Der Grüner Veltliner Ried Steinberg 1.ÖTW 2025 von Fritsch stammt aus der kalkreichen Lössterrasse am Wagram und zeigt, wozu Österreichs Erste Lagen imstande sind.
Abfüller: Weinberghof Fritsch, Oberstockstall 24, A-3470 Kirchberg am Wagram / Austria
Im Glas
Farbe
Helles Strohgelb bis Klarhellgelb, mit leichter grüner Tönung und jugendlicher Brillanz.
Aroma
Zitrusnuancen, grüner Apfel und Birnenfrucht, gefolgt von Anklängen an weiße Pfefferfeinheit, Kräutern und einer kühlen Würze.
Geschmack
Trocken, klar konturiert mit straffer Säure, frischer Frucht und einem vom Löss- und Kalkboden geprägten, kühlen Finish.
Charakter
Ein auf Tiefe und Struktur angelegter Veltliner aus bis zu 63 Jahre alten Reben, der bewusst keine vordergründige Frucht zeigt und reifen kann.
Dazu
Wiener Schnitzel, Spargelgerichte und asiatisch gewürzte Gerichte.
Besonderheiten
Biodynamischer Anbau seit 2006, Mitglied bei respekt-BIODYN; die Steinberg-Lage am Wagram gilt für ihre Kalk- und Lössböden aus dem fossilen Tethysmeer-Terrassenprofil.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein trockener Grüner Veltliner von stiller Autorität: keine vordergründige Frucht, sondern Tiefe, Struktur und Langlebigkeit. Der Wein zeigt die kühle Eleganz, die nur alte Reben und große Böden hervorbringen – dicht gewoben, mit feiner Säureader und einem Abgang, der nachhaltig ist. Ein Wein für den Keller, der mit den Jahren an Komplexität gewinnt.
Terroir & Herkunft
Die Ried Steinberg am Wagram liegt auf einer südexponierten Lössterrasse, jener markanten Geländestufe, die einst die fossile Küste des Tethysmeeres bildete. Die mächtigen, kalkreichen Lössböden speichern Wasser und Nährstoffe wie ein Schwamm; auf Schiefer und Granit wachsen hier Rebstöcke von bis zu 63 Jahren auf rund 240 Metern Seehöhe. Das Ergebnis ist eine unverwechselbare Spannung, die man schmeckt.
Rebsorte & Vinifikation
Grüner Veltliner in seiner ernsthaftesten Form. Karl Fritsch bewirtschaftet seine 25 Hektar seit 2006 biodynamisch – als Gründungsmitglied von respekt-BIODYN und Mitglied der Traditionsweingüter Österreich. Sein Credo: nicht Kontrolle, sondern Begleitung. Gesunde Böden, eigener Kompost, kosmische Rhythmen – handwerkliche Konsequenz statt Kellertechnik.
Speiseempfehlungen
Die Struktur und der Schmelz dieses Veltliners fordern Substanz: Wiener Schnitzel, gebratener Saibling oder gebackene Forelle sind klassische Partner. Auch zu Spargel, Artischocken oder geräuchertem Forellenfilet zeigt er seine Größe. Wer es kräftiger mag, greift zu Schweinebraten mit Knödel oder gebratenem Hähnchen – der Wein trägt mühelos.