Ein eleganter Pinot Noir aus der Côte de Nuits, der dunkle Beerenfrucht mit geschmeidiger Struktur verbindet – ein Wein, der klar nach seinem Terroir schmeckt, nicht nach Kellertechnik.
Abfüller: Jerome Galeyrand, 2 route nationale 74, 21220 Brochon / France
Im Glas
Farbe
Tiefes, intensives Kirschrot mit mittlerer Transparenz.
Aroma
Fein definierte Nase mit warmen und kühlen Noten von roten Beeren, Brombeeren, Süß- und Sauerkirschen, dazu Unterholz, warmer Waldboden und ein Hauch süßer Gewürze.
Geschmack
Saftig und luftig am Gaumen, dunkelbeeriger als in der Nase, mit weichen Tanninen und runder, aber präsenter Säure – reif und köstlich im Nachhall.
Charakter
Offen, geschmeidig und zugänglich, zugleich feingliedrig und duftig – ein leise sprechender, aber eindringlicher Burgunder mit echter Trinkfreude.
Dazu
Passt zu Entenbrust mit Kirschen, Pilzrisotto oder mildem Weichkäse – eine Reminiszenz an Galeyrands früheres Leben im Käsegeschäft.
Besonderheiten
Die Reben (gepflanzt 1980) stehen in La Combe du Pré, dem höchstgelegenen climat von Marsannay, auf fossilienreichem Ostrea-Acuminata-Mergel. Biologisch bewirtschaftet (seit 2019 zertifiziert), teils biodynamisch; Vergärung mit einheimischen Hefen, 85 % entrappt, Ausbau in gebrauchten Fässern mit nur rund 20 % Neuholz.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Tiefes, intensives Kirschrot mit mittlerer Transparenz – leuchtend und einladend im Glas.
Nase
Fein umrissen und vielschichtig: warme wie kühle Noten von roten Beeren, Brombeeren, Süß- und Sauerkirschen, dazu Unterholz und warmer Waldboden. Ein Hauch von Tawny-Port und süßen Gewürzen verleiht dem Duft Tiefe, ohne ihn zu beschweren.
Gaumen
Saftig und luftig, mit geschmeidigen Tanninen und einer runden, aber präsenten Säure. Dunkelbeeriger als die Nase vermuten lässt, reif und köstlich – der 2023er zeigt die offene, zugängliche Handschrift des Jahrgangs.
Abgang
Weich und ausgewogen, mit nachhallender dunkler Frucht und einer feinen Würze, die lange nachklingt.
Terroir & Herkunft
Die Reben, gepflanzt 1980, wurzeln in zwei unterschiedlich ausgerichteten Parzellen – vornehmlich in La Combe du Pré, dem höchstgelegenen climat von Marsannay. Der Boden besteht aus Ostrea-Acuminata-Mergel, einem kalkigen Mergelstein voller winziger Austernfossilien – ein Untergrund, der dem Wein seine straffe, mineralische Kante gibt. Marsannay, das nördliche Tor zur Côte de Nuits, liefert hier Pinot Noir von erstaunlicher Finesse.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Pinot Noir, zu 85 % entrappt, nach knapp einwöchiger Kaltmazeration mit einheimischen Hefen im Tank vergoren. Zwölf bis sechzehn Monate in gebrauchten Barriques (228 l) mit nur rund 20 % Neuholz – das Holz bleibt Kulisse, nicht Hauptdarsteller. Galeyrands Credo: keine Industriehefen, keine Schönung, keine Enzyme, wenig Schwefel. Terroir-Transparenz ohne technologische Eingriffe.
Speiseempfehlungen
Ideal zu Entenbrust mit Kirschsauce, Coq au vin, Pilzrisotto oder einer Scheibe Époisses – letzteres eine Reverenz an Galeyrands früheres Leben als Käseverkäufer.
Besonderheiten
Der Name „Est-Ouest“ verweist auf die beiden gegenläufig ausgerichteten Parzellen, aus denen dieser Wein entsteht. Dahinter steht eine ungewöhnliche Winzerkarriere: Der gebürtige Loire-Mann kam ohne Winzerfamilie ins Burgund, kaufte 2002 eine Parzelle von gerade 0,05 Hektar und wurde 2020 mit einem Stern im Guide des Meilleurs Vins de France ausgezeichnet. Die Weinbergsarbeit ist seit 2019 biologisch zertifiziert, teils biodynamisch – und das Ergebnis schmeckt nach Burgund und seinem Boden, nicht nach Kellertechnik.