Ein mineralisch geprägter Chardonnay aus dem östlichen Chablis, der auf Kimmeridge-Kalk wächst. Ein spannungsreicher Weißwein aus biodynamisch bewirtschafteten Weinbergen.
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Saftig und offenherzig mit reifen roten Äpfeln, Orange, Limette, Sternfrucht und Mango; Ingwer, Koriander, Trockengebäck, Vanille und Butter vom Ausbau im kleinen Holzfass, dazu jodige, salzige Anklänge.
Geschmack
Straff und markant mit kompakter Mineralität; Noten von Austernschalen und Zitronengras, kräftige Säure sorgt für Spannung und Strahlkraft.
Charakter
Exotische Fruchtfülle trifft auf kühle, salzige Chablis-Präzision – ein vielschichtiger Wein mit forderndem Gaumen, der gerne dekantiert und nicht zu kalt serviert werden sollte.
Dazu
Jakobsmuscheln auf Algensalat mit Orangenspalten, Lachs lauwarm mit rosa Pfeffer auf Mango-Scheiben oder gebackener Staudensellerie mit Pinienkernen.
Besonderheiten
Die Lage verdankt ihren Namen einem alten Pilgerweg von Vézelay nach Compostela; der Kimmeridgium-Kalkstein mit fossilen Meeresablagerungen verleiht die prägnante salzige Mineralität. Demeter-zertifiziert, mit Pferden statt Maschinen bewirtschaftet.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Intensives Goldgelb mit silbrigen Reflexen – schon im Glas ein Versprechen von Reife und Energie.
Nase
Saftig, offenherzig, fast überschwänglich für einen Chablis: reifer roter Apfel, Orange und Limette, dazu exotische Töne von Sternfrucht und Mango. Ingwer und Koriander geben Würze, Trockengebäck, Vanille und frische Butter erinnern an den Ausbau im kleinen Holzfass. Darunter liegt unüberhörbar die jodige, salzige Handschrift des Kalks.
Gaumen
Straff, markant, von kompakter Mineralität. In der Karaffe wiederholen sich die Duftaromen, ergänzt um Austernschalen und Zitronengras. Die salzige Spannung treibt den Speichelfluss – die Kombination aus üppiger Nase und forderndem Gaumen erzeugt eine seltene Strahlkraft.
Abgang
Lang und präzise, mit salzigem Nachhall und einer Präsenz, die den Mund noch lange prägt. Ein Finale, das eher herausfordert als gefällt.
Terroir & Herkunft
Die Lage verdankt ihren Namen einem alten Pilgerweg von Vézelay nach Compostela, der in ihrer Nähe verlief. Auf einer nach Westen gezogenen Kuppel gelegen, ruht der sanfte, ständig von mäßigem Wind durchwehte Hang auf Kalksteingeröll aus dem Kimmeridgium, dessen zersetzte Böden Kristalle und Mineralien freisetzen – die geologische Grundlage für die Salzigkeit dieses Weins. Das Château de Béru bewirtschaftet seine Weinberge im östlichen Chablis biodynamisch.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Chardonnay, trocken ausgebaut mit 13,5 % Vol. Der Ausbau im kleinen Holzfass zeigt sich in den Noten von Vanille und Butter, ohne die Frucht zu überdecken. Athénaïs de Béru vinifiziert ihre Lagen separat, um jede Terroir-Nuance herauszuarbeiten.
Speiseempfehlungen
Ein Wein, der am Tisch Herausforderungen sucht: Jakobsmuscheln auf Algensalat mit Orangenspalten, lauwarmer Lachs mit rosa Pfeffer auf Mango-Scheiben oder gebackener Staudensellerie mit Pinienkernen und Limonen-Dressing.
Besonderheiten
Das seltene Zusammenspiel aus exotischer Fruchtfülle und kühler, salziger Kalkprägung macht diesen 2022er zu einem Chablis mit eigenem Gesicht. Jetzt trinken? Unbedingt dekantieren und nicht zu kalt servieren – dann zeigt er, was in ihm steckt.