Abfüller: Jerome Galeyrand, 2 route nationale 74, 21220 Brochon / France
Im Glas
Farbe
Helles, klares Goldgelb im Glas.
Aroma
Süße Zitrusfrucht und Zitronenöl, dazu nasse Kreide und ein Hauch staubiger Zedernholzwürze.
Geschmack
Geschmeidig und konzentriert, durchzogen von rauchiger Kalk-Mineralität, mit energischem, zupackendem Finale; öffnet sich im Glas und wird mit Luft zusehends feiner.
Charakter
Kühle Präzision und Handwerk: spontan vergoren, rund ein Jahr im Holz gereift und ohne Schönung gefüllt – ein Wein, der nach Herkunft schmeckt.
Dazu
Ein klarer Begleiter für Fisch und Meeresfrüchte, helles Geflügel sowie Ziegen- oder Hartkäse – Letzteres eine schöne Verbeugung vor Galeyrands acht Jahren im Käsehandel.
Besonderheiten
Côte de Nuits-Villages blanc aus Brochon im Norden der Côte de Nuits; in der Korbpresse gepresst, mit den eigenen Hefen spontan vergoren und ganz ohne Schwefel vinifiziert, eine kleine Gabe folgt erst im Ausbau oder vor der Füllung.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein weißer Burgund von kühler, kalkiger Präzision: süße Zitrusfrucht und Zitronenöl tragen den Duft, nasse Kreide und ein Hauch staubiger Zedernholzwürze geben ihm Kontur. Am Gaumen geschmeidig und konzentriert, durchzogen von rauchiger Kalk-Mineralität, mit einem energischen, zupackenden Finale. Wer ihm Luft gibt, wird belohnt: Im Glas öffnet er sich und gewinnt an Feinheit.
Terroir & Herkunft
Die Lage En Vignois liegt in Brochon im Norden der Côte de Nuits: mittlerer Hang, Südost-Exposition, Kalkboden. Aus ihr füllt Jérôme Galeyrand einen Côte de Nuits-Villages blanc, der bei uns den Namen Vignoy trägt. Galeyrand kam ohne Winzerfamilie aus der Loire ins Burgund, verdiente acht Jahre im Käsehandel sein Geld und begann 2002 mit einer ersten Parzelle von gerade 0,05 Hektar. Heute bewirtschaftet er 5,25 Hektar mit Sitz in Saint-Philibert; rund 70 Prozent der Fläche werden biologisch geführt, Pestizide sind tabu, die Böden werden gepflügt. Der Guide des Meilleurs Vins de France zeichnete ihn 2020 mit einem Stern aus.
Rebsorte & Vinifikation
Chardonnay aus Massenselektion, in der Korbpresse gepresst und spontan mit den eigenen Hefen vergoren. Während der Vinifikation kommt kein Schwefel zum Einsatz; eine kleine Gabe folgt erst im Ausbau beziehungsweise vor der Füllung. Der Wein reift rund ein Jahr im Holz, in großen Foudres und gebrauchten Fässern, und ruht danach zwei Monate im Tank. Keine Industriehefen, keine Schönung, keine Enzyme: Galeyrands Credo lautet frischer Traubensaft ohne technologische und önologische Eingriffe.
Speiseempfehlungen
Straff, mineralisch, konzentriert: Dieser trockene Wein verlangt nach Küche von ähnlicher Klarheit. Fisch von der Haut gebraten, Meeresfrüchte mit Zitrone und gutem Öl, helles Geflügel in feiner Jus, dazu ein gereifter Ziegenkäse oder würziger Hartkäse, der an Galeyrands erstes Leben im Käsegeschäft erinnert.