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Flo Busch

„Ich komme nun mal von der Mosel und mag keine megafetten Alkoholbomben. Ich will Frische im Wein“ – so beschreibt Florian Busch seine Mission bei der Domaine Flo Busch in den Terrasses du Larzac. Der Sohn von Clemens Busch verließ seine Heimat an der Mosel, um im wilden Hérault seine eigene Geschichte zu schreiben. Aus dem angehenden Raketeningenieur wurde ein Winzer, der auf acht Hektaren zwischen Lorbeerwäldern biodynamische Weine mit südfranzösischer Seele und Mosel-Eleganz kreiert. Seine Rebzeilen aus Mourvèdre, Grenache und Syrah wachsen auf Kalksteinschotter, während seine Partnerin Paola mit „Fleurs de Garrigue“ aromatische Kräuterwässer produziert. Ein Weingut, das Provence-Träume mit deutscher Präzision vereint.
Mehr über Flo Busch
Vom Raketentraum zur Weinleidenschaft
Was verbindet Luft- und Raumfahrttechnik mit Weinbau? Florian Busch könnte diese Frage beantworten. Als Sohn von Clemens Busch wuchs er zwar zwischen Mosel-Reben auf, träumte aber zunächst vom Himmel. Nach seinem ersten Studium zog es ihn jedoch zurück zur Erde – genauer gesagt nach Geisenheim, wo er Weinbau und Önologie studierte. 2011 führte ihn ein Praktikum zur Domaine l’Aupilhac in Montpeyroux, wo er nicht nur die Wildheit des Languedoc kennenlernte, sondern auch seine spätere Partnerin Paola Ponsich. Was als Praktikum begann, wurde zu einer Liebesgeschichte mit dem Land und seinen Menschen.

Terrasses du Larzac: Wo Kalkstein auf Lorbeer trifft
2018 gründete Florian seine eigene Domaine in Jonquières, im Herzen der AOC Terrasses du Larzac. Seine acht Hektar erstrecken sich über ein geologisches Mosaik aus Kalksteinschotter, Kalksteinmergel, Quarzgestein und Sandstein – eine Vielfalt, die sich in jedem seiner Weine widerspiegelt. Das Tal, umgeben von wilden Lorbeerwäldern, bietet seinen Reben nicht nur Schutz vor den Winden, sondern auch ein einzigartiges Mikroklima. Hier gedeihen Grenache Blanc und Rouge, Rolle, Mourvèdre, Carignan und Syrah in biodynamischer Harmonie. Während sein Bruder Johannes das elterliche Weingut an der Mosel übernimmt, schreibt Florian seine eigene Geschichte zwischen mediterranen Kräutern und provenzalischer Sonne.

Mosel-Gene im Languedoc-Körper
In Florians Weinen verschmelzen zwei Welten: die Mineralität und Finesse seiner Mosel-Gene mit der Kraft und Würze des Südens. Seine kompromisslose Kellertechnik setzt ausschließlich auf Spontangärung mit indigenen Hefen, verzichtet völlig auf Schönung, Anreicherung und Filtration. Mindestens sechs Monate reifen seine Weine in Eiche oder Edelstahl, bevor sie mit minimalem Schwefel abgefüllt werden. Das Ergebnis sind Weine wie Let it Flow, der seinem Namen alle Ehre macht, oder Lou Bragalou – benannt nach dem okzitanischen Wort für Iris, ein Verweis auf Paolas Kräuterleidenschaft.
Fleurs de Garrigue: Wenn Wein auf Wildkräuter trifft
Neben den Weinen entsteht auf der Domaine noch etwas Besonderes: Paolas Projekt „Fleurs de Garrigue“ verwandelt die aromatische Wildnis der Garrigue in Kräuteröle, Tees und aromatische Wässer. Diese Kräuterleidenschaft durchzieht auch Florians Weine – man schmeckt die wilden Thymian- und Lavendelwiesen, die seine Weinberge umgeben. Sein L’Odyssée de Flo erzählt genau diese Geschichte: die Odyssee eines Mosel-Sohnes, der im Languedoc seine vinifikatorische Heimat fand und dabei nie vergaß, woher er kommt.









