Ein puristischer Pinot Noir aus 70 Jahre alten Reben, der mit seiner Kombination aus dunkler Frucht, erdiger Tiefe und lebendiger Frische das Terroir der Côte de Nuits eindrucksvoll widerspiegelt.
Abfüller: Jerome Galeyrand, 2 route nationale 74, 21220 Brochon / France
Im Glas
Farbe
Mittleres Granatrot.
Aroma
Klare Aromatik von Walderdbeeren, Waldboden und Unterholz, verfeinert mit spritzigen Noten von Blutorange und einer Verbindung aus süßer und dunkler erdiger Frische.
Geschmack
Saftige dunkle Frucht mit Extraktsüße und charmantem Auftakt, gefolgt von präsenter Säure und dunklen Würznoten; im Finale zunehmend trocken mit einem Hauch von Süßholz.
Charakter
Präzise, elegant und tiefgründig – ein Wein mit bemerkenswertem Alterungspotenzial, der die Seele seines Terroirs ohne technische Maskierung offenbart.
Dazu
Gekräutertes Spitzkohl-Kartoffel-Gratin mit Gruyère, Gewürzreis mit Lamm und Hähnchen oder geröstete Auberginen mit Tomaten und Tahin.
Besonderheiten
Aus 70 Jahre alten Reben, die Galeyrand auch für seine Sélection massale nutzt, biologisch und teils biodynamisch bewirtschaftet, weitgehend entrappt und mit einheimischen Hefen vergoren; der Ausbau erfolgte über zwölf Monate in gebrauchten Eichenfässern mit minimalem Schwefeleinsatz und ohne Schönung.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Mittleres Granatrot mit klarer, leuchtender Kante – ein Wein, der bereits im Glas seine Herkunft aus kühleren Lagen verrät.
Nase
Ein Duftbild von seltener Klarheit: Walderdbeeren und Waldboden treffen auf feuchtes Unterholz, dazu blitzen spritzige Noten von Blutorange auf. Die Aromatik verbindet eine dunkle, erdige Tiefe mit einer fast süßen Frische, die an reife Kirschen erinnert, ohne je schwer zu wirken.
Gaumen
Der erste Eindruck ist von dunkler, saftiger Frucht geprägt, getragen von feiner Extraktsüße. Die Säure ist präsent und verleiht dem Wein eine belebende Struktur, während sich dunkle Würznoten – Süßholz, ein Hauch von Gewürzen – durchsetzen. Die Tannine sind fein, fast seidig, und geben dem Wein Halt, ohne ihn zu dominieren.
Abgang
Im Finale wird der Wein zunehmend trockener, die Frucht weicht einer eleganten, würzigen Bitternote. Der Nachhall ist lang, kühl und von bemerkenswerter Präsenz – ein Wein, der sich nicht anbiedert, sondern im Gedächtnis bleibt.
Terroir & Herkunft
Die Lage Champs de Vosger liegt unterhalb des Dorfes Fixin, am nördlichen Rand der Côte de Nuits. Die leichten, sandigen Böden bringen Weine von besonderer Finesse und Duftigkeit hervor. Hier wurzeln 70 Jahre alte Reben, aus denen Jérôme Galeyrand einen Teil seiner Sélection massale gewinnt – ein Schatz, der in der heutigen Zeit immer seltener wird.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Pinot Noir, weitgehend entrappt und in Tanks vergoren. Der Ausbau erfolgte über zwölf Monate in gebrauchten Eichenfässern (228 Liter) mit geringem Neuholzanteil. Galeyrand arbeitet ausschließlich mit einheimischen Hefen, verzichtet auf Schönung und Enzyme und schwefelt nur minimal – ein puristischer Ansatz, der das Terroir unverstellt zur Geltung bringt.
Speiseempfehlungen
Ein Wein, der nach Substanz verlangt, aber nicht nach Schwere: Gekräutertes Spitzkohl-Kartoffel-Gratin mit Gruyère findet in ihm einen ebenbürtigen Partner, ebenso Gewürzreis mit Lamm, Hähnchen und Knoblauchjoghurt. Auch zu gerösteten Auberginen mit Tomaten und Tahin zeigt er sich von seiner besten Seite.
Besonderheiten
Jérôme Galeyrand kam ohne Winzerfamilie ins Burgund – ein Quereinsteiger, der es mit obsessivem Handwerk und einem untrüglichen Gespür für Terroir zu einem der aufregendsten Produzenten der Côte de Nuits brachte. Der Fixin „Champs de Vosger“ ist ein Wein von stiller Intensität: Er schreit nicht, aber er bleibt. Ein Burgunder, der nach seinem Boden schmeckt, nicht nach Keller und Technik.