Fruchtiges und kühles Feuerwerk aus Zitrus, gezuckerter Grapefruit, Quitte, Aprikose und Honigmelone, dazu steinige Noten, Algen und getrocknete Austernschale; fein verwoben mit Getreide, Trockengebäck, Mandeln, hellem Tabak, Kräutern, Steinpilzen und Brioche.
Geschmack
Straff, kalkig und klar strukturiert mit salzigen Noten und betonter Säure, die den Speichelfluss anregt; geradlinig, kraftvoll und von unwahrscheinlich schöner Fülle.
Charakter
Puristischer, klar definierter Chablis mit burgundischer Tiefe – herausfordernd und zugleich elegant, ein Wein mit großem Reifepotenzial, der von Dekantieren und mehreren Tagen Öffnung profitiert.
Dazu
Steinpilze mit Meersalz und Fenchel, Languste mit Zitronengras-Mandelmilch-Sauce oder Blätterteigpastetchen mit Kalbsbries, Austern und Morcheln.
Besonderheiten
Monopollage Clos Béru mit historischer Mauer aus dem 13. Jahrhundert auf 300 Metern Höhe; biodynamische Bewirtschaftung (Demeter-zertifiziert) mit Pferdearbeit statt Maschinen; spontane Vergärung mit natürlichen Hefen und Ausbau im ersten Jahr in Tonneaux, danach im Tank.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Strahlendes Goldgelb mit lebendiger Klarheit.
Nase
Fruchtiges und steiniges Feuerwerk: Zitrus, gezuckerte Grapefruit, Quitte, Aprikose und Honigmelone treffen auf kühle Noten von Algen und getrockneter Austernschale. Dazu Getreide, Trockengebäck, Mandeln, heller Tabak und Kräuter; feine Anklänge von Steinpilzen und Brioche verankern ihn im Burgund. Puristisch, klar definiert.
Gaumen
Straff, kalkig und klar strukturiert. Salzige Züge und betonte Säure lassen den Speichel fließen; die Fülle ist geradlinig, kraftvoll und von seltener Schönheit. Ein Wein, der herausfordert und zugleich souverän inszeniert wirkt.
Abgang
Lang und gespannt, mit salziger Prägung und nachhallender Tiefe.
Terroir & Herkunft
Der Clos Béru ist die fünf Hektar große Monopollage des Hauses, umschlossen von einer historischen Mauer aus dem 13. Jahrhundert. Auf 300 Metern Höhe im östlichen Chablis gelegen, dominiert Kimmeridge-Kalk mit fossilen Austernschalen. Die Grenzen zogen einst Mönche entlang des Terroirs – daher die Form eines schiefen Trapezes. Historisch auf Premier-Cru-Niveau gesehen, fehlt die Klassifizierung nur, weil die Lage beim frühen Tod von Comte Eric de Béru verpachtet war und die Familie kein Interesse an einer Klassifizierung zeigte.
Rebsorte & Vinifikation
Chardonnay, biodynamisch angebaut (Demeter-zertifiziert). Der Ausbau erfolgt im ersten Jahr in Tonneaux, danach im Tank. Spontane Vergärung mit natürlichen Hefen.
Speiseempfehlungen
Steinpilze mit Meersalz, Fenchel und Algen-Cracker, Languste mit Zitronengras-Mandelmilch-Grapefruit-Butter-Schalotten-Sauce und Basmatireis oder Blätterteigpastetchen mit Kalbsbries, Austern und Morcheln.
Besonderheiten
Athénais de Béru führte das Renaissanceschloss seit 2004 zu neuer Blüte. Die Weinberge werden mit Pferden statt Maschinen bearbeitet; die biodynamischen Präparate stellt das Gut selbst her. Dekantieren und nicht zu kalt aus großem Glas genießen – einige Tage Öffnung lassen ihn gewinnen. Ein Chablis, der jetzt schon fesselt, aber über Jahre reifen wird.