Ein reinsortiger Tempranillo aus der Rioja Alavesa, der als Querschnitt durch die Terroirs von Laguardia und Elvillar die Herkunft in den Vordergrund stellt — trocken, elegant und mit fabelhaftem Preis-Genuss-Verhältnis.
Kirschrot mit violettem Rand, jugendlich und leuchtend.
Aroma
Mineralisch und frisch im Auftakt, dann dunkle und rote Früchte, die sich mit Luft zunehmend öffnen — intensiv und animierend.
Geschmack
Druckvoll und griffig, dicht gewoben, aber saftig statt üppig; dunkle Frucht, kreidiges Tannin, pointierte Säure, mittlerer Körper und erdige Mineralität im langen Abgang.
Charakter
Präzise, spannungsgeladen und elegant — ein konzentrierter Rioja mit Tiefgang, der Finesse vor Kraft stellt und mit Luft schon jung viel zeigt.
Dazu
Rehrücken und anderes Wild, dazu passen auch frische Sommersalate.
Besonderheiten
Biozertifiziert, 12 Monate in Eichenfässern ausgebaut; Trauben aus Lagen zwischen 450 und 700 Metern Höhe vereinen Ebrotal-Wärme mit der kühlen Frische der Sierra Cantabria. Im jungen Stadium unbedingt karaffieren.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Kirschrot mit violettem Rand – jugendlich, klar, ein Wein, der sichtbar noch am Anfang seiner Entwicklung steht.
Nase
Zunächst zurückhaltend, fast karg, dann immer einnehmender: erdige Mineralität, eine kühle, beinahe atlantische Frische, dahinter dunkle und rote Früchte – Kirsche, dunkle Beeren. Luft tut diesem jungen Wein gut; eine halbe Stunde in der Karaffe ist klug investierte Zeit.
Gaumen
Dicht und konzentriert, aber ohne jede Schwere: eher dunkle als rote Frucht, pointierte Säure, saftige Mitte, kreidiges Tannin. Ein mittlerer Körper, der von Spannung lebt statt von Fülle – elegant und griffig zugleich, kein Gramm Üppigkeit.
Abgang
Lang, präzise, von kreidigem Tannin und erdiger Tiefe geprägt. Ein Abgang, der eher nachdenklich stimmt als laut applaudiert.
Terroir & Herkunft
Ein Querschnitt durch die Rioja Alavesa: Parzellen in den Gemeinden Laguardia und Elvillar, von 450 Metern im wärmeren Ebrotal bis zu 700 Metern im kühleren Schatten der Sierra Cantabria. Kalk, Lehm, Stein – diese Vielfalt ist das Geheimnis der Vielschichtigkeit. Hier entsteht, exemplarisch, der Stil, für den Artadi 2015 sogar die DOCa Rioja verließ: Weine, die vom Boden erzählen, nicht vom Keller.
Rebsorte & Vinifikation
Reinsortiger Tempranillo, biozertifiziert angebaut, zwölf Monate in Eichenfässern ausgebaut – das Holz bleibt Gerüst, nie Kostüm. 14,5 % Vol., trocken.
Speiseempfehlungen
Erste Wahl: Rehrücken, dessen Würze mit dem kreidigen Tannin aufgeht. Überraschend gelungen auch zu kräftigen Sommersalaten – etwa mit Linsen und geröstetem Gemüse –, wenn der Wein leicht gekühlt serviert wird.
Besonderheiten
Juan Carlos López de Lacalle definierte mit Artadi den spanischen Grand Cru: Parzelle statt Alterungsklasse, Finesse statt Kraft. Der Viñas de Gain ist der Zugang zu dieser Welt – und das zu einem fabelhaften Preis-Genuss-Verhältnis. Die dunklere Frucht und die eisenkühle Mineralität verraten die hohen Lagen der Alavesa auf den ersten Schluck.