Abfüller: Champagne Domaine de Bichery, 92 Grande Rue, 10250 Neuville sur Seine / France
Im Glas
Farbe
Helles, kühles Goldgelb mit feinperligem, anhaltendem Mousseux.
Aroma
Reife rote Apfel- und Birnenfrucht, dazu Zitruszeste, Mirabelle, feine Brioche- und Nussnoten vom langen Hefelager.
Geschmack
Trocken und präzise, mit saftiger Frucht, lebendiger Säure und salzig-kreidigem Zug; der Verzicht auf Dosage lässt Traube und Kalkboden ungeschminkt sprechen.
Charakter
Puristisch und ehrlich – ein Wein von Tiefe und Klarheit, der Tiefe und Klarheit atmet.
Dazu
Ideal zu Austern und Seezunge, zu Comté oder gereiftem Hartkäse sowie zu Gerichten mit Pilzen und Geflügel.
Besonderheiten
Bio-zertifiziert (Ecocert), spontan vergoren und im gebrauchten Holzfass ausgebaut, mindestens 24 Monate Hefelager, ohne Schönung und Filtration – dazu die seltene 1500-ml-Magnum aus einem Jahrgangskontingent von wenigen tausend Flaschen.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Champagner ohne jede Maske: Brut Nature, also ganz ohne Dosage gefüllt. Was im Glas liegt, ist reine Frucht und reiner Kalk – straff, präzise, von feiner Perlage und einer straffen Spannung. In der Magnumflasche reift dieser Champagner besonders ruhig und gewinnt mit den Jahren an Tiefe.
Terroir & Herkunft
Die Trauben stammen aus Neuville-sur-Seine und Gyé-sur-Seine in der Côte des Bar, dem südlichen, lange unterschätzten Teil der Champagne. Der Name ist wörtlich zu nehmen: Les Terres Mêlées – die gemischten Erden – verwebt die kalkreichen Böden verschiedener Parzellen zu einem einzigen Cuvée. Raphaël Piconnet, auf dem Lieu-dit Bichery aufgewachsen, und seine Frau Hannah aus Ostfriesland bewirtschaften ihre acht Hektar seit der Übernahme 2015 biologisch, seit Februar 2019 Ecocert-zertifiziert.
Rebsorte & Vinifikation
Pinot Noir prägt diesen Champagner – die Rebe, die der Côte des Bar ihre Identität gibt: körperreich, aber nie schwer. Vinifiziert wird mit wilden Hefen, der Ausbau erfolgt im gebrauchten Holzfass, ohne Schönung und ohne Filtration. Mindestens 24 Monate Hefelager geben dem Wein seine feine Textur. Minimaler Schwefel, null Dosage – ein Handwerk, das dem Terroir nichts vorenthält.
Speiseempfehlungen
Die karge Präzision dieses Brut Nature verlangt nach ehrlichen Produkten: Austern und Seezunge, dazu Comté oder ein jung gereifter Chaource aus der Region. Auch zu geräucherter Forelle oder schlichtem Butterbrot mit Meersalz zeigt er, wozu Champagner jenseits des Aperitifs fähig ist.