Verkostungsnotiz
- Farbe & Aussehen
- Purpurrot, dicht und jugendlich leuchtend im Glas.
- Nase
- Ein attraktives, intensives Bukett: frische blaue und schwarze Früchte – Heidelbeere, Brombeere – dazu würzige Nuancen und jene erdige Mineralität, die den Ribera del Duero unverwechselbar macht. Bemerkenswert balanciert für einen Wein dieser Kraft.
- Gaumen
- Ribera del Duero par excellence: Frische, Kraft und Eleganz in einem Glas. Die Konzentration, die Tempranillo aus Höhenlage und Sonnenintensität mitbringt, bleibt gut definiert und kontrolliert. Die Tannine sind geschliffen und elegant, das Holz großartig eingebunden. Saftig, mineralisch, strukturiert.
- Abgang
- Ein wunderbares Mundgefühl zwischen seidig und samtig, das einen gewissen Grip entwickelt und in einem langen, aromatischen Nachhall endet.
- Terroir & Herkunft
- Valdemonjas liegt an der Goldenen Meile der Ribera del Duero, zwischen Vega Sicilia und Pingus. Die Parzellen – sie tragen Namen wie Palco, Anfiteatro und Platea – liegen am Nordhang auf 700 bis 750 Metern, wo kühle Nächte die Säure der Trauben bewahren. Die Böden wechseln auf engstem Raum zwischen Kalk, Ton, Mergel und Kreide, mit sandigen und lehmigen Anteilen; jede Parzelle wird separat gelesen und vergoren.
- Rebsorte & Vinifikation
- Reinsortiger Tempranillo, komponiert aus den besten Lagen der drei Weinberge – daher der Name: die drei Gaben. Die Gärung erfolgte im Betontank, gefolgt von 14 Monaten im Barrique und einem abschließenden 6-monatigen Ausbau im Betontank. Seit 2011 berät der italienische Önologe Luca d’Attoma das Weingut – sein Stil: weniger Extraktion, kürzere Maischestandzeiten, präziser Holzeinsatz.
- Speiseempfehlungen
- Ein Wein für Lammkarree mit Kräuterkruste, geschmorte Ochsenschulter oder Wildschweinragout. Auch zu gereiftem Manchego und Pilzgerichten eine starke Wahl.
- Besonderheiten
- Biozertifiziert und in einer preisgekrönten, völlig autarken Bodega erzeugt – Photovoltaik deckt 90 bis 95 Prozent des Stroms, das Schrägdach sammelt Regenwasser, die Schwerkraft führt die Trauben ohne Pumpen durch den Keller. Stilistisch hebt sich der Wein von der oft opulenten Art der Region ab: Hier zählen Spannung und Frische, nicht Fülle allein. Kein Wunder bei einem Gut, auf dem eine ehemalige Violinistin des Spanischen Nationalorchesters die Fässer verkostet.





