Ein trockener Nebbiolo aus Neive, der als offenherzigster und floralster der fünf Crus des Hauses gilt. Von alten Reben auf kalkhaltigen Böden mit Südwest-Ausrichtung, zeigt er seidige Eleganz und vibrierende Spannung.
Blumig duftend mit Stockrosen, Malven und Veilchen, dazu Kirschen aller Couleur; im Hintergrund balsamische Noten von Leder, Minze, Tabak, feine Mineralik und ein Hauch Orangenzeste.
Geschmack
Saftig und ausladend mit klar konturierter Kirschfrucht, fein poliertem Tannin und seidiger Textur; reife, gut eingebundene Säure sorgt für straffe Struktur und ein langes, würzig-frisches Finish.
Charakter
Der zugänglichste und eleganteste Barbaresco im Portfolio – jugendlich lebendig, seidenweich und dennoch tiefgründig strukturiert, mit großzügigem, schnell sich öffnendem Naturell.
Dazu
Ideal zu geschmorter Lammkeule, Trüffelrisotto oder Tagliatelle mit Wildragout.
Besonderheiten
18–22 Monate Holzausbau mit nur geringem Neuholzanteil, spontan vergoren und ohne Filtration oder Schönung abgefüllt – bio-zertifizierter Anbau aus einem Weingut, das seit über vierzig Jahren ökologisch arbeitet.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Transparentes Rubinrot – klar, leuchtend, mit jener durchscheinenden Helligkeit, die großen Nebbiolo schon im Glas verrät.
Nase
Duftig und von ausgesuchter Blumigkeit: Stockrosen, Malven, Veilchen, dazu ein Korb Kirschen in allen Schattierungen. Darüber schweben ätherische Noten von Minze, Tabak, Leder und eine feine Orangenzeste. Öffnet sich im Glas erstaunlich schnell und großzügig.
Gaumen
Saftig und ausladend, mit klar konturierter Kirschfrucht und würzigem Rahmen. Die jugendlichen Tannine wirken fein poliert und verleihen eine seidige Textur bei vibrierender Spannung. Die reife, gut eingebundene Säure gibt dem Wein eine straffe, geradlinige Führung – Finesse statt Wucht.
Abgang
Lang, würzig-frisch, mit anhaltendem Nachhall, in dem Frucht und florale Echos noch lange nachklingen.
Terroir & Herkunft
Der Cru Fausoni liegt im Gemeindegebiet von Neive, einem der klassischen Barbaresco-Dörfer. Die alten Reben stehen auf kalkhaltigen, eher kargen Böden in südwestlicher Ausrichtung. Viele der Stöcke hat Rino Sottimano selbst in den 1970er und 80er Jahren bepflanzt – heute fünfzig bis sechzig Jahre alt und ein Kapital, das Tiefe ins Glas bringt.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Nebbiolo, spontan mit wilden Hefen vergoren. Andrea Sottimano nimmt sich Zeit: langer Maischekontakt von bis zu sechzig Tagen – dort, wo andere längst abpressen –, danach etwa 18 bis 22 Monate im Holz mit nur kleinem Neuholzanteil. Abgefüllt ohne Filtration und ohne Schönung.
Speiseempfehlungen
Ein Wein für die klassische piemontesische Tafel: Tajarin mit Trüffel, Brasato al Barbaresco, Lammkarree mit Kräuterkruste oder einfach Pilzrisotto. Auch zu reifem Hartkäse eine verlässliche Wahl.
Besonderheiten
Fausoni ist im Sottimano-Portfolio der offenherzigste, floralste und zugänglichste der fünf Einzellagen-Barbareschi – ein Wein, der nicht auf Distanz bleibt, sondern sich schon jung großzügig zeigt, ohne an Substanz einzubüßen. Hergestellt von einem Gut, das seit über vierzig Jahren bio-zertifiziert wirtschaftet und im Keller auf Geduld statt Eingriffe setzt.