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Languedoc

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Zwischen den Lorbeerwäldern und der Garrigue des Hérault wachsen Carignan, Syrah und Grenache auf kargem Kalksteinschotter, wo die Sommer heiß und die Nächte überraschend kühl sind. Weine aus dem Languedoc tragen diese mediterrane Würze, müssen aber keine Alkoholbomben sein. Das beweist die Domaine Flo Busch in den Terrasses du Larzac: Der Sohn von Clemens Busch verließ die Mosel und keltert auf acht Hektar biodynamische Naturweine aus dem Languedoc, die südliche Seele mit Mosel-Eleganz verbinden, vom Grenache Blanc über Rosé bis zum Orange Wine. Carignan von alten Stöcken gibt den Rotweinen Würze und Struktur, die kühlen Nächte am Rand der Cévennen halten sie frisch, und alle Weine gären spontan.




Mehr über Languedoc

AOC Languedoc und die Terrassen des Larzac

Die AOC Languedoc gilt als Dachappellation für das ganze Weinbaugebiet vom Rhônedelta bis zur spanischen Grenze, doch die spannenden Weine kommen aus ihren Unterzonen. Zu ihnen gehören die Terrasses du Larzac im Norden des Hérault, wo die Weinberge am Fuß des Cévennen-Randgebirges in mehreren hundert Metern Höhe liegen. Hier fällt die Temperatur nachts deutlich ab, die Trauben reifen langsam, und die Weine bewahren auch in heißen Sommern ihre Frische. Carignan, oft von alten Rebstöcken, bringt Würze und Struktur, Grenache die reife rote Frucht, Syrah Farbe und Pfeffernoten. Dass viele Erzeuger ihre Weine bewusst als IGP Pays d’Oc oder Vin de France deklarieren, hat Tradition in der Region: Die Appellationsregeln lassen wenig Raum für Experimente, und gerade die Naturwein-Winzer schätzen die Freiheit, Rebsorten und Ausbau selbst zu bestimmen.

Kalkschotter, Garrigue und ein Klima mit zwei Gesichtern

Die Böden um den Larzac bestehen aus Kalksteinschotter und roten Tonen, die Wasser speichern und die Reben in der Trockenheit tief wurzeln lassen. Zwischen den Parzellen wächst die Garrigue, ein niedriger Buschwald aus Thymian, Rosmarin, Lorbeer und Wacholder, dessen Duft sich in den Weinen wiederfindet. Das Mittelmeer liegt nah genug, um milde Winter zu schenken, doch die Höhenlage und die Fallwinde aus den Cévennen kühlen die Nächte. Diese Spannung zwischen südlicher Wärme und nächtlicher Kühle ist es, die Languedoc-Weine von guten Lagen so trinkfreudig macht. Mourvèdre, Grenache und Syrah gedeihen hier ebenso wie Grenache Blanc und Rolle, wie der Vermentino in Frankreich heißt.

Flo Busch: Mosel-Finesse im wilden Hérault

Florian Busch stammt aus der Winzerfamilie Clemens Busch an der Mosel und wollte ursprünglich Raketeningenieur werden, bevor er im Hérault seine eigene Geschichte begann. Auf der Domaine Flo Busch bewirtschaftet er acht Hektar biodynamisch, zwischen Lorbeerwäldern und Kalkterrassen. Sein Credo ist unmissverständlich: keine megafetten Alkoholbomben, sondern Frische im Wein. Der Heureux qui comme… AOC 2022 zeigt das beispielhaft, eine Cuvée aus Grenache, Carignan und Syrah, dunkelbeerig und gewürzt, aber mit kühler, geradliniger Frucht. Der Let it Flow VdF 2024 ist die saftige, unkomplizierte Seite des Hauses, ein Naturwein aus dem Languedoc, der die wilde Würze der Garrigue mit Trinkfluss verbindet.

Was Naturwein aus dem Languedoc auszeichnet

Wenig Regionen Frankreichs sind dem Naturwein so verbunden wie das Languedoc: Die trockene, windige Luft senkt den Krankheitsdruck im Weinberg, und seit Jahrzehnten zieht es Winzer hierher, die ohne Chemie im Weinberg und ohne Zusätze im Keller arbeiten wollen. Bei Flo Busch gären die Weine spontan, und das Spektrum reicht weit über den klassischen Rotwein hinaus. Der Pierre qui Rolle VdF 2023 ist ein Orange Wine aus Grenache Blanc und Rolle, mazeriert, spontan vergoren und achtzehn Monate im gebrauchten Fass ausgebaut, mit Kräuterwürze und feinem Grip. Der Pointe du Jour IGP 2022 bringt Grenache, Carignan und Syrah als zugängliche, würzige Rotweincuvée ins Glas. Alle lieferbaren Weine der Domaine stehen oben in der Liste; für die Einordnung der Jahrgänge lohnt ein Blick in unsere Jahrgangstabelle.

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