Verkostungsnotiz
- Farbe & Aussehen
- Kirschrot, klar und leuchtend.
- Nase
- Subtil und facettenreich: Veilchen und frische rote Kirschen, dahinter pfeffrige Noten und eine kühle, fast kreidige Mineralität. Ein Bukett von bemerkenswerter Klarheit.
- Gaumen
- Knackige rote Frucht, getragen von großartiger Frische. Feine, geschliffene Tannine, schlanker Körper, seidige Textur. Energiegeladen und expressiv, mit geradlinigem, saftigem Zug. Alkohol und Holz sind vollständig integriert – Feinheit statt Fülle.
- Abgang
- Elegant und feinwürzig, mit präzisem, lang anhaltendem Finale.
- Terroir & Herkunft
- Vier Hektar, nach Osten ausgerichtet, auf rund 600 Metern Höhe in Laguardia – Rioja Alavesa in Reinform. Die 36 Jahre alten Reben wurzeln in lehmig-kalkhaltigem Boden, geschützt von der Sierra Cantabria. Eine von neun Einzellagen, die Juan Carlos López de Lacalle mit eigenem Namen und eigenem Charakter ausweist.
- Rebsorte & Vinifikation
- Tempranillo mit zwei bis drei Prozent weißer Viura (Macabeu) – ein Griff nach burgundischer Tradition, der der Frische dient. Entrappt, spontan vergoren, ausgebaut in zunehmend gebrauchten und größeren Eichenfässern. Das Ergebnis: Struktur ohne Dominanz.
- Speiseempfehlungen
- Die Kombination aus Frische, feiner Tanninstruktur und würziger Tiefe prädestiniert diesen Wein für Lammrücken mit Rosmarin, gegrillte Entenbrust oder Pilzrisotto mit Manchego. Auch zu Tapas mit Chorizo und Jamón Ibérico eine Wahl von natürlicher Selbstverständlichkeit.
- Besonderheiten
- Artadi verließ 2015 die DOCa Rioja, weil das Reglement selbst die Nennung spezifischer Weinberge untersagte – für ein Weingut, dessen gesamtes Konzept auf der Individualität der Lage beruht, ein unhaltbarer Zustand. Der Valdegines trägt seither seinen Ursprung im Namen, nicht eine Alterungsklasse. Biozertifiziert, von Reben, die teils noch mit dem Pferd bearbeitet werden: ein spanischer Grand Cru, der nach seiner Parzelle schmeckt, nicht nach dem Keller.





