dieses Große Gewächs. Nach schonend langsamer Pressung erfolgt die Vergärung spontan, ausgebaut wird im Edelstahl – ohne Holzeinfluss, ohne Kompromisse. Rebholz vertraut dem Weinberg, und der Weinberg dankt es.
Speiseempfehlungen
Ideal zu gegrilltem Steinbutt mit Kräuterbutter, Jakobsmuscheln auf Erbsenpüree, Zander mit Beurre blanc oder einem klassischen elsässischen Flammkuchen. Auch als meditativer Begleiter zu einem Stück gutem Comté eine Offenbarung.
Besonderheiten
Ein Weißburgunder GG, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Ökonomierat Rebholz beweist, dass Pinot Blanc – oft als „kleiner Bruder“ des Burgunders abgetan – in den richtigen Händen und auf dem richtigen Boden zu echter Grandeur fähig ist. Kein Holz, keine Kosmetik – nur Terroir und Handwerk in vollendeter Form.