Abfüller: Az. Agricola Campi, Via F. Menozzi 27, 42020 Puianello / Italy
Im Glas
Farbe
Dunkles Erdbeerrot mit dunklen Zügen und leicht braunen Reflexen, zu Beginn mit intensivem Mousseux.
Aroma
Betont würzig statt fruchtig: Süßkirsche, Erdbeere, Heidelbeere und Brombeere treffen auf Fenchel- und Koriandersaat, weißen Pfeffer, Liebstöckl, Wacholder und Kardamom – dazu Majoran, Salbei und Thymian.
Geschmack
Leichtfüßig und schlank, mit dezenter Frucht, balsamisch-etherischer Würze, packender Säure und schmelzigem Mousseux; im Nachhall prägen geröstete Hasel- und Walnüsse das Bild.
Charakter
Ehrlicher, ungeschönter Lambrusco trocken, animierend und eigenwillig.
Dazu
Ideal zu Mortadella und Parmigiano, zu Südtiroler Wurstspezialitäten mit Schüttelbrot oder zu Risotto mit Waldpilzen und Pecorino.
Besonderheiten
Spontanvergärung mit wilden Hefen, zweite Gärung in der Flasche ausschließlich mit eigenem Traubenmost – ohne Schönung, Filtration oder zugesetzte Sulfite (Gesamtschwefel unter 10 mg/L); abgefüllt bei abnehmendem Mond, von Hand degorgiert.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Dunkles Erdbeerrot mit tiefen, fast bräunlichen Reflexen — ein Rosé, der optisch schon ankündigt, dass er mehr zu bieten hat als sommerliche Leichtigkeit. Zu Anfang zeigt sich ein intensives Mousseux.
Nase
Auffällig unfruchtig und von Würze getragen: Fenchel- und Koriandersaat, weißer Pfeffer, Liebstöckl, dazu Wacholder und Kardamom. Dahinter verhalten Süßkirsche, Erdbeere und ein Hauch Heidelbeere. Die kräutrige Seite mit Majoran, Salbei und Thymian gibt dem Bouquet Tiefe, grüne Walnüsse und Pistazie bleiben dezent im Hintergrund.
Gaumen
Leichtfüßig, fast tänzerisch — das „leggero“ im Namen wird hier wörtlich genommen. Die Frucht bleibt schlank, tritt aber klarer hervor als in der Nase. Balsamische, ätherische Würze, ein fein moussierendes Mundgefühl und eine packende Säure halten die Spannung. Trocken ausgebaut bei 12,5% Vol.
Abgang
Im Nachhall dominieren geröstete Hasel- und Walnüsse — ein ungewöhnlicher, langer Ausklang für einen Frizzante.
Terroir & Herkunft
Die Reben wachsen in den Hügeln von Reggio Emilia am Fuße des Apennin, auf einem Pliozän-Terrazzo in rund 200 Metern Höhe. Böden aus Lehm, Sand und Schluff mit hohem Silikatanteil sorgen für jene mineralische Frische, die Vanni Nizzoli „das Skelett des Weins“ nennt. Die Familie bewirtschaftet ihre Weinberge seit über 200 Jahren.
Rebsorte & Vinifikation
Ein Rosato Frizzante aus Lambrusco-Trauben, entstanden nach altem Prinzip: Spontanvergärung mit wilden Hefen, zweite Gärung in der Flasche mit gekühltem eigenem Traubenmost statt Zuckerzusatz. Abgefüllt wird bei abnehmendem Mond — „Luna Calante, Vino Spumante“. Gerüttelt und degorgiert wird von Hand, ohne Schönung und Filtration.
Speiseempfehlungen
Ein natürlicher Tischgefährte für die Küche der Emilia und darüber hinaus: Südtiroler Wurstspezialitäten mit Schüttelbrot, Risotto mit Waldpilzen und Pecorino oder ein Feldsalat mit Himbeeressig-Dressing, eingelegten Beeren und Walnuss — letzterer spiegelt die nussige Würze des Weins direkt wider.
Besonderheiten
Ein würziger, nussig geprägter Frizzante mit Charakter — lebendig, eigenwillig und ehrlich, so wie Vanni Nizzoli seine Weine versteht. Biologisch bewirtschaftet, VinNatur-Mitglied, Gesamtschwefel unter 10 mg/L.