Ein trockener Rioja-Rotwein aus Grenache, Viura und Tempranillo von den windigen Hochlagen der Rioja Alavesa. Roberto Oliván vinifiziert auf kalkhaltigem Mergel und Sandstein einen präzisen, mineralischen Wein mit moderner Transparenz und feiner Eleganz.
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Leuchtendes, zartes Kirschrot mit violetten Reflexen und seidigem Glanz.
Aroma
Klare Rotfrucht aus Sauerkirsche, Schattenmorelle, Waldhimbeere und roter Johannisbeere, dazu kühle Kalk- und Salznoten, ein Hauch gerösteten Kaffees und feine erdige Akzente.
Geschmack
Griffig und seidig mit straffer, präziser Säure, sehr feinem Tannin und saliner Spannung; im Nachhall Wacholder, Pfeffer und frische Petersilie.
Charakter
Zurückhaltend statt opulent – ein linearer, klar definierter Rioja mit Länge, Frische und zeitgemäßem Stil, der mit Luft an Tiefe gewinnt.
Dazu
Idealer Begleiter zu gegrilltem Lamm mit Kräutern, Manchego und Tapas oder Pilzgerichten mit Rosmarin.
Besonderheiten
Cuvée mit Weißweinanteil (Viura) und für Rioja ungewöhnlich frischer Säure – Ausdruck der bis zu 620 Meter hohen, windgeprägten Lagen um Viñaspre, biologisch bewirtschaftet und parzellenweise ausgebaut.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Leuchtendes, zartes Kirschrot mit violetten Reflexen und seidigem Glanz – ein Wein, der schon im Glas Frische signalisiert.
Nase
Ungewöhnlich klar und präzise: Sauerkirsche, Schattenmorelle, Waldhimbeere und rote Johannisbeere stehen im Zentrum, dahinter Weichsel und eine feine Wildkirsch-Anmutung. Bewusst reduziert statt opulent. Eine kühle, kalkig-saline Linie verleiht moderne Transparenz, zart gerösteter Kaffee und eine subtile Pflaumennote schwingen leise mit. Ein Duftbild, das eher andeutet als erklärt – und mit Luft an Tiefe gewinnt.
Gaumen
Griffig, seidig und erstaunlich straff geführt. Die für Rioja ungewöhnlich hochstehende Säure gibt Rückgrat und Frische, das feinkörnige Tannin stützt, ohne zu dominieren. Kerzengerader Verlauf mit saliner, kalkiger Spannung im Kern. Trinkig, animierend, mit Länge und zeitgemäßer Eleganz – 14,5 % Alkohol, die man kaum spürt.
Abgang
Lang und zurückhaltend: die Frucht bleibt diskret, dazu ein Hauch Wacholder, Pfeffer und frische Petersilie – fein verwoben, nie laut, mit salzigem Nachklang.
Terroir & Herkunft
Roberto Oliván arbeitet seit 2011 in Viñaspre, einem Ortsteil von Lanciego in den windumtosten Hochlagen der Rioja Alavesa. Seine rund dreißig kleinen Parzellen liegen auf bis zu 620 Metern Höhe, auf kargen Böden aus Kalkmergel und Sandstein. Der beständige Wind hält die teils hundert Jahre alten Rebstöcke natürlich gesund; die biologisch bewirtschafteten Weinberge liefern Trauben von Konzentration und mineralischer Präzision.
Rebsorte & Vinifikation
Eine ungewöhnliche Cuvée aus Garnacha, Viura und Tempranillo – Rot- und Weißtrauben gemeinsam, wie es in dieser Region lange Tradition hatte. Oliván vinifiziert jede Parzelle separat, mit indigenen Hefen und behutsamer, minimalistischer Hand im Keller.
Speiseempfehlungen
Die straffe Säure und die feine Würze machen diesen Wein vielseitig: zu gegrilltem Lamm mit Kräutern, Tapas mit Chorizo und Pimientos de Padrón, Pilzpfanne mit Polenta oder gereiftem Manchego. Leicht gekühlt bei 14–16 °C zeigt er seine beste Seite.
Besonderheiten
Der Custero bricht mit dem Klischee des schweren, holzgeprägten Rioja: Hier zählen Frische, Linie und Kalkspannung statt Fülle. Ein Rotwein mit beinahe weißem Nerv – und ein Beleg dafür, warum Oliváns Weine regelmäßig 90 bis 95 Punkte erzielen.