Ein puristischer Pinot Noir aus biologisch bewirtschafteten Lagen an der Côte de Nuits — wild, frisch und komplex, geprägt von dunklen Beeren, Kräutern und feiner Würze.
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Dunkles Rubinrot mit violetten Reflexen, leicht getrübt.
Aroma
Wilde Himbeeren und Brombeeren, dazu karamellisierte Rote Bete, Unterholz, Thymian, Rosmarin, ein Hauch Zimtrinde und weißer Pfeffer.
Geschmack
Jugendlich packend mit forderndem Tannin und lebendiger Säure; erfrischend, mit kräuterigen, pfeffrigen und salzigen Nuancen.
Charakter
Ungestüm, puristisch und komplex — ein hochwertiger, bodentransparenter Burgunder mit klarem Entwicklungspotenzial.
Dazu
Gänsebraten, geschmorte Lammkeule mit Kräutern, Pilzragout oder gereifter Hartkäse.
Besonderheiten
Biologischer Anbau, Spontangärung und 18 Monate Reife auf der Feinhefe in Barriques mit wenig Neuholz — dahinter steht das burgundische Erbe von Henri Jayer und Jean-Marie Fourrier.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Dunkles Rubinrot mit violetten Reflexen, leicht getrübt – ein junges, unverstelltes Bild.
Nase
Wild und ungestüm im jungen Stadium; mit etwas Luft treten wilde Himbeeren und Brombeeren puristisch und verführerisch in den Vordergrund, dazu karamellisierte Rote Bete, Unterholz sowie Kräuter wie Thymian und Rosmarin. Ein Hauch von Zimtrinde und weißem Pfeffer rundet das Bild ab.
Gaumen
Tannin und Säure zeigen sich jugendlich fordernd und packend, genau wie es ein ambitionierter Burgunder in diesem Lebensabschnitt tun darf. Zugleich wunderschön erfrischend, mit deutlichen Kräuteraromen, fein pfeffrigen Nuancen und salzigen Noten, die dem Wein einen komplexen Anstrich geben.
Abgang
Kräutrig, kühl und mit einem salzigen, fast kreidigen Nachhall, der den Mund klärt und Spannung hält – ein Abgang, der eher an Kalk und Beere denken lässt als an Holz.
Terroir & Herkunft
Die Lagen liegen vornehmlich an der Côte de Nuits – dem Herzstück des roten Burgunds. Yann Charlopin und Justine Tissier gründeten ihre Domaine 2013 in Morey-Saint-Denis; gut vier Hektar verteilen sich auf Marsannay, Gevrey-Chambertin, Vosne-Romanée und ein Stück Clos Vougeot. Yann ist der Sohn von Philippe Charlopin, dessen Mentor Henri Jayer war, und vertiefte seine Lehre bei Jean-Marie Fourrier – eine Ahnenreihe, die den modernen, präzisen Burgunder-Stil geprägt hat.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Pinot Noir aus biologisch bewirtschafteten Lagen. Vollständige Entrappung, kühle Vorgärung und Spontangärung, anschließend langsame Reifung auf der Feinhefe über 18 Monate in 228-Liter-Barriques (überwiegend François Frères) mit einem Neuholzanteil von unter 20 Prozent – das Holz tritt hinter das Terroir zurück.
Speiseempfehlungen
Kurz dekantieren und zu Gerichten servieren, die seine kräutrige, erdige Seite aufgreifen: Entenbrust mit Thymianjus, gebratenes Rebhuhn mit Pilzen, Rote-Bete-Tatar oder ein Teller Pasta mit frischem Trüffel. Auch Lammkarree mit Rosmarin steht diesem kühl gezeichneten Pinot ausgezeichnet zu Gesicht.
Besonderheiten
Dass ein Bourgogne dieser Einstiegsstufe so viel burgundische Transparenz zeigt, ist der Handschrift von Jayer-Schule und Fourrier-Präzision zu verdanken: niedrige Erträge, minimale Intervention, langsames Arbeiten. Kein Wunder, dass die Weine des Hauses bereits auf den Karten von The French Laundry, Tour d’Argent und Frenchie stehen. Dieser 2023er ist der kostengünstigste Weg, diese Schule im Glas zu studieren – geduldig dekantiert, wird er Sie mit einer Delikatesse überraschen, die man in dieser Preislage selten findet.