Abfüller: Weinberghof Fritsch, Oberstockstall 24, A-3470 Kirchberg am Wagram / Austria
Im Glas
Farbe
Saftig leuchtendes Zitronengelb mit zarten grünen Reflexen, klar und brillant.
Aroma
Kühle Kräuternoten von Zitronenmelisse, Kerbel, Weizengras und Zitronenthymian, getragen von steiniger Mineralik und subtilen Nuancen weißer Früchte.
Geschmack
Energiegeladen und zupackend am Gaumen mit festem Säuregerüst, fein-salziger Textur sowie ätherischen Tönen von Fenchel und Anis im langen Abgang.
Charakter
Ernsthaft, sehnig und vielschichtig – ein terroirgeprägter Wein von innerer Kraft, der mit Struktur statt vordergründiger Frucht überzeugt.
Dazu
Passt wunderbar zu gebratenem Zander auf Kräuterrisotto, Wiener Schnitzel vom Kalb oder feinen Gerichten mit Fenchel und Meeresfrüchten.
Besonderheiten
Biodynamisch erzeugt auf bis zu 63 Jahre alten Reben der Ersten Lage Steinberg; durch eine verlängerte Maischestandzeit wurden Gerbstoffe als eleganter Ausgleich zum warmen Erntejahr genutzt.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Saftig leuchtendes Zitronengelb mit zarten grünen Reflexen – klar, brillant und lebendig im Glas.
Nase
Der Wein öffnet sich ruhig und fast verhalten, ehe er seine wahre Tiefe offenbart. Frei von vordergründiger Primärfrucht dominiert ein kühles Gewebe aus Zitronenmelisse, Weizengras, Kerbel und Zitronenthymian. Dahinter blitzen dezent weißer Pfirsich, Nashi-Birne und ein Hauch Maracuja auf, stets geführt von einer steinigen Klarheit.
Gaumen
Am Gaumen zeigt sich eine sehnige, energetische Struktur mit zupackender Säure. Die Textur wirkt salzig und kalkig. Kräuteraromen wie Petersilie und Zitronenmelisse treffen auf ätherische Töne von Fenchel und Anis. Ein kühler, fokussierter Körper ohne jede spürbare Überreife.
Abgang
Langanhaltend und straff zieht sich die mineralische Energie bis tief in den Nachhall. Die feingliedrige Gerbstoffstruktur sorgt für spürbaren Grip und ein trockenes, animierendes Finale.
Terroir & Herkunft
Stammt aus der als Erste Lage (1.ÖTW) klassifizierten Ried Steinberg am Wagram. Die Reben stehen hier auf Schiefer und Granit im Verbund mit kalkreicheren Böden, was dem Grünen Veltliner eine ausgeprägte mineralische Spannung und Langlebigkeit schenkt. Karl Fritsch bewirtschaftet das Gut seit 2006 biodynamisch.
Rebsorte & Vinifikation
100 % Grüner Veltliner. Um den sehr warmen Erntebedingungen von 2024 entgegenzuwirken, wurde der Maischekontakt ausgedehnt; die dadurch gewonnenen Gerbstoffe stützen die Säure. Der Wein reifte nach der Spontanvergärung im Stahltank zunächst sechs Monate auf der Vollhefe und weitere fünf Monate auf der Feinhefe.
Speiseempfehlungen
Passt exzellent zu gebratenem Zander auf Kräuterrisotto, Tafelspitz mit Schnittlauchsauce, Wiener Schnitzel sowie zu Gerichten mit frischem Fenchel oder Ziegenkäse.
Besonderheiten
Geprägt von der Handschrift Karl Fritschs: Ein kompromisslos kräuterbetonter, fast asketischer Grüner Veltliner, der seine Balance 2024 über feine Gerbstoffe statt über vordergründige Frucht definiert.