Der Fausoni Barbaresco DOCG 2018 von Sottimano stammt aus der kleinsten Einzellage des Weinguts in Neive und zeigt die weichste, floralste Seite des Hauses – ein Nebbiolo mit duftiger Aromatik, tiefgründiger Konzentration und aristokratischer Statur.
Rubinrot mit leuchtenden Reflexen, strahlend und klar.
Aroma
Herzkirschen und eingelegte Wildkirschen treffen auf frischen Himbeersaft, Johannisbeeren und getrocknete Blüten; Sandelholz, Nelke, Piment und ein Hauch Weihrauch verleihen würzige Tiefe, dazu Anklänge von getrockneten Tomaten, Salbei und Balsamico.
Geschmack
Fest und packend am Gaumen mit dunkelfruchtigem Tiefgang; das engmaschige, dichte Tannin sorgt für animierend herbe Adstringenz, getragen von konzentrierter Spannung, zart salziger Mineralik und einem fruchtig-herben Finish mit langem Nachhall.
Charakter
Athletisch und komplex mit griffiger Haptik – ein Langstreckenläufer, der trotz seiner Jugend bereits immense Vibration und Tiefe zeigt.
Dazu
Hasenrücken in Schokoladensauce mit Rosenkohl und Berberitzen, Steinbutt unter der Markkruste mit Selleriepüree oder ein Salat von gegrillter Roter Bete mit schwarzen Nüssen und Pinienkernen.
Besonderheiten
Aus Sottimanos kleinster Cru (1,5 Hektar) mit rund 45 Jahre alten Reben in Südwestlage; spontan vergoren mit eigenen Hefen, 24 Monate in französischer Eiche (davon 12 Monate auf der Hefe) ausgebaut und ungeschönt sowie ungefiltert gefüllt – Terroir pur aus dem Hause Sottimano.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Rubinrot mit leuchtenden Reflexen, strahlend und klar.
Nase
Ein Duftspiel zwischen reifer roter Frucht und würzig-balsamischen Noten: Herzkirschen und eingelegte Wildkirschen, frischer Himbeersaft, Johannisbeeren und getrocknete Blüten. Sandelholz, Nelken, Piment und ein Hauch Weihrauch verleihen dem Wein ein würziges Ornat – fast wie ein maghrebinischer Basar. Getrocknete Tomaten, Salbei und ein feiner Balsamico-Akzent runden das Bild ab.
Gaumen
Der Antrunk wird von einem kräftigen, engmaschigen Gerbstoff-Korsett gesteuert, das den Wein präzise konturiert. Trotz des eher leichten Jahrgangs zeigt er sich fest und packend, mit dunkelfruchtigem Tiefgang und einer athletischen, fast aristokratischen Statur. Die Tannine sind dicht und verleihen eine animierend herbe Adstringenz, getragen von konzentrierter Frucht mit subtilem Extrakt.
Abgang
Fruchtig-herb, mit zart salziger Mineralik und griffiger Haptik. Langer Nachhall – ein Langstreckenläufer.
Terroir & Herkunft
Die Cru Fausoni liegt etwas außerhalb von Neive und ist mit nur 1,5 Hektar die kleinste Lage des Hauses. Die rund 45 Jahre alten Reben stehen in südwestlicher Ausrichtung und gelten als die jüngsten Parzellen Sottimanos – was dem Wein seine für die Lage typische Balance aus Eleganz, duftiger Aromatik und tiefgründiger Konzentration verleiht. Fausoni gilt als der weichste, floralste der fünf Crus.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Nebbiolo, spontan vergoren mit eigenen Hefen. Die Mazeration dauert etwa 25 Tage, auch die malolaktische Gärung erfolgt spontan in französischer Eiche. Der Ausbau erstreckt sich über 24 Monate im Fass – davon 15 Prozent Neuholz, der Rest in Zweit- bis Viertbelegung –, zwölf Monate davon auf der Hefe. Ungeschönt und ungefiltert gefüllt.
Speiseempfehlungen
Die würzige Tiefe und das feste Tannin rufen nach Gerichten mit Struktur und Aromatik: Hasenrücken in Schokoladensauce mit Rosenkohlblättern, Berberitzen und Pommes Dauphine ist eine ebenso kühne wie stimmige Wahl. Auch Steinbutt unter der Markkruste mit Selleriepüree und Beurre Rouge findet in der salzigen Mineralik des Weins ein feines Gegenüber. Für Gemüsefreunde: Salat von gegrillter Roter Bete, Schwarzen Nüssen, Pinienkernen und Dill.
Besonderheiten
Seit dem Jahrgang 2014 wurde der Holzeinsatz im Keller deutlich reduziert – das Ergebnis ist ein Barbaresco von immenser Vibration und Tiefe, der bereits in der Jugend zugänglich wirkt, ohne sein Alterungspotenzial einzubüßen. Andrea Sottimano gehört zu jenen Winzern, die Geduld zur Tugend erhoben haben: Während andere längst abpressen, wartet er. Das schmeckt man.