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Lemberger Herzstück 2022

Lemberger Herzstück 2022

Der Lemberger Herzstück 2022 vom Demeter-Weingut Roterfaden zeigt den Blaufränkisch von seiner leichtfüßigen, kühlen Seite – biodynamisch gewachsen auf blauem Muschelkalk in Roßwag bei Vaihingen an der Enz und mit nur 11 % vol. ein überraschend eleganter Rotwein aus Württemberg.

29,00 € 38,67 € / l
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Jahrgang
202329,00 €lieferbar 202229,00 €gewählt

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Vorrätig

Rebsorte
Lemberger
Jahrgang
2022
Alkohol
11,0 % Vol.
Restsüße
trocken
Servieren
14–16 °C
Inhalt
0,75 l · enthält Sulfite
Artikelnummer
9912013601
Abfüller und Zutaten

Abfüller: Weingut Roterfaden, Hagenrainstraße 37, 71665 Vaihingen an der Enz / Germany

Im Glas

  1. Farbe

    Leicht transparentes Rubinrot.

  2. Aroma

    Rote Johannisbeeren, knackige Sauerkirschen und Granatapfel, dazu Lorbeer, ein Hauch Wacholder und feine Hefenoten.

  3. Geschmack

    Frisch, saftig und tänzerisch mit erdigen Tönen, Fleischigkeit, feiner Würze und einem markanten, aber sehr feinen Tannin.

  4. Charakter

    Statt dunkler Kraft ein kernig-mineralischer Lemberger voller Transparenz – die Balance aus Leichtigkeit, Frische und Erdigkeit macht ihn souverän und unverwechselbar.

  5. Dazu

    Rehfilet mit Pflaumen-Rotwein-Reduktion, Hirschrouladen mit Trauben und Walnüssen oder Rote Beete aus dem Salzmantel mit Kümmel und Linsen.

  6. Besonder­heiten

    Spontan vergoren mit wilden Hefen, ungefiltert und nur minimal geschwefelt; seltener blauer Muschelkalk, kühle Nächte und die frühe Lese bringen rassige Säure und ungewöhnliche Spannung. Demeter-zertifiziert seit 2018.

Verkostungsnotiz


Farbe & Aussehen
Ein leicht transparentes Rubinrot, das schon im Glas verrät: Hier wird nicht auf Dichte und Schwere gesetzt, sondern auf Kühle und Durchlässigkeit.
Nase
Kühl und elegant im Duft: rote Johannisbeeren, knackige Sauerkirschen, ein Hauch Granatapfel. Dahinter Kräutertöne von Lorbeer, eine Spur Wacholder und eine feine Hefenote, die dem Wein Tiefe gibt.
Gaumen
Da, wo man Lemberger oft dunkel, fest und tanninreich erwartet, tänzelt dieser Wein über die Zunge. Frisch, transparent, saftig – und doch mit allem, was die Rebsorte ausmacht: erdige Noten, Fleischigkeit, feine Würze und ein markantes, aber feines Tannin. Die ätherische Lorbeerwürze kehrt am Gaumen wieder; die Balance aus Leichtigkeit und Kernigkeit stimmt bis ins Detail.
Abgang
Kühl, würzig und von belebender Säure getragen – der Nachhall bleibt kräutrig und erdig, ohne je schwer zu werden.
Terroir & Herkunft
Die Reben wurzeln in blauem Muschelkalk bei Vaihingen an der Enz, nordwestlich von Stuttgart – ein Boden, wie man ihn sonst eher im französischen Jura findet. In den Steillagen von Roßwag mit ihren alten Trockenmauern sorgen kühle Nächte in der Höhenlage für Spannung und lebendige Säure. Olympia Samara und Hannes Hoffmann, die sich an der Universität Geisenheim kennenlernten, bewirtschaften ihre gut drei Hektar seit 2014 biodynamisch – seit 2018 Demeter-zertifiziert, mit Wildkräutern statt Bodenbearbeitung.
Rebsorte & Vinifikation
Lemberger – andernorts Blaufränkisch genannt – wird hier früh gelesen, weshalb der Wein bei 11 % vol. bleibt. Zwei Drittel der Trauben werden entrappt und gären vier bis fünf Wochen mit natürlichen Hefen in offenen Holzfässern auf der Maische, ohne großes Bewegen. Der Wein bleibt in mehrjährigen Fässern bis zur Abfüllung auf der Vollhefe, wird nicht filtriert und nur minimal geschwefelt.
Speiseempfehlungen
Seine erdige Würze und die feine Saftigkeit machen ihn zum idealen Essensbegleiter: Rehfilet mit Pflaumen-Rotwein-Reduktion und Topinambur-Püree, Rouladen vom Hirsch mit Trauben, Roter Bete und Walnüssen oder vegetarisch Rote Beete aus dem Salzmantel mit Kümmel, Linsen und Apfel.
Besonderheiten
Ein Lemberger gegen die Erwartung: kein schwerer, dunkler Muskelprotz, sondern ein Wein von souveräner Klarheit und mediterraner Leichtigkeit – leicht gekühlt zeigt er, wie modern Württemberg schmecken kann.

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