Offen und einladend: Walderdbeeren, Himbeeren, dunkle Kirschen und Zwetschgen, umrahmt von Trockenkräutern, Unterholz, Gestein und Geäst.
Geschmack
Saftige Pinot-Frucht mit geschmeidigem, dezentem Gerbstoff und lebendiger, druckvoller Säure; bereits mit etwas Luftkontakt zugänglich.
Charakter
Ein charmanter, transparenter Burgunder mit Finesse – kühle Frische trifft auf dunkle Beerenfrucht und feine Würze.
Dazu
Kaninchen an Dijon-Senfsauce, süß-saure Nieren mit Holundersaft oder Fenchel-Feta-Tarte mit Kirschtomaten.
Besonderheiten
Von nur 0,46 Hektar in der kühlen, waldbegrenzten Lage La Montagne; spontan vergoren und über 16 Monate auf der Feinhefe in 228-Liter-Barriques ausgebaut – Vinifikation in der Tradition von Henri Jayer und Jean-Marie Fourrier.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Dichtes, tiefes Granatrot, das im Glas eine Konzentration verspricht, die man von Marsannay nicht immer erwartet.
Nase
Walderdbeeren und Himbeeren springen zuerst ins Glas, dahinter dunkle Kirschen und ein Hauch Zwetschge. Dann schiebt sich das Erdige nach: Trockenkräuter, Unterholz, feuchtes Gestein, ein Anflug von Geäst — ein Duftbild, das den Wald oberhalb des Weinbergs fast schmeckbar macht.
Gaumen
Saftig, geschmeidig, ungemein charmant. Der Gerbstoff bleibt dezent und feinkörnig, während eine lebendige Säure Druck aufbaut und die rote Frucht zum Leuchten bringt. Trotz seiner Jugend bereits zugänglich — ein wenig Luft, und der Wein zeigt sich von seiner großzügigsten Seite.
Abgang
Klar und kühl, mit nachhallender Beerenfrucht und einer feinwürzigen, fast kräutrigen Note, die an den Rand des Waldes erinnert.
Terroir & Herkunft
Marsannay ist das Tor zur Côte de Nuits — und hier beginnt auch die Geschichte der Domaine, denn die Weinberge stammen aus der Familie von Justine Tissier. Das Climat La Montagne liegt oberhalb von Les Longeroies, nach Süden ausgerichtet, und reicht in Teilen bis in den Wald hinein, der der Lage eine willkommene Kühle schenkt. Yann Charlopin bewirtschaftet davon gerade einmal 0,46 Hektar.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Pinot Noir, vollständig entrappt, nach kühler Vorvergärung mit natürlichen Hefen spontan vergoren. Der Wein reift 16 Monate lang auf der Feinhefe in 228-Liter-Barriques, vor allem von François Frères, mit einem Neuholzanteil von 20 bis 30 Prozent — geduldiges Handwerk statt Eile, ganz in der Schule von Henri Jayer, über deren Linie Yann Charlopin gelernt hat.
Speiseempfehlungen
Die saftige Frucht und die feine Würze verlangen nach Gerichten mit Tiefe, aber ohne Schwere: Kaninchen an klassischer Dijon-Senfsauce mit Karotten, süß-saure Nieren mit Holundersaft und Rosmarin oder eine Tarte mit Fenchel, Feta und konfierten Kirschtomaten.
Besonderheiten
Yann Charlopin ist der Sohn von Philippe Charlopin, Schüler von Henri Jayer, und wurde selbst bei Jean-Marie Fourrier ausgebildet — ein Stammbaum, den man im Glas findet. Von den Lagen-Marsannays der Domaine gilt La Montagne als der offenste und charmanteste. Dass die Weine dieser erst 2013 gegründeten Domaine inzwischen auf den Karten von The French Laundry und Tour d’Argent stehen, sagt viel über die Präzision, die hier schon in der Basis zu finden ist.