Der Currá Barbaresco DOCG 2020 von Sottimano stammt aus 55–70 Jahre alten Nebbiolo-Reben in Neive – ein kraftvoller, langlebiger Rotwein aus dem Piemont, bio-zertifiziert, spontan vergoren und ungefiltert.
Tiefes Rubinrot mit granatfarbenen Reflexen am Glasrand.
Aroma
Reife rote Kirschen und Waldbeeren, dazu Veilchen, Rosenblüten, feine Würze, Unterholz und ein Hauch Tabak.
Geschmack
Dicht und tiefgründig, mit markantem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, würzigem Nachhall.
Charakter
Kraftvoll und extraktreich, dabei präzise und langlebig – ein Barbaresco mit ruhiger Größe und viel Geduld im Detail.
Dazu
Trüffel-Pasta, geschmorte Lammkeule, gereifter Parmigiano oder Pilzrisotto.
Besonderheiten
Bis zu 40–60 Tage Maischestandzeit und 24–30 Monate Reife in gebrauchten burgundischen Pièces mit nur 15 Prozent neuem Holz – spontan vergoren, ungefiltert, aus bio-zertifiziertem Anbau seit über 40 Jahren.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Barbaresco mit langem Atem und klarer Linie: dichtes Tannin, saftige Kirsch- und Rosennoten, darunter Anklänge an Kräuter und trockene Erde. Unter den fünf Crus des Hauses gilt Currà als der Wein mit dem größten Lagerpotenzial – kühl im Ton, präzise, ohne jede Üppigkeit. Er fordert Geduld und gibt sie zurück.
Terroir & Herkunft
Die Lage Currà gehört zu Neive, jener Ecke des Barbaresco-Gebiets, in der man weiß, was alte Reben wert sind. Die Stöcke hier sind 55 bis 70 Jahre alt – ein Kapital, wie Rino Sottimano es seit Ende der 1960er Jahre angelegt hat. Das Gut wird seit über vierzig Jahren biologisch bewirtschaftet, zertifiziert, ohne Herbizide und synthetische Dünger; das Gras wird gemäht, im Herbst jede zweite Reihe gepflügt. Heute führen Andrea, Elena und Claudia Sottimano das knapp zwanzig Hektar große Weingut.
Rebsorte & Vinifikation
Nebbiolo ist eine späte, anspruchsvolle Traube, die sich Zeit nimmt – und Andrea Sottimano gibt sie ihr. Während andernorts nach zwei bis drei Wochen abgepresst wird, bleibt der Most hier bis zu sechzig Tage auf der Maische. Vergoren wird spontan mit wilden Hefen aus Weinberg und Keller, die malolaktische Gärung läuft, wenn der Keller im Frühjahr von selbst warm wird. Der Ausbau erfolgt über 24 bis 30 Monate in gebrauchten burgundischen Pièces, nur fünfzehn Prozent neues Holz. Nicht gefiltert, nicht geschönt – so kommt der Wein ins Glas, wie er gewachsen ist.
Speiseempfehlungen
Dies ist ein Wein für den Tisch und für Geduldige. Klassisch zu geschmorter Rinderbrust in Nebbiolo oder Tajarin mit weißem Trüffel, ebenso überzeugend zu Wildschweinragout, Lammkoteletts mit Rosmarin oder einer Reifeplatte mit Pecorino. Unbedingt karaffieren und eine Stunde Luft geben – der Jahrgang 2020 wird über Jahre gewinnen.