Ein biozertifizierter Einzellagen-Tempranillo aus der Rioja Alavesa: körperreich und vollmundig, aber stets frisch, saftig und von kühler dunkler Mineralität getragen.
Dunkle Frucht von Schwarzkirsche und Brombeere, dazu feine Würze und erdige Mineralität – frisch, weich und ausdrucksstark, kaum Luft nötig.
Geschmack
Saftig, rund und geschmeidig mit feinkörnigem Tannin, schwarzer Frucht, lebendiger Säure und samtiger Textur; im Vergleich zu anderen Artadi-Lagen etwas dichter und fülliger.
Charakter
Harmonischer, zugänglicher Rioja vom Typ Everybody’s Darling – voll, aber nie schwer, mit Eleganz und Trinkfluss.
Dazu
Lammkarree mit Rosmarin, Pilzrisotto, gereifter Manchego.
Besonderheiten
Von 65 Jahre alten Reben auf rund 600 m Höhe in Elvillar, westlich ausgerichtet auf lehmig-sandigem Kalkboden; spontan vergoren und zunehmend in gebrauchten, größeren Eichenfässern ausgebaut für maximale Klarheit. Artadi verließ 2015 aus Überzeugung die DOCa Rioja, um Lagen statt Reifeklassen aufs Etikett zu schreiben.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Leuchtendes Kirschrot, klar und jugendlich im Glas.
Nase
Dunkle Frucht ohne Überschwang: Schwarzkirsche, Brombeere, dazu eine feine Würze und erdige Mineralität. Frisch, weich, ausdrucksstark – ein Wein, der kaum Luft braucht und sofort erzählt, woher er kommt.
Gaumen
Der kräftigste unter Artadis Einzellagenweinen, aber kein üppiger: feinkörnige Tannine, saftig, rund, mit samtiger Textur und einer kühlen, dunklen Mineralität darunter. Die lebendige Säure hält die schwarze Frucht in der Schwebe – vollmundig und dabei erstaunlich geschmeidig.
Abgang
Lang und präzise, die dunkle Frucht klingt mit würzig-mineralischen Noten aus. Ein Finale, das ruhig bleibt statt laut zu werden.
Terroir & Herkunft
Die Parzelle liegt in Elvillar, im höheren, kühleren Teil der Rioja Alavesa am Fuße der Sierra Cantabria: 1,2 Hektar in rund 600 Metern Höhe, westlich ausgerichtet. Die Nachmittagssonne sorgt für reifere Trauben – der Grund, warum La Poza stets etwas dichter und körperreicher ausfällt als Valdegines oder San Lázaro. Die Reben, gut 65 Jahre alt, wurzeln in lehmig-sandigem, kalkhaltigem Boden mit eisenhaltigen Tonen.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Tempranillo, entrappt und spontan vergoren. Der Ausbau erfolgt zunehmend in gebrauchten, größeren Eichenfässern – das Holz gibt Gerüst, keine Dominanz. Konsequenz der Artadi-Handschrift: Finesse statt Kraft, französische Eiche statt amerikanischer, der Name der Parzelle statt einer Reifekategorie.
Speiseempfehlungen
Seine Fülle mit kühlem Kern verträgt Substanz: Lammkarree mit Kräuterkruste, gegrillte Entenbrust, Wildschweinragout oder eine einfache, ehrliche Tortilla mit Manchego. Auch zu pilzigen Gerichten und gereiftem Hartkäse eine sichere Wahl.
Besonderheiten
Biozertifizierter Einzellagenwein aus dem Hause, das 2015 die DOCa Rioja verließ, weil das Reglement nicht einmal den Weinbergsnamen aufs Etikett ließ. La Poza zeigt, warum dieser Name aufs Etikett gehört: der verbindlichste Wein der Artadi-Lagen – zugänglich in der Jugend, mit dem Format für Jahre der Flaschenreife.