Abfüller: Weinberghof Fritsch, Oberstockstall 24, A-3470 Kirchberg am Wagram / Austria
Im Glas
Farbe
Helles bis mittleres Rubinrot mit klarer, leuchtender Ränderung.
Aroma
Sauerkirsche und Himbeere, dazu Noten von Waldlaub und eine feine Würze nach weißem Pfeffer.
Geschmack
Saftige rote Frucht, feingliedriges Tannin und lebendige Säure; trocken, schlank und mit kühler Würze im Abgang.
Charakter
Eleganter, kühler Pinot Noir mit Finesse statt Kraft – der stille Beweis, dass auf den Lössterrassen des Wagram Rotwein von internationalem Format gedeiht.
Dazu
Entenbrust mit Kirschjus, Pilzgerichte wie Steinpilz-Risotto, gebackener Ziegenkäse mit Kräutern.
Besonderheiten
Fritschs „geheimer Trumpf“ am Wagram: Karl Fritsch bewirtschaftet seine 25 Hektar seit 2006 biodynamisch (respekt-BIODYN); die kalkreichen, tertiären Lössböden – einst Küstenlinie des Tethysmeeres – verleihen dem Wein seine kühle Spannung und Würze.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Spätburgunder von stiller Überzeugungskraft: burgundische Eleganz trifft auf österreichische Frische. Wer vom Wagram bisher nur Grünen Veltliner erwartete, wird hier eines Besseren belehrt – der Pinot Noir ist Karl Fritschs geheimer Trumpf. Feingliedrig statt schwer, kühl gewoben, mit der Art von Spannung, die große rote Trauben auf kalkhaltigem Boden auszeichnet.
Terroir & Herkunft
Der Wagram, rund 60 Kilometer westlich von Wien, ist eine eiszeitliche Lössterrasse – gewissermaßen die fossile Küstenlinie des urzeitlichen Tethysmeeres. Die mächtigen, kalkreichen Lössablagerungen speichern Wasser und Nährstoffe wie ein Schwamm und verleihen den Weinen Struktur und mineralischen Biss. Auf diesen südexponierten Böden bewirtschaftet der Weinberghof Fritsch in Oberstockstall seine 25 Hektar seit 2006 biodynamisch – Karl Fritsch ist Gründungsmitglied von respekt-BIODYN, und der Betrieb zählt seit Ende 2007 zu den Traditionsweingütern Österreich.
Rebsorte & Vinifikation
Pinot Noir, in Österreich Spätburgunder genannt, gehört zu den anspruchsvollsten Rebsorten der Welt – und zu den dankbarsten, wenn Boden und Hand stimmen. Fritsch bewies das Potenzial dieser Traube am Wagram bereits mit dem Jahrgang 2022, der spontan im gebrauchten 500-Liter-Fass vergoren wurde und mit Sauerkirsche, Himbeere, Waldlaub und weißem Pfeffer begeisterte. Der Ausbau folgt der Philosophie des Betriebs: nicht Kontrolle, sondern Begleitung – eigener Kompost, biodynamische Präparate und ein lebendiges Ökosystem in den Weingärten bilden das Fundament.
Speiseempfehlungen
Ein vielseitiger Tischbegleiter: klassisch zu Entenbrust, Rehrücken mit Preiselbeeren oder gesottenem Tafelspitz nach Wiener Art. Ebenso stimmig zu Pilzgerichten, Steinpilzrisotto, mildem Weichkäse oder schlicht zu einer Platte mit luftgetrocknetem Schinken. Leicht gekühlt bei 14 bis 16 Grad entfaltet er seine ganze Finesse.